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Nach 5 Wochen Fahrt: Autonomes Schiff Mayflower erreicht Nordamerika

In Reminiszenz an die Reise des gleichnamigen Segelschiffs aus dem Jahr 1620 hatte sich der unbemannte Trimaran Ende April auf den Weg gemacht. Jetzt erreichte die Mayflower MAS 400 Nordamerika – nach einigen Planänderungen.

Von Hannah Klaiber
2 Min. Lesezeit
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Der vollautonome Trimaran wird auch nach der Atlantiküberquerung als Forschungsschiff eingesetzt werden. (Foto: IBM)

Das vom Technologieriesen IBM entwickelte Mayflower Autonomous Ship (MAS 400) hatte ursprünglich Washington als finales Ziel anvisiert. Ende Mai war der Zielhafen auf die kanadische Stadt Halifax geändert worden, nachdem das unbemannte Schiff Probleme mit einem Generator hatte.

Auf den Spuren des legendären Segelschiffs – unbemannt und vollautonom

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Und das war nicht die einzige Planänderung, die für das 15 Meter lange Schiff vorgenommen werden musste: Bereits Mitte Mai hatte der insgesamt 5.600 Kilometer lange Trip der autonomen Mayflower unterbrochen werden müssen. Erst nach einer Reparatur auf den Azoren konnte das Schiff seine Reise fortsetzen.

Die wenigen Tage Verzögerung fielen für das Organisationsteam sicher kaum ins Gewicht – denn nach sieben Jahren Vorbereitung war die Mayflower bereits mit über zweijähriger Verspätung ins Abenteuer gestartet. Der ursprüngliche Starttermin im September 2020 – zum 400. Jahrestag der Überfahrt – war wegen der Corona-Pandemie verschoben worden; und wegen technischer Probleme wurde auch der erste Startversuch im Jahr 2021 kurz nach der Abfahrt gestoppt.

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Virtueller KI-Kapitän trifft selbstständige Entscheidungen

Das Mayflower Autonomous Ship wird hauptsächlich mit Solarenergie betrieben. Ein virtueller KI-Kapitän steuert das Schiff, trifft Entscheidungen und kann auch ohne Netzverbindung seinen Kurs ändern. Dazu dienen ihm sechs KI-Kameras, 30 Onboard-Sensoren und 15 Edge-Geräte, die genug lokale Rechenleistung bieten, damit das Schiff auch ohne Konnektivität selbstständig arbeiten kann. Ist eine Verbindung verfügbar, synchronisieren sich die Systeme mit der Cloud und ermöglichen Updates und Daten-Upload.

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Neben IBM ist unter anderem auch der Verein Promare, der sich für die Förderung der Meeresforschung einsetzt, federführend im Projekt MAS 400: „In Zusammenarbeit mit Ozeanographen und anderen Schiffen bietet MAS eine flexible, kostengünstige und sichere Option zur Erfassung kritischer Daten über den Ozean“, heißt es auf der Website mas400.com. „Es kann lange Zeit auf See verbringen, wissenschaftliche Ausrüstung tragen und seine eigenen Entscheidungen darüber treffen, wie seine Route und Mission optimiert werden kann.“ Auch nach der ersten Überfahrt von Plymouth nach Halifax soll das autonome Schiff Mayflower als Forschungsschiff weiter Daten sammeln.

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