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Beliebte Android-App K-9 Mail erhält erstes Update seit über einem Jahr

K-9 Mail könnte wieder eine echte Alternative werden. (Foto: Shutterstock)

Die unter Open-Source-Lizenz entwickelte Android-App K-9 Mail bekommt ein Update, das die total veraltete Optik auf das Level des moderneren Material Design heben soll.

Noch ist die angekündigte neue Version des E-Mail-Veteranen K-9 Mail weder in Googles Play Store noch bei F-Droid zu erhalten. Lediglich auf der GitHub-Heimat der App steht das Release 5.700 bereits als APK zum Download bereit. Hier müsst ihr auf „Assets“ klicken, um die Datei sehen und herunterladen zu können.

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K-9 im Material Design und mit höherer Geschwindigkeit

Die wesentliche Neuerung des ersten Updates seit September 2018 besteht darin, dass die App nicht mehr im fürchterlichen Holo-Design der Android-Vorzeit daherkommt. Vielmehr haben sich die Entwickler bemüht, eine Optik hinzubekommen, die sich an Googles Material Design orientiert.

Funktional gesehen ist das Update dagegen momentan noch ein Downgrade. Denn mit dem Update verliert K-9 zunächst die Fähigkeit zu IMAP-Push. Nachrichten werden so nicht mehr direkt zugestellt. Vielmehr schaut K-9 alle 15 Minuten in das Postfach und ruft die Mails dabei ab. Ebenso ist es nicht mehr möglich, WebDAV-Konten in K-9 hinzuzufügen.

So sieht K-9 Mail Version 5.700 aus. (Screenshots: t3n.de)

So sieht K-9 Mail Version 5.700 aus. (Screenshots: t3n.de)

Einrichtung von E-Mail-Konten etwas mühsam

K-9 setzt nun mindestens Android 5.0 voraus. Fraglich ist, ob damit noch jemand unterwegs ist. Die Einrichtung bestehender Accounts gestaltet sich wenig bequem und erinnert an die Vorzeit der E-Mail-Konfiguration. Denn anstelle der gängigen OAuth-Methode tragt ihr bei K-9 jeden eurer Accounts mit allen Detaildaten von Hand ein. Dann aber bietet K-9 auch einen gemeinsamen Posteingang über alle hinterlegten Accounts.

K-9 Mail ist in seiner Urform ein Fork des ersten Android-E-Mail-Clients, den Google seinerzeit entwickelt hatte. Deshalb findet sich in den Dokumenten immer noch Google als (Mit-)Urheber. Tatsächlich hat K-9 mit dem Google-E-Mail-Client von 2007 nicht mehr viel gemein.

t3n meint:

Erste Tests mit dem neuen Client zeigen einen performanten und übersichtlichen Vertreter seiner Zunft, der allerdings leichte Probleme mit der UTF-8-Kodierung zu haben scheint. Das ist jedoch nicht in allen Mails der Fall. Warten wir das finale Release ab.

Jedenfalls weiß K-9 in neuer Optik zu gefallen. Wenn die Entwickler jetzt noch das Feature-Downgrade umkehren, reicht es für eine volle Empfehlung.

Dieter Petereit

Passend dazu: Kennwörter werden an App-Entwickler übermittelt

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Ein Kommentar
Dennis
Dennis

Leider ein recht Artikel mit Fokuis aufs Design. Vor allem stört mich, dass da sehr oblerflächlich nach „neu ist schön, alt ist „fürchterlich“ geurteilt wird. Ich habe K9 so konfiguriert, dass ich weder vom Holo- noch vom aktuellen Design etwas sehe. Ich will ein schlankes Produktivwerkzeug und keine Klicki-Bunti-Oberfläche.

Die wichtige Info mit IMAP-Push geht fast völlig unter, danke für den Hinweis.

Auch die Kritik an der Mailkonfiguration kann ich nicht nachvollziehen. Auf diese Art habe ich die volle Kontrolle über den Mailzugang und muss nicht darauf hoffen, dass sich meine Interessen mit denen von Google, Web, oder anderen Anbietern decken. Ja, man muss 3 Minuten investieren, aber das macht man in der Regel einmalig und kann dann seine Konfiguration sogar exportieren.

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