Material Design

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Material Design ist eine Designsprache, die von Google entwickelt wurde, um Apps nutzerfreundlich und attraktiv zu gestalten. Sie orientiert sich dabei am 2010 von Microsoft erstmals genutzten Flat Design, das eher minimalistisch gehalten ist, verwendet dabei aber trotzdem viele Animationen und Schatten, um Objekte als Materialien darzustellen. Material Design wird seit 2015 in vielen (hauptsächlich Android-) Apps genutzt.

Bewährte Gestaltungsgrundsätze und nutzerfreundlicher Aufbau

Google bietet auch anderen Entwicklern APIs für die Implementierung der Designrichtlinien an. Im Material Design gibt es folgende Gestaltungsprinzipien, um Apps attraktiv und nutzerfreundlich zu gestalten:

  • Bilder: Der Abstand zwischen Bildern und Displayrand sollte möglichst gering gehalten werden und Bilder sollten randlos sein, damit es mehr Platz für Inhalte gibt und das visuelle Erlebnis intensiver ist.
  • Farben: Es sollte eine Akzentfarbe als Hauptfarbe gewählt werden, die der gesamten App eine einheitliche Nutzererfahrung verleiht. Farben sollten generell sehr auffällig ausgeführt werden, um das Branding hervorzuheben.
  • Flächen und Schatten: UI-Elemente sollen als einzige Flächen auf übereinander oder nebeneinander angeordneten Ebenen gestaltet werden. Durch Schatten soll dem Nutzer vermittelt werden, welche Flächen sich im Vordergrund bzw. im Hintergrund befinden.
  • Geeignete Bewegungselemente: Man sollte Animationen und Übergänge verwenden, um den Nutzer gezielt zu führen und für eine angenehme Benutzererfahrung zu sorgen.
  • Responsive Interaktionen: Zusätzlich zu einem grundsätzlichen Touch-Feedback sollten sich interaktive Flächen beim Berühren bewegen und Änderungen vom Kontaktpunkt aus strahlen.
  • Maße und Grenzlinien: Um die Ausrichtung und Größe des Inhalts zu optimieren, sollten diese an ein Grundlinienraster mit 8 dp angepasst werden.

Was unterscheidet Material Design von normalem Flat Design?

Beim Flat Design geht es in erster Linie um Ästhetik und Reduzierung, während im Material Design viel Wert auf die Optimierung der Benutzerfreundlichkeit und die Einhaltung physikalischer Gesetze gelegt wird. Dreidimensionale Ebenen oder Objekte sowie Schatten sind beim normalen Flat Design nicht vorgesehen und auch auf Buttons wird verzichtet. Als Nutzer muss man sich beim Flat Design also auf eine ganz neue Bedienlogik einlassen. Beim Material Design hingegen wird die Logik der materiellen Welt abgebildet, was eine eingängigere Nutzung ermöglicht. Durch animierte Übergänge sowie Licht und Schatten können Zusammenhänge besser visualisiert werden.

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