Test

Die besten Bluetooth-Kopfhörer mit Active-Noise-Cancelling (ANC) im Test

Sony WH-1000XM3. (Foto: t3n)

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Bluetooth-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) werden immer beliebter. Wir haben für euch einige der besten Modelle ausprobiert.

Mit ANC-Kopfhörern könnt ihr störende Geräusche der Außenwelt einfach herausfiltern. Das ist zum einen hilfreich, wenn ihr euch im Großraumbüro konzentrieren oder auf Reisen – etwa im Flugzeug oder im Zug – ungestört Musik hören (oder arbeiten) wollt. Mithilfe der aktiven Geräuschunterdrückung werden Umgebungsgeräusche per Mikrofon erfasst – Algorithmen erzeugen dann einen Gegenschall, der im Idealfall den Außenlärm neutralisiert.

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Gute Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung sind nicht sonderlich günstig: Ihr müsst im Regelfall zwischen 250 bis 400 Euro auf den Tisch legen. Aus diesem Grund haben wir uns einige der aktuellen Modelle angesehen und stellen sie euch vor. Bei den meisten Kopfhörern handelt es sich um Over-Ear-Modelle, einige On-Ear-Kopfhörer haben wir uns aber auch angesehen.

Sicher liegen mittlerweile True-Wireless-Ohrstöpsel im Trend, die meisten von ihnen besitzen aber keine aktive Geräuschunterdrückung, sondern lediglich eine passive, indem sie wie Ohrstöpsel euren Gehörgang abschließen. Nur Apples Airpods Pro, Sonys WF-1000XM3, Libratones Track Air Plus und die Sennheiser Momentum True Wireless 2 bieten einen gewissen Grad an aktiver Geräuschunterdrückung. Huaweis neue Freebuds 3 reduzieren die Außengeräusche leider nur minimal, wie wir feststellen konnten. An die Geräuchunterdrückung der Over- oder On-Ear-Kopfhörer kommen sie allesamt noch nicht heran.

Bose Noise Cancelling Headphones 700: Kaum Schwächen

Bose Noise Cancelling Headphones 700. (Foto: t3n)

Bose Noise Cancelling Headphones 700. (Foto: t3n)

ANC-Pionier Bose bietet mit seinen neuen Noise Cancelling Headphones 700 beinahe die Referenz auf dem Markt. Sie sind leicht, die Ohrpolster sind weich, aber nicht zu weich. Auf dem Kopf sitzen sie ausgezeichnet und stören auch nach mehren Stunden nicht. Der Sound der Headphones ist ausgewogen, aber druckvoll mit einer nicht zu übertriebenen Prise Bass. Laut Bose ist der neue Kopfhörer auch gut fürs Telefonieren geeignet – das können wir bestätigen: Man kann ihn sehr gut für Calls nutzen.

Das Noise-Cancelling funktioniert bose-typisch ausgezeichnet, sodass Außengeräusche zuverlässig herausgefiltert werden. Über einen Knopf an der linken Ohrmuschel lässt sich die Geräuschreduktion in drei Stufen – 0, 5 und 10 – regulieren. Zudem könnt ihr darüber den Akku-Ladestand erfahren.

Bose Noise Cancelling Headphones 700. (Foto: t3n)

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Steuerung der Lautstärke und Wiedergabe erfolgt über eine Touchoberfläche an der rechten Ohrmuschel, was nach einer gewissen Eingewöhnung zuverlässig funktioniert. Zum Aufrufen der jeweiligen Sprachassistenten wie Alexa, Siri oder Google Assistant befindet sich ebenso rechts ein dedizierter Button. Praktisch: Die Headphones lassen sich mit zwei Geräten – etwa einem Notebook und einem Smartphone – gleichzeitig verbinden, sodass ihr zwischen ihnen wechseln könnt. Hinsichtlich der Akkulaufzeit liegt der Bose bei etwa 20 Stunden – aufgeladen werden sie per USB-C-Port. Minuspunkt: Wenn die Kopfhörer geladen werden, kann man sie nicht per Bluetooth nutzen.

Während das Gesamtbild der neuen Bose-Headphones überwiegend positiv ausfällt, verstehen wir nicht, warum für die Verwendung der Smartphone-App das Anlegen eines Kontos erforderlich ist. Die App ist für Software-Updates und Anpassung der Soundeinstellungen jedoch eine sinnvolle Bereicherung.

ANC-Kopfhörer: Die Bose QC35II werden trotz des neuen 700 weiterhin verkauft. (Foto: t3n)

ANC-Bluetooth-Kopfhörer: Die Bose QC35II (rechts) werden trotz des neuen Modells weiterhin verkauft. (Foto: t3n)

Preislich sind die Bose Noise Cancelling Headphones 700 im 400-Euro-Bereich (UVP) verortet. Sie werden aber mittlerweile schon für um die 300 Euro verkauft*. Wer das zu teuer findet, aber dennoch nicht auf Bose-Sound verzichten will, kann noch zu den älteren Bose QC35 II greifen – sie werden weiterhin für um die 230 Euro verkauft.

Das gefällt:

  • Sehr gutes Noise-Cancelling
  • Guter Sound
  • Sehr guter Tragekomfort
  • Gute Telefoniefunktion

Das weniger: 

  • Lässt sich während des Aufladens nicht nutzen
  • Kontozwang für die Smartphone-App

Sony WH-1000XM3: Top Bluetooth-Kopfhörer für Ein-Geräte-Nutzer

Sony WH-1000XM3. (Foto: t3n)

Seht gute Bluetooth-Kopfhörer mit ANC: Sony WH-1000XM3. (Foto: t3n)

Einer von Boses größten Mitbewerbern auf dem ANC-Markt ist Sony: Der japanische Konzern hat mit den WH-1000XM3 eine entsprechende Alternative zum 700er-Modell in petto. In Sachen Noise-Cancelling liegen beide in etwa auf dem gleichen Niveau – wobei das Sony-Modell etwas stärker sein dürfte.

Wie die Bose 700 bestehen sie aus Kunststoff und sind sehr leicht, sodass sie auch bei stundenlangem Tragen nicht stören oder die Ohren schmerzen. Gesteuert werden die Kopfhörer über Buttons und eine bedienungsempfindliche Oberfläche an den Ohrmuscheln. Letztere dient etwa zur Lautstärkeregelung. Leider funktioniert sie nicht so zuverlässig wie die der Bose-Konkurrenz.

Sony WH-1000XM3. (Foto: t3n)

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Der Sound ist ausgewogen, warm und detailreich. Auch der Bass ist je nach Musikstück gut definiert. Zudem liefern die Sony-Headphones wie auch die Bose 700 eine gute Sprachverständlichkeit. Hinsichtlich der Laufzeit schafft Sonys Modell mit aktivem ANC bis zu 30 Stunden und übertrumpft in der Disziplin die Bose 700.

Wer mehre Geräte gleichzeitig mit Sonys XM3 verbinden will, guckt in die Röhre – ihr könnt immer nur eines koppeln, ein fliegender Wechsel zwischen Audioquellen ist nicht möglich. Die Sony-ANC-Kopfhörer sind ab 279 Euro* erhältlich.

Das gefällt:

  • Guter Klang
  • Top Noise-Cancelling
  • Kompakt zusammenklappbar

Das weniger: 

  • Nur eine Geräteverbindung auf einmal
  • Touchbedienung verbesserungswürdig

Bowers und Wilkins PX7: Edle Bluetooth-Kopfhörer mit tollem Sound

B&W PX7. (Foto: t3n)

B&W PX7. (Foto: t3n)

Mit dem PX7 liefert der britische Audiospezialist, der seit 2016 zu zum US-Unternehmen EVA Automation gehört, einen ANC-Kopfhörer aus edlen Materialien. Anstelle bei den Bügeln auf Kunststoff zu setzen, nutzt der Hersteller stabiles und leichtes Composite-Fiberglas. Damit konnte B&W das Gewicht im Vergleich zum Vorgänger reduzieren.

Die Geräuschunterdrückung unterstützt vier Modi: Auto, Niedrig, Hoch und Aus. In der höchsten Stufe sind kaum Außengeräusche wahrnehmbar, wie es sein soll. Allerdings lassen die Kopfhörer auch bei höchster Stufe Töne minimal durch, was in der Regel nicht stört. Praktisch ist zudem der Transparenzmodus, der durch einen längeren Druck auf den ANC-Wahlknopf die Außenwelt hörbar macht, um etwa mit Kollegen zu quatschen.

B&W PX7. (Foto: t3n)

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Die Steuerung erfolgt im Unterschied zu den Modellen von Bose und Sony nicht über eine Touchoberfläche, sondern dedizierte Knöpfe an der rechten Ohrmuschel, die leichter als berührungsempfindliche Flächen zu ertasten und bedienen sind. Praktisch ist zudem der automatische Wiedergabestopp der Musik, wenn man eine der Ohrmuscheln anhebt.

Beim Sound orientiert B&W sich beim PX7 am Vorgänger: Die Kopfhörer liefern einen kristallklaren, unaufgeregten detailgetreuen Klang, bei dem nahezu jedes einzelne Instrument herauszuhören ist. Der tolle Sound hinterlässt auch einen positiven Eindruck bei Sprache.

Wie bei den Bose-Headphones könnt ihr mehrere Geräte gleichzeitig verbinden und zwischen ihnen hin- und herwechseln. Geladen wird per USB-C-Buchse, in Sachen Laufzeit schaffen sie um die 30 Stunden mit ANC. Falls euch die PX7 zu groß sein sollten und ihr lieber On-Ears nutzt: Die PX5 bieten die gleichen Funktionen für weniger Geld. Die PX7 kosten knapp 400 Euro, die PX5 sind teilweise schon für unter 300 Euro* zu bekommen.

Das gefällt: 

  • Gutes Noise-Cancelling
  • Toller Sound
  • Gute haptische Bedienelemente
  • Tolle Verarbeitung, hochwertige Materialien
  • Pausiert beim Abnehmen automatisch
  • (Noch) verhältnismäßig teuer

Das weniger: 

  • Relativ schwer
  • Zurückhaltendes Design

Sennheiser Momentum 3: Toller Sound fürs Büro oder Zuhause

Sennheiser Momentum 3. (Foto: t3n)

Sennheiser Momentum 3. (Foto: t3n)

Sennheiser liefert mit seinem Momentum 3 einen ANC-Kopfhörer mit tollem Sound, der sich mit der Qualität der PX7 oder Sony vergleichen lässt. Die Kopfhörer entsprechen dem schon klassischen Sennheiser-Momentum-Design und sind hübsch anzusehen. Sie sind zwar zusammenklapp- und damit zugleich abschaltbar – sonderlich kompakt werden dennoch nicht. Das Transport-Etui ist ziemlich groß, sodass man kaum noch Platz für andere Utensilien im Gepäck oder Rucksack hat. Daher trägt man sie unterwegs dauerhaft am Körper oder lässt sie besser zu Hause respektive im Büro.

Abgesehen von der Größe überzeugen sie im Klang und der Geräuschunterdrückung, die sich mit der des B&W PX7 vergleichen lässt. Die Momentum 3 liefern einen für nahezu alle Musikrichtungen angepassten, ausgewogenen Sound, was auch für die Bässe gilt. Die Momentum 3 lassen sich auch gut zum Telefonieren nutzen – der Klang ist auf beiden Seiten top. Hier merkt man, dass Sennheiser Mikrofone baut.

Sennheiser Momentum 3. (Foto: t3n)

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Die Bedienelemente ähneln grob denen der PX7: Drei gummierte Knöpfe dienen zur Mediensteuerung, der mittlere ist etwas länger und besitzt eine Noppe zur haptischen Orientierung. Trotzdem ist die Bedienung gewöhnungsbedürftig, da die einzelnen Buttons nicht auf Anhieb unterschieden werden können. Darüber sitzt der ANC-Schalter, mit dem die Geräuschunterdrückung aktiviert respektive zwischen Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus gewählt werden kann. Unter den drei Mediensteuerungs-Buttons sitzt noch ein Button zur Aktivierung eines Sprachassistenten und zur Bluetooth-Kopplung. Wie bei allen anderen vorgestellten Modellen befinden sich zudem ein USB-C-Port zum Laden und ein Klinkeneingang an der Unterseite.

Die Momentum 3 sitzen bequem auf den Ohren – nicht zu fest und nicht zu locker, wodurch sie bei Bedarf auch stundenlang, wie etwa auf Langstreckenflügen getragen werden können. Nehmt ihr sie ab, um einer Durchsage oder einem Kollegen zu lauschen, wird die Wiedergabe pausiert. Beim Wiederaufsetzen wird die Wiedergabe fortgesetzt.

Vergleichsweise schwach auf der Brust sind die Momentum 3 in Sachen Akkulaufzeit: Während die Konkurrenz zum Teil auf über 30, aber meist locker über 20 Stunden kommt, müssen die Sennheiser-ANC-Kopfhörer schon nach etwa 17 Stunden ans Ladekabel. Immerhin: Im Unterschied zum Bose kann man sie dennoch weiternutzen. Mit einem Preis von um die 400 Euro* sind sie jedoch nicht sonderlich günstig.

Das gefällt:

  • Toller Sound
  • Top Verarbeitung
  • Gute Geräuschunterdrückung
  • Pausiert beim Abnehmen automatisch

Das weniger:

  • Recht kurze Laufzeit
  • Noch recht teuer

Beats Solo Pro: Bluetooth-Kopfhörer mit ANC für Apple-User

Beats Solo Pro. (Foto: t3n)

Beats Solo Pro. (Foto: t3n)

Apple-Tochter Beats bietet mit seinem Solo Pro einen On-Ear-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung an, der vom Sound besser ist als bisherige Beats-Produkte. Anstelle eines Powerbuttons werden die Headphones ähnlich wie die Jabra mit einem Ausklappen der Bügel aktiviert. Zusammengeklappt sind sie weit kompakter als die Over-Ear-Modelle, wodurch sie sich gut als Reisebegleiter eignen. Praktisch: Per beiliegendem Karabinerhaken lässt sich das Filz-Etui auch außen am Rücksack befestigen.

Die Solo Pro lassen sich zwar mit jeglichen Geräten verbinden, durch den H1-Chip, der etwa auch in den Airpods Pro zum Einsatz kommt, gibt es aber gewisse Vorteile für Apple-Nutzer: Der Chip bringt zum einen den bequemen Kopplungsprozess, zum anderen könnt ihr den Sprachassistenten Siri mit dem Hotword „Hey Siri“ nutzen. Außerdem unterstützen die Solo Pro die mit iOS 13.2 eingeführte Funktion „Nachrichten ankündigen“ – dabei können euch neue iMessages automatisch vorgelesen werden. Die Musikwiedergabe läuft währenddessen leise im Hintergrund weiter. Außerdem könnt ihr eure Musik, Videos oder Podcast per Sharing-Funktion mit anderen teilen, sofern sie auch Kopfhörer mit H1-Chip und mindestens iOS 13 installiert haben.

Beats Solo Pro. (Foto: t3n)

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Zusätzlich bieten die Beats-Kopfhörer guten Sound, der weniger basslastig als ältere Beats-Modelle und für nahezu jede Musikrichtung ausgelegt ist. Beim Telefonieren machen sie ebenso eine sehr gute Figur. Die Geräuschunterdrückung funktioniert ausgezeichnet und ist etwa auf Höhe eines B&W PX7 einzuordnen. Der Sitzkomfort der Solo Pro dürfte nicht jedem zusagen, vor allem Menschen mit großen Köpfen oder Brillenträgern könnten sie zu fest sitzen.

Bei der Akkulaufzeit könnt ihr mit aktivem ANC mit etwa 20 Stunden rechnen. Wer mehr als ein Gerät gleichzeitig verbinden will, guckt in die Röhr, die Solo Pro erlauben nur die Verbindung zu einem Gerät, wie etwa auch Sonys XM3 oder Apples Airpods Pro. Die Solo Pro kosten um die 300 Euro*.

Das gefällt:

  • Gute Geräuschunterdrückung
  • Guter Sound, nicht vergleichbar mit alten Beats-Kopfhörern
  • Leicht
  • Gute Verarbeitung
  • Sehr gut mit Apple-Produkten nutzbar

Das weniger:

  • Recht fester Sitz
  • Geräuschunterdrückung nicht ganz auf Bose- oder Sony-Niveau

Jabra Elite 85H: Gute ANC-Headphones für weniger Geld

Jabra 85h. (Foto: t3n)

Jabra 85h. (Foto: t3n)

Jabras ANC-Kopfhörer Elite 85H sind die günstigsten Modelle im Rennen und bisweilen für unter 200 Euro* zu bekommen. Die Ohrmuscheln sind teilweise wie die der B&W PX7 mit einer Art Stoff überzogen und verhältnismäßig leicht, aber dennoch top verarbeitet. Statt Touchbedienung befinden sich an der rechten Ohrmuschel eingearbeitete Tasten zur Lautstärkeregelung und Wiedergabesteuerung. Wie bei den PX7 von B&W pausiert die Audiowiedergabe automatisch, wenn ihr die Kopfhörer vom Ohr nehmt.

Die ANC-Funktion besitzt mehrere Stufen, zwischen denen ihr einerseits über einen Knopf an den Headphones wechseln könnt. In der Jabra-Plus-Smartphone-App stehen weitere Einstellungsoptionen zur Wahl. Etwa zur Individualisierung verschiedener Szenarien. Bei der Filterung der Außengeräusche ist der Jabra zwar nicht so effizient wie die Modelle von Bose oder Sony, dennoch schützen die Kopfhörer euch vor einem Großteil des unerwünschten Lärms. Man kann die ANC-Funktion in etwa mit der der Microsoft-Surface-Headphones vergleichen, die um einiges teurer sind.

Jabra 85h. (Foto: t3n)

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Beim Sound liegen die 85H ein Stück hinter den teuren Mitbewerbern aus dem Hause Sony oder B&W. Während an der Sprachausgabe – auch beim Telefonieren – nichts auszusetzen ist, klingt Jabras ANC-Kopfhörer eher neutral mit differenzierten Höhen und je nach Musik wenig definiertem Bass. Der Sound ist nicht per se schlecht, aber weniger brillant als bei höherpreisigen Modellen. Für die meisten Nutzer dürfte er kein Problem darstellen.

Hinsichtlich der Laufzeit müssen die Jabra 85H sich nicht hinter der teureren Konkurrenz verstecken: Sie schaffen mit einer Akkuladung um die 35 Stunden mit aktiver Geräuschunterdrückung, was ein sehr guter Wert ist.

Das gefällt: 

  • Gute Verarbeitung
  • Lange Laufzeit
  • Solide Geräuschunterdrückung
  • Pausiert beim Abnehmen automatisch
  • Gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Das weniger:

  • Design eher langweilig

Fazit: Es gibt nicht den besten ANC-Bluetooth-Kopfhörer

Nach dem Testen der Headphones stellen wir ohne allzu große Überraschung fest, dass es nicht den einen besten ANC-Bluetooth-Kopfhörer gibt. Jeder hat einen anderen Geschmack, was Design, Passform und Sound angeht. Zudem spielen auch die Bedienelemente und die Ansprüche an den Kopfhörer eine Rolle. Will ich sie überwiegend im Büro, zu Hause oder unterwegs auf Reisen einsetzen, wie viel Platz habe ich im Gepäck übrig und wie viel will ich überhaupt ausgeben?

Mein Favorit ist derzeit der Bose 700 – er ist leicht, sitzt komfortabel und liefert eine ausgezeichnete Geräuschunterdrückung. Einen besseren Sound liefern indes der B&W PX7 und Sennheisers Momentum 3 – beide besitzen auch die meiner Meinung nach bessere Steuerung. Letztere sind mir jedoch zu groß, um sie mit auf Reisen zu nehmen. Preislich spielen beide zudem in anderen Sphären als die von Bose oder Sony – Sonys kamen für mich trotz tollen Sound nicht infrage, da ich den Anspruch habe, mehrere Geräte gleichzeitig verbinden zu wollen. Außerdem fand ich die Steuerung zu unzuverlässig. Software-seitig könnte Sony beide Aspekte aus der Welt schaffen.

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13 Kommentare
David Knust
David Knust

Da ist euch aber ein gravierender Fehler unterlaufen! Der Sony Sonys XM3 unterstützt sehr wohl zwei Bluetooth Verbindungen!! Bitte das nochmal selbst testen!

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Andreas Floemer

Hi, ich hatte es getestet  und es unktionierte nicht. Seitdem könte Sony wohl ein Update nachgeschoben haben. Zur Klärung: Pairen kann ich zwei Geräte gleichzeitig, klar. Aber zwei Verbindungen gleichzeitig aufrechterhalten, wie es bei anderen getesteten Modellen möglich ist, geht nicht.

Antworten
Max
Max

Dass man den Momentum nicht zusammenklappen kann, ist nicht richtig. Sicher wird er nicht so kompakt wie andere, klappbar aber ist er.

Antworten
Andreas Floemer

Mein Fehler, selbstverständlich sind sie zusammenklappbar. Ich habe es präziser formuliert.

Antworten
Max
Max

So ist es besser formuliert. :)
Sehr gute Übersicht übrigens!

F. Drebin
F. Drebin

Und imho die besten Bluetooth In-Ear ANC-Kopfhörer sind aktuell Apple AirPods Pro…

Antworten
Andreas Floemer

Die habe ich oben auch erwähnt. Hier geht es in erster Linie um ANC-BT-Kopfhörer. Um die True-Wireless-Earbuds wie Airpods Pro kümmere ich mich in einem anderen Artikel.

Antworten
F. Drebin
F. Drebin

Super, da freue ich mich drauf :)

Chris
Chris

Gibt es noch ein Model das keinen fest verbauten Akku sondern eine AAA Batterie als Stromquelle nutzt? Ist der Akku kaputt muss man im Regelfall den ganzen Kopfhörer wegwerfen, was sich als wenig nachhaltig erweist.

Antworten
Andreas Floemer

Hi, es gibt tatsächlich Modelle mit austauschbarem Akku. Testen konnte ich sie leider nicht – beiden werden jedoch nicht mehr hergestellt.
Bang & Olufsen Beoplay H9i: https://www.amazon.de/dp/B078HSVK7M
Teufel Mute BT: https://www.amazon.de/dp/B01MU2L8GE

Antworten
despasito
despasito

Derzeit haben die besten Kopfhörer FEDERAL 40. Hergestellt aus echten Patronenhülsen.

Antworten
Matthias
Matthias

Habt ihr die neuen Luxus-ANC-Kopfhörer von Montblanc schon getestet?
https://www.montblanc.com/de-ch/collection/new-tech/headphones.html

Antworten
Nico
Nico

Großes Manko der neuen Bose 700 ist, dass sie nicht faltbar sind.

Antworten

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