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Astronomen wollen Rätsel um Beteigeuze gelöst haben – aber ein Forscher warnt

Beteigeuze ist einer der größten Sterne des Universums und rund 700 Mal größer als unsere Sonne. Jetzt wollen Astronom:innen das Rätsel um die Helligkeitsschwankungen des Roten Überriesen gelöst haben. Aber stimmt das?

2 Min.
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Beteigeuze in einer Aufnahme der Nasa-Raumsonde(n) Stereo. (Bild: Nasa/Stereo/HI)

Der Rote Überriese Beteigeuze (internationale Bezeichnung: Betelgeuse) stellt die Forschung immer wieder einmal vor Rätsel. So war der riesige Stern Ende 2019 und Anfang 2020 sichtbar schwächer geworden. Für Beobachter:innen ein Anzeichen für eine bevorstehende Supernova.

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Beteigeuze mit Helligkeitsschwankungen

Mittlerweile ist belegt, dass Beteigeuze wohl vorübergehend von einer riesigen Staubwolke verdeckt worden war und deshalb dunkler erschien. Vor ein Rätsel stellen die Forscher:innen zudem schon länger die Helligkeitsschwankungen des Sterns, die ungefähr im Sechsjahrestakt stattfinden.

Solche langen Perioden kann die Forschung bisher nicht erklären. Zudem stellen sich die Veränderungen der Lichtkurve in einem anderen Rhythmus dar als die Pulsation. Hieße, der Rote Überriese wäre irgendwie außer Takt, wie scinexx.de berichtet.

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Hat Beteigeuze einen Partnerstern?

Jetzt will ein Team um den Astronomen Jared Goldberg vom Flatiron Institute in New York eine Lösung für dieses Phänomen gefunden haben: einen stellaren Begleiter. Nur, wenn Beteigeuze ein Doppelstern wäre, so die Forscher:innen, wären die sekundären Helligkeitsschwankungen zu erklären.

In diesem Fall würden die alle sechs Jahre stattfindenden Schwankungen der Helligkeit einfach den Umläufen des Partnersterns entsprechen. Einen zusätzlichen Effekt sehen die Forscher:innen in der Verteilung des in der Umlaufbahn befindlichen Staubs.

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Dieser werde weniger dicht, wenn der Begleitstern vorbeiziehe. Insgesamt erscheint uns Beteigeuze dann durch den zweiten Stern und den weniger dichten Staub sehr viel heller.

Warum wurde Alpha Orionis B noch nicht entdeckt?

Die Frage ist allerdings, wie es sein kann, dass ein so gut untersuchter und überaus heller Stern seinen möglichen Begleiter so lange verbergen konnte. Letzteres ist laut den Forscher:innen auch schon einer der Hauptgründe. Denn Beteigeuze dürfte den Partnerstern (Alpha Orionis B) bei Weitem überstrahlen.

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Den Berechnungen zufolge soll der Begleitstern nur rund 1,7 Sonnenmassen schwer sein. Zum Vergleich: Beteigeuze bringt 18 Sonnenmassen auf die Waage. Zudem soll Alpha Orionis B relativ nah um seinen riesigen Partner kreisen. Darüber hinaus erschwerten das starke Pulsieren und die Helligkeitsschwankungen die Identifizierung des kleineren Sterns.

Die Forscher:innen haben angekündigt, Beobachtungszeit bei einem der großen Teleskope zu beantragen, um das mögliche Doppelsternsystem noch genauer unter die Lupe nehmen zu können. Ihre bisherigen Forschungsergebnisse haben sie auf dem Preprint-Server arxiv.org veröffentlicht. Eine wissenschaftliche Prüfung steht noch aus.

Beweise fehlen, Statistik spricht für Doppelstern

Allerdings erklärte der französische Astronom Miguel Montargès von der Universität Sorbonne in Paris gegenüber Gizmodo, dass in den vergangenen Jahren schon mehrmals Belege für einen Begleitstern von Beteigeuze vorgetragen worden seien. Alle hätten sich letztlich aber als falsch erwiesen.

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Die besten Weltraumfotos des Jahres Quelle: Foto: Nasa

Ungewöhnlich wäre eine Begleitstern für Beteigeuze aber nicht, wie Montargès einräumt. Schließlich würden – statistisch gesehen – so riesige Sterne wie Beteigeuze nur selten ohne einen Partnerstern „geboren“.

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