Ratgeber

Die besten Bluetooth-Kopfhörer für Webworker und Audiophile

Bild: Teufel

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Den richtigen Bluetooth-Kopfhörer zu finden ist nicht leicht. In unserem Ratgeber zeigen wir, worauf ihr beim Kauf achten müsst, und stellen euch einige empfehlenswerte Modelle vor.


Spätestens seitdem Apple beim iPhone 7 den 3,5-mm-Audioausgang gestrichen und seine drahtlosen Airpods vorgestellt hat, rücken Bluetooth-Kopfhörer für viele Nutzer wieder in die engere Auswahl. Wer seine Headphones häufig mit dem Smartphone nutzt, hat vielleicht schon mal mit einer drahtlosen Variante geliebäugelt, während Sound-Puristen auf kabelgebundene Modelle schwören. Dass drahtlos jedoch nicht unbedingt mit schlechtem Klang gleichzusetzen ist, beweisen gleich mehrere der von uns getesteten Kopfhörer. Bevor ihr euch jedoch die Frage stellt, welches Modell am besten klingt, solltet ihr einige zusätzliche Überlegungen anstellen. Wenn ihr einen Bluetooth-Lautsprecher statt Bluetooth-Kopfhörer sucht, findet ihr hier Abhilfe.
Bügelkopfhörer eignen sich in der Regel besser für den Einsatz im Büro. Bild: Bowers & Wilkins

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In-Ear oder Bügelkopfhörer?

Als erstes solltet ihr überlegen, ob ihr ein In-Ear-Modell oder einen Bügelkopfhörer bevorzugt. Letztere Kategorie lässt sich noch in On-Ear und Over-Ear unterscheiden. Während On-Ear-Kopfhörer in der Regel kleiner ausfallen, sind Over-Ear-Kopfhörer meist bequemer zu tragen. Die gewöhnliche In-Ear-Bauform erfreut sich bei den meisten Nutzern großer Beliebtheit, weil die Kopfhörer klein und damit maximal portabel sind und sich außerdem für sportliche Aktivitäten eignen. Die beiden Ohrstücke sind in der Regel mit einem Kabel verbunden und werden direkt in das Ohr gesteckt. Im Vergleich zu den Bügelmodellen bietet diese Variante jedoch häufig eine schlechtere Klangqualität. Wir stellen euch auf der dritten Seite dieses Artikels drei In-Ear-Modelle vor, der Fokus liegt aber ganz klar auf Bügelkopfhörern, da sie sich sowohl für Webworker als auch für audiophile Nutzer besser eignen.

Bügelkopfhörer eignen sich in der Regel besser für den Einsatz im Büro. Bild: Bowers&Wilkins

Bügelkopfhörer eignen sich in der Regel besser für den Einsatz im Büro. Bild: Bowers & Wilkins

Bügelkopfhörer unterteilen sich in On-Ear-Modelle und die Over-Ear-Variante. On-Ears sind häufig kompakter und nehmen weniger Platz weg, wenn sie verstaut werden. Einige Nutzer finden diese Variante aufgrund der geringeren Größe auch ästhetischer. Nachteilig wirken sich eine häufig geringere Isolation und ein schlechterer Tragekomfort aus. On-Ear-Modelle lassen in der Regel sowohl mehr Sound nach außen als auch Außengeräusche an das Ohr des Trägers. Besonders Brillenträger verspüren oft einen unangenehmen Druck beim Tragen. Insgesamt tendieren On-Ears dazu, schneller unangenehm zu werden als Over-Ears. Das hängt allerdings auch stark von der jeweiligen Bauform und den verwendeten Materialien ab.

Bei Over-Ear-Kopfhörern umschließt die Ohrmuschel das gesamte Ohr. Das wirkt sich nicht nur positiv auf den Tragekomfort – besonders bei längeren Sessions – sondern auch auf die Isolierung aus. Es dringen weniger Außengeräusche durch, und auch die gehörte Musik dringt nicht so leicht an die Umgebung. Dazu kommt noch der große Vorteil, dass Over-Ears in der Regel eine bessere Klangqualität als andere Bauformen bieten. Die Vorteile, die sich aus der Größe der Kopfhörer ergeben, bezahlt man damit, dass man mehr mit sich schleppen muss und der Kopfhörer wesentlich mehr Platz in der Tasche in Anspruch nimmt.

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Bluetooth-Kopfhörer: Darauf solltet ihr beim Kauf achten

Egal für welchen Zweck ihr den passenden Kopfhörer sucht – beim Kauf gibt es neben dem Preis und der Klangqualität noch einige weitere Aspekte, die ihr beachten solltet.

In-Ear-Kopfhörer sind für sportliche Aktivitäten meist das bevorzugte Modell. Bild: Beats

In-Ear-Kopfhörer sind für sportliche Aktivitäten meist das bevorzugte Modell. Bild: Beats

Bauart

Als erstes solltet ihr euch die Frage der Bauart stellen, deren Antwort ganz maßgeblich vom primären Einsatzzweck abhängt. Wer auf die schnelle Berieselung aus ist oder den richtigen Kopfhörer für das Jogging sucht, ist wahrscheinlich mit einem In-Ear-Modell gut beraten. Wenn ihr jedoch im Büro oder Co-Working-Space euren Lieblings-Tunes lauschen wollt, dann sollten es eher Bügelkopfhörer werden, um Kollegen und andere Anwesende nicht zu stören. Dann solltet ihr allerdings darauf achten, dass ihr euch für einen geschlossenen Bügelkopfhörer entscheidet. Bügelkopfhörer, die an den hinteren Ohrmuscheln offen sind, weisen zwar eine größere Klangbühne auf, sind aber schlechter isoliert und lassen daher Sound nach außen.

Verarbeitung und Komfort

Eine wichtige Rolle spielen die Verarbeitung und der Tragekomfort. Es lohnt sich, die Kopfhörer, die es in die engere Auswahl geschafft haben, vor dem Kauf beim Händler in die Hand zu nehmen und auch aufzusetzen. Kopfhörer, die nicht gerade sündhaft teuer sind und dauerhaft an der Stereoanlage verweilen, sind ein Gegenstand, den ihr häufiger mit euch herumtragt. Eine hochwertige Verarbeitung minimiert unter anderem die Gefahr, dass euer Modell später im Rucksack oder einer anderen Tasche zu Schaden kommt. Außerdem wird sich der Kopfhörer nicht so schnell abnutzen.

Bei einem Bluetooth-Kopfhörer kommt es unter anderem auf eine hochwertige Verarbeitung an. Bild: Sennheiser

Bei einem Bluetooth-Kopfhörer kommt es unter anderem auf eine hochwertige Verarbeitung an. Bild: Sennheiser

Schaut euch zuerst den Bügel an. Ist er ausschließlich aus billigem Plastik konstruiert, oder kommen auch Metallteile zum Einsatz? Wie sieht es mit der Polsterung des Bügels aus? Auch hier sollte man hochwertigen Materialien den Vorzug geben. Darüber hinaus sollte die Polsterung großzügig bemessen und in erster Linie möglichst weich sein. Ähnliche Überlegungen solltet ihr anstellen, wenn ihr euch die Ohrmuscheln und deren Polsterung anseht. Hochwertige Materialien sind aber nicht in jeder Situation besser. So kann eine Ohrmuschelpolsterung aus Echtleder beispielsweise dazu führen, dass ihr im Sommer ins Schwitzen kommt. Es kann auch nicht schaden, ein Modell zu wählen, bei dem sich die Ohrmuschel oder die Polsterung der Ohrmuscheln austauschen lässt.

Klangqualität

Natürlich spielt die Klangqualität eine ganz große Rolle. Das Problem damit ist allerdings, dass dieser Aspekt ein sehr subjektiver ist. Dazu kommt, dass das Klangbild eines Kopfhörers perfekt auf eine bestimmte Musikrichtung ausgerichtet sein kann, das Modell aber bei einem anderen Stil enttäuscht. Aus diesem Grund ist definitiv zu raten, dass man nach einer ersten Vorauswahl die in Frage kommenden Kopfhörer – am besten mit der eigenen Lieblingsmusik – probehört. Wir versuchen euch bei den getesteten Kopfhörern zwar den Klang möglichst objektiv zu beschreiben, aber was uns daran gefällt, muss nicht unbedingt auch euch gefallen.

Geräuschunterdrückung

Vielleicht besteht ein Hauptkriterium für euch darin, störende Geräusche beim Arbeiten auszublenden. Wer sich im Sommer bei geöffnetem Fenster von dem Presslufthammerlärm der Baustelle direkt vor dem Büro oder vom Flurfunk und Smalltalk der Kollegen schnell ablenken lässt, der sollte Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung wählen. Auch wenn Noise-Cancelling-Technologie besonders bei gleichmäßigen Außengeräuschen wie beispielsweise im Zug oder Flugzeug wirkt, können entsprechende Kopfhörer auch Gespräche im Umfeld zumindest dämpfen.

Mikrofon und Freisprecheinrichtung

Egal, ob ihr den Kopfhörer während der Arbeit oder in der Freizeit einsetzen wollt – sobald ihr plant, ihn auch am Smartphone zu nutzen, solltet ihr euch für ein Modell mit integrierter Freisprecheinrichtung entscheiden. Die meisten Kopfhörer, die dieses Feature bieten, integrieren auch Bedienelemente zum Annehmen von Telefonaten. Auch hier lohnt es sich, die Klangqualität selbst bei einem kurzen Test zu beurteilen.

Bedienelemente

Bedienelemente für die Steuerung der Lautstärke und Wiedergabe sowie für Telefonfunktionen finden sich je nach Modell entweder an einem Kabel (schlecht bei Bluetooth-Kopfhörern, da ihr dann doch wieder ein Kabel am Kopfhörer baumeln habt) oder direkt an der Ohrmuschel. Nicht jede Lösung lässt sich intuitiv und bequem bedienen, sodass ihr auch diesem Bereich vor dem Kauf Aufmerksamkeit schenken solltet.

Bild: Teufel

Bluetooth-Kopfhörer mit Bedienelementen direkt an der Ohrmuschel garantieren einen komplett kabellosen Betrieb. Bild: Teufel

Laufzeit

Egal um welches drahtlose Produkt es geht, sollte man stets auch die minimale Laufzeit in Betracht ziehen. Das gilt natürlich auch für Bluetooth-Kopfhörer, denn nichts ist ärgerlicher, als das Haus mit einem fast leeren Kopfhörer zu verlassen. Mittlerweile glänzen viele Modelle mit Laufzeiten von 20 Stunden und mehr, aber es existieren auch Varianten, die deutlich schneller schlapp machen.

Komprimierung und unterstützte Standards

Der Grund dafür, dass Audiofetischisten beim Gedanken an Bluetooth-Kopfhörer bisher Pickel bekamen, ist die Qualität des Standard-Bluetooth-Übertragungsprotokolls A2DP. Das Audiosignal wird bei der Übertragung komprimiert, was zu Verlusten bei der Klangqualität führt. Mittlerweile gibt es bessere Standards als A2DP, die aber das Signal bei der Übertragung ebenfalls komprimieren. Allerdings geht das bei Lösungen wie beispielsweise AAC oder aptX nicht so dramatisch auf Kosten der Klangqualität. Während es sich bei AAC um einen Apple-Codec handelt, ist aptX ein offener Standard. Einige wenige Hersteller setzen sogar schon auf aptX HD. Wichtig bei der Kaufentscheidung ist nicht nur, ob die gewünschten Kopfhörer den Standard unterstützt. Natürlich sollte der entsprechende Codec auch vom Wiedergabegerät unterstützt werden.

Bluetooth-Kopfhörer mit Bügel

Teufel Airy

Bild: Teufel

Der Teufel Airy ist eine besonders kostengünstige Alternative. Bild: Teufel

Der Teufel Airy* ist der günstigste Bluetooth-Kopfhörer in unserem Testfeld. Das Over-Ear-Modell schlägt sich aber trotz des geringen Preises passabel. Das kommt nicht überraschend, denn Teufel ist durchaus bekannt dafür, gute Sound-Qualität abzuliefern. Beim Airy will der Hersteller besonders mit Bluetooth 4.0, aptX, NFC, einer Freisprecheinrichtung und einer Akkulaufzeit von 20 Stunden punkten. Der Kopfhörer lässt sich allerdings auch kabelgebunden betreiben.

Für die Preisklasse kann der Airy beim Sound absolut überzeugen. Das gilt sowohl für die Bässe als auch für die Höhen und Mitten. Insgesamt klingt das Modell knackig und trennt Stimmen von Instrumenten gut. Audio-Nerds freuen sich über einen Frequenzbereich von 20 bis 19.500 Hz. Auch wenn dieser Kopfhörer kein aktives Noice-Cancelling bietet, werden Außengeräusche erstaunlich gut abgeschirmt.

Die Verarbeitung kann ähnlich wie die Klangqualität überzeugen. Zwar besteht der Bügel aus Plastik und die Polsterung aus Gummi, aber dennoch vermittelt der Airy einen hochwertigen Eindruck. Auch optisch macht er eine gute Figur, da der Kopfhörer schlicht und elegant designt wurde. An der rechten Seite finden sich neben einer Wiedergabe/Pause-Taste auch Tasten für das Vor- und Zurück-Skippen sowie ein Lautstärkedrehrad. Beim Tragekomfort werden sich die Geister scheiden, denn der Airy sitzt recht stramm. Nach ein paar Tagen im Einsatz gewöhnt man sich jedoch an den festen Sitz.

Im Bluetooth-Betrieb hält der Teufel Airy rund 20 Stunden durch und ist nach etwa vier Stunden wieder voll aufgeladen. Der Bluetooth-Kopfhörer kostet rund 120 Euro.

  • Pro: geringer Preis, gute Laufzeit, überzeugender Klang, aptX, NFC
  • Contra: Freisprecheinrichtung verbesserungswürdig, Tragekomfort nicht für jeden, Lautstärkedrehrad nicht überzeugend
  • Preis (UVP): 120 Euro

Marshall Monitor Bluetooth

Der Marshall Monitor Bluetooth überzeugt mit einem ausgewogenen Klangbild. (Bild: Marshall)

Der Marshall Monitor Bluetooth ist das erste Over-Ear-Modell des Herstellers, das nicht kabelgebunden ist. Die Headphones bieten bei Sound und Verarbeitung eine den Kosten angemessene Qualität.

Beim Klang macht der Monitor Bluetooth nicht viel falsch. Das liegt sicher daran, dass die Headphones recht wenig auf Tuning setzen, sondern eher einen klaren Sound abliefern. Das führt allerdings auch dazu, dass der ein oder andere Hörer den Bass als zu dezent empfinden könnte. Den besten Eindruck macht der Kopfhörer bei rockiger Musik. Insgesamt überzeugt die Sound-Qualität mit einem ausgewogenen, klaren Klang.

Der Marshall Monitor Bluetooth sieht äußerlich genauso aus wie die kabelgebundene Variante. Die Headphones setzen auf schwarzes Vinyl und tragen den typischen weißen Schriftzug. Die Ohrmuscheln umschließen das Ohr. Insgesamt überzeugt die Verarbeitung des Modells unter anderem mit handvernähten Polstern. Ebenfalls ein Hingucker ist der metallene Lautstärkeregler an einer der Ohrmuscheln.

Das Bluetooth-Modell von Marschall hält mit fast 30 Stunden außergewöhnlich lange durch und kostet rund 170 Euro.

 

  • Pro: aptX, lange Laufzeit, Außengeräusche werden ausreichend gefiltert, ausgewogener Klang
  • Contra: Nicht sonderlich basslastig, keine Active-Noice-Cancellation
  • Preis (UVP): 170 Euro

Sony MDR-ZX770BN

Bild: Sony

Der Sony MDR-ZX770BN hat unter anderem aktives Noise-Cancelling an Bord. Bild: Sony

Der Sony MDR-ZX770BN* kommt in einem unaufdringlichen Design daher und will besonders mittels des aktiven Noise-Cancelling überzeugen. Für das Modell, dem auch ein 1,20 Meter langes Kabel beiliegt, sprechen darüber hinaus unter anderem der verhältnismäßig geringe Preis, eine passable Laufzeit und ein gut ausbalancierter Sound.

Das Sony-Modell liefert zuverlässig einen sauberen und gut ausbalancierten Klang, der allerdings bei all der erreichten Präzision manchmal ein wenig steril und kalt wirkt. Insgesamt schwingt das Klangpendel eher in den Bassbereich, und der Frequenzbereich wird von acht bis 22.000 Hz angegeben. Die unterschiedlichen Frequenzen sind auch harmonisch und klar definiert, wenn die Lautstärke ordentlich aufgedreht wird. Im Bluetooth-Betrieb lassen sich drei unterschiedliche Klangmodi auswählen, die sowohl Einfluss auf die Klangqualität als auch auf die Bluetooth-Reichweite haben. Wer den Kopfhörer zum Tätigen von Anrufen nutzt, muss leider Einbußen bei der Klangqualität hinnehmen.

Das Design des MDR-ZX770BN ist Sony-typisch: funktional mit einer kleinen Prise Extravaganz – insgesamt aber unaufdringlich. Die Ohrmuscheln lassen sich um 90 Grad umklappen, so dass sich der Kopfhörer leichter verstauen lässt. In Sachen Bedienelemente hat es Sony fast schon ein wenig übertrieben. Zum einen findet sich rechts ein Schieberegler-Knopf, der für Play, Pause, Anruf annehmen, Anruf ablehnen und das Skippen von Tracks zum Einsatz kommt. Darüber hinaus gibt es einen Lautstärkeregler sowie einen Power-Knopf und einen Knopf zum Ein- und Ausschalten der Geräuschunterdrückung. Der Tragekomfort des Kopfhörers ist durchaus passabel, was unter anderem an dem verhältnismäßig geringen Gewicht liegen dürfte.

Der MDR-ZX770BN hält rund 13 Stunden durch und ist nach rund drei Stunden wieder aufgeladen. Der Preis des Sony-Kopfhörers beläuft sich auf rund 180 Euro.

  • Pro: gut ausbalancierter Sound, gutes Noice-Cancelling, große Bluetooth-Reichweite, geringer Preis, aptX, AAC, NFC
  • Contra: Soundqualität bei Anrufen nicht optimal, teils zu geringe Lautstärke
  • Preis (UVP): 180 Euro

Beats Solo 3 Wireless

Bild: Beats

Den Beats Solo 3 Wireless gibt es in unterschiedlichen Farbkombinationen. Bild: Beats

Der Beats Solo 3* gehört zu den wenigen Kopfhörern, die den in den Airpods verbauten W1-Chip enthalten und sich somit besonders für die Nutzung im Zusammenspiel mit einem iPhone 7 eignen. Selbst Nutzer anderer Geräte profitieren von dem Chip, da er im Bluetooth-Betrieb zu besonders langen Laufzeiten von bis zu 40 Stunden führt.

In Sachen Klangqualität waren Kopfhörer von Beats immer schon umstritten. Menschen, die beispielsweise auf Hiphop oder elektronische Musik stehen, schwören auf den basslastigen Klang. Wer allerdings Genres mit einem dynamischeren Klangspektrum bevorzugt, wird mit dem Beats-typischen Klang nicht warm werden. Auch wenn sich im Vergleich zu den Vorgängermodellen einiges zum Besseren gewendet hat, mangelt es auch dem Solo 3 an klar abgegrenzten Höhen und Mitten. Wer seine Musik gerne laut hört, wird erstaunt sein, wie laut das mit dem Beats möglich ist. Einziger Nachteil daran: Die Kopfhörer sind nicht sonderlich gut isoliert, sodass ihr eure Playlist ab etwa 60 Prozent der Lautstärke mit eurer Umgebung teilt.

Viel Plastik und Kunstleder sind die vorherrschenden Materialien am Solo 3. Daraus resultiert immerhin ein vergleichsweise geringes Gewicht. Das Design erinnert an den Vorgänger und dürfte bei einer jüngeren Zielgruppe auch weiterhin für Zuspruch sorgen. Die Steuerung erfolgt direkt über die Ohrmuschel. Bei einem Druck auf das große Logo lässt sich die Wiedergabe starten und stoppen. Ein Druck oberhalb oder unterhalb des Logos steuert die Lautstärke. Insgesamt ist der Kopfhörer komfortabel, allerdings macht er sich nach rund anderthalb Stunden unangenehm bemerkbar, wenn man zeitgleich eine Brille trägt. Darüber hinaus wärmen sich die Ohren bei längerer Nutzung schnell auf. Im Winter ist das durchaus angenehm, aber im Sommer dürfte es dem ein oder anderen zu warm werden.

Auch wenn wir nach unserem Test bezweifeln, dass die angegebene Laufzeit von 40 Stunden zutreffend ist, lässt sich festhalten, dass der Beats Solo 3 Wireless sehr lange durchhält. Mittels einer Fast Fuel getauften Funktion lassen sich binnen fünf Minuten drei Stunden Laufzeit aufladen. Das ist besonders praktisch, wenn man, kurz bevor man sich auf den Weg macht, bemerkt, dass der Kopfhörer fast leer ist. Der Beats Solo 3 Wireless ist für rund 300 Euro zu haben.

  • Pro: Apple W1-Chip, vorbildliche Bluetooth-Performance, leicht und komfortabel, außergewöhnliche Laufzeit, tolle Bässe, große Reichweite
  • Contra: Alle Vorteile nur mit iOS-Gerät verfügbar, wenig dynamischer Sound, Klang nicht für jeden Musikgeschmack geeignet, Verarbeitungsqualität für die Preiskategorie nicht adäquat
  • Preis (UVP): 300 Euro

Bose Quietcomfort 35

Bild: Bose

Der Bose Quietcomfort 35 ist der unangefochtene Sieger bei der aktiven Geräuschunterdrückung. Bild: Bose

Der Bose Quietcomfort 35* kann nicht nur wie fast alle getesteten Modelle via Kabel oder Bluetooth genutzt werden. Es ist auch möglich, ihn mit zwei Geräten gleichzeitig zu koppeln. Das ist besonders für Webworker interessant, die auf diese Weise zwischen dem Musikhören auf dem Rechner und einem eingehenden Anruf auf dem Smartphone wechseln können.

Klanglich kann der Bose Quietcomfort 35 überzeugen und liefert ein insgesamt rundes Bild. Im Klangbild finden sich sowohl klare Höhen als auch satte Bässe. Für unseren Geschmack waren die Mitten allerdings etwas zu ausgeprägt, was besonders bei klassischer Musik zu einem etwas gequetschtem Sound führen kann. Dennoch ist die Klangqualität für einen drahtlosen Kopfhörer mehr als ausreichend. Auch bei Telefonaten bietet sich hier wenig Raum für Beanstandungen. Besonders glänzt der Bose Quietcomfort 35 aber bei der aktiven Geräuschunterdrückung, die zum Besten gehört, was derzeit möglich ist. Die besten Resultate erzielt man im Bassbereich, womit sich das Noise-Cancelling insbesondere für das Herausfiltern von Umgebungsgeräuschen im Auto, Zug oder Flugzeug eignet. Allerdings funktioniert die Lärmreduzierung so gut, dass man sie im Großraumbüro ganz gerne mal aktiviert – ohne überhaupt Musik zu hören – um konzentriert arbeiten zu können.

Der Quietcomfort 35 macht einen stabilen Eindruck, obwohl es sich um einen sehr leichten und eher filigranen Kopfhörer handelt. Das Design mutet etwas langweilig an, was sicherlich daran liegt, dass Bose sich seit geraumer Zeit bezüglich des Looks der hauseigenen Kopfhörer treu geblieben ist. Das ist nicht unbedingt schlecht und wie in allen ästhetischen Belangen immer auch Geschmackssache. Sehr gelungen ist in jedem Fall die Bedienung des Quietcomfort 35. Exemplarisch hervorzuheben in diesem Zusammenhang  sind Sprachanweisungen beispielsweise für das Pairing und Sprachinformationen über den Ladestand der Kopfhörer. Das Modell von Bose sitzt sehr bequem und macht auch beim gleichzeitigen Tragen einer Brille selbst bei längerer Nutzung keinerlei Probleme. Das liegt unter anderem an dem weich gepolsterten Bügel und  den wohlgeformten sowie gut gepolsterten Ohrmuscheln.

Der Quietcomfort 35 von Bose hielt in unserem Test knapp 20 Stunden durch und ist für rund 380 Euro erhältlich.

  • Pro: Überragende Geräuschunterdrückung, sehr guter Tragekomfort, lange Laufzeit, gute Klangqualität, NFC
  • Contra: uninspiriertes Design, etwas zu viele Mitten beim Klangbild
  • Preis (UVP): 380 Euro

Sennheiser PXC 550 Wireless

Bei einem Bluetooth-Kopfhörer kommt es unter anderem auf eine hochwertige Verarbeitung an. Bild: Sennheiser

Der Bluetooth-Kopfhörer von Sennheiser punktet besonders mit seiner Klangqualität. Bild: Sennheiser

Wenn du großen Wert auf eine gute Geräuschunterdrückung legst, dann ist der Sennheiser PXC 550 Wireless* eine gute Alternative zum Bose Quietcomfort 35, der allerdings weiterhin in dieser Kategorie unangefochtener Platzhirsch bleibt. Im Vergleich zu dem Modell von Bose macht der Sennheiser jedoch in Bezug auf das Design und die verarbeiteten Materialien einen höherwertigen Eindruck. Darüber hinaus punktet der PXC 550 Wireless mit einigen besonders nutzerfreundlichen Features.

Der Kopfhörer bietet über unterschiedliche Musikstile hinweg einen überaus ausgewogenen und klaren Klang. Wer also Wert auf Klangqualität legt und gleichzeitig gerne einen drahtlosen Kopfhörer nutzen möchte, ist bei Sennheiser gut aufgehoben. Die Geräuschunterdrückung funktioniert einwandfrei, auch wenn sie in der maximalen Einstellung ein wenig hinter der Bose-Konkurrenz zurückbleibt. Dafür lässt sich das Noise-Cancelling bei Sennheiser nicht nur ein- und ausschalten, sondern es wird auch ein adaptiver Modus geboten, mittels dem der Nutzer die Geräuschunterdrückung via App manuell justieren kann.

Der PXC 550 ist mit den silbernen Details, den schlanken Ohrmuscheln, den Lederpolstern und dem mattschwarzen Finish nicht nur ein Ohren-, sondern auch ein Augenschmaus. Der Kopfhörer sieht schick aus und ist dabei überaus komfortabel zu tragen. Auch längere Sessions lassen das Modell nicht zu einem unangenehmen Fremdkörper auf dem Kopf werden. Das Design profitiert auch davon, dass die Bedienelemente recht diskret positioniert wurden. Tasten für das Skippen von Tracks, das Annehmen von Anrufen und für das Regeln der Lautstärke sucht man vergeblich. Das liegt daran, dass Sennheiser beim PXC 55 auf ein Touchpanel setzt, das sich an der rechten Ohrmuschel befindet. Wischt man nach oben oder unten, verändert sich die Lautstärke. Ein Tap hingegen fungiert als Play/Pause-Taste sowie für das Annehmen von eingehenden Anrufen. Ein Wisch nach links oder rechts springt einen Titel zurück oder vor. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die wirklich umfangreiche App für Smartphones, die eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten bietet.

Der Sennheiser PXC 550 Wireless kam in unserem Test auf eine beachtliche Laufzeit von etwa 28 Stunden. Das Modell schlägt mit rund 400 Euro zu Buche.

  • Pro: Klarer und dynamischer Klang, gute Geräuschunterdrückung, elegantes und minimalistisches Design, lange Laufzeit, leicht, sehr guter Tragekomfort, aptX, NFC
  • Contra: etwas zu basslastig, hoher Preis
  • Preis (UVP): 400 Euro

Bowers & Wilkins P7 Wireless

Bild: Bowers&Wilkins

Der P7 Wireless ist der wohl schickste von uns getestete Kopfhörer. Bild: Bowers & Wilkins

Der Bowers & Wilkins P7 Wireless* ist ein Bluetooth-Kopfhörer, der sowohl optisch als auch klanglich überaus ansprechend ist. Neben dem vortrefflichen Klang und dem edlen Design sprechen die Laufzeit und auswechselbare Ohrmuscheln für den P7 Wireless, von dem es auch eine kabelgebundene Variante gibt, die klanglich allerdings weniger überzeugen kann.

Der Sound des P7 Wireless ist ausgewogen, natürlich und hat einen warmen Charakter. Das Klangbild ist ohnehin sehr angenehm, denn auch wenn die Höhen sehr definiert sind, kommen sie nicht scharf daher. Auch die Bässe wissen mit ihrer Präzision zu überzeugen. Uns hat besonders die räumliche Wiedergabe imponiert, denn Instrumente und Stimmen lassen sich in ihrer Position deutlich erkennen. Diese Stärke spielt der P7 Wireless besonders bei Klassik oder Jazz aus– aber auch bei elektronischer Musik, bei der der Produzent Wert auf Details gelegt hat. Der Klang des Kopfhörers macht auch bei geringen Lautstärken eine sehr gute Figur. Allerdings war der P7 Wireless bei geringen Lautstärken für unseren Geschmack eine Idee zu basslastig.

Echtes Leder mit dicken Nähten, geschwungener Stahldraht, gebürstetes Metall und ein elegantes Design, das sich positiv von der Konkurrenz abhebt, macht den Bowers & Wilkins P7 Wireless zu einem echten Hingucker. Dabei ist der Kopfhörer auch bequem zu tragen. Selbst Brillenträgern fällt der P7 Wireless trotz eines recht festen Sitzes nicht negativ auf. Einzig die aus dem Echtleder resultierende Wärmeentwicklung könnte dem ein oder anderen Interessierten besonders an heißen Tagen ein Kritikpunkt sein. Weisen manch andere Kopfhörer selbst in dieser Preisklasse ein Knarzen auf, wenn man den Kopf bewegt, hört man beim BW nichts dergleichen.

Der Bowers & Wilkins P7 Wireless hielt in unserem Test etwas unter 20 Stunden durch und erzielte damit einen durchaus guten Wert. Der Kopfhörer wechselt für rund 400 Euro den Besitzer.

  • Pro: Exzellentes Design, warmer und dynamischer Klang, gute Laufzeit, aptX, guter Tragekomfort
  • Contra: verhältnismäßig schwer
  • Preis (UVP): 400 Euro

Beats Studio 3 Wireless: Airpod-Alternative für Over-Ear-Fans

Beats-Studio 3 Wireless. (Bild. Beats)

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Der Beats Studio 3 ist nicht nur für iPhone-Besitzer ein interessanter Noise-Cancelling-Over-Ear-Kopfhörer mit „Pure-ANC-Technologie“, wenngleich der verbaute W1-Chip nur mit Apple-Geräten seine Dienste verrichtet. Das Pairing von Apple-Decives mit dem gleichem iCloud-Account verläuft nahezu nahtlos, auch der Wechsel zwischen Apple-Wartch, iPhone und Mac ist quasi ohne Musikunterbrechung.

Die Steuerung des kabellosen Headphones erfolgt über ein Trackpad auf der linken Ohrmuschel – ihr könnt die Musik lauter und leiser stellen, sie stoppen und wieder starten, auch die Aktivierung von Siri ist möglich. Der Sound ist ausgewogen mit breitem dynamischem Umfang, basslastig wie Beats-Kopfhörer früher waren, ist der Studio 3 auch nicht. Wenn Bass gefordert ist, liefern die Studio 3 aber auch diesen solide ab.

Der Tragekomfort des Beats Studio 3 ist angenehm und er stört auch nach Stunden des Tragens nicht. In Sachen Akkuleistung verspricht der Hersteller eine Laufzeit von 40 Stunden im Normalbetrieb und 22 mit aktiviertem Noise-Cancelling, was nicht übertrieben ist. Im Test kamen wir problemlos auf über 20 Stunden.

  • Pro: Schickes Design, solide Verarbeitung, dynamischer Klang, gute Laufzeit, sehr guter Tragekomfort, zusammenklappbar, gutes Noice-Cancelling, große Bluetooth-Reichweite
  • Contra: funktioniert am besten mit Apple-Geräten
  • Preis (UVP): 350 Euro

Libratone Q Adapt On-Ear: Noise-Cancelling mit Fast-Pair

Libratone Q-Adapt mit Noise-Cancelling. (Foto: Libratone

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Mit dem Q-Adapt-On-Ear hat das dänische Designstudio einen On-Ear-Kopfhörer mit vierstufigem Noise-Cancelling am Start. Das reduzierte Design des Kopfhörers wird nicht jeden umhauen, sie lassen sich dennoch leicht an den Kopf anpassen und sitzen aufgrund ihres ausgewogenen Druckpunkts selbst bei Brillenträgern nicht zu fest am Kopf. Wie bei On-Ears tendenziell üblich, sollte jeder Interessent sich sein eigenes Bild vom Tragekomfort machen, denn jeder Kopf und jede Ohrform ist anders. Die Verarbeitung des Q-Adapt-One-Ear ist indes dem Preis entsprechend hochwertig.

Die rechte Ohrmuschel mit seinem zeitweise leuchtendem Nachtigall-Logo dient als Trackpad, mit dem Musikwiedergabe gesteuert, Anrufe entgegengenommen oder aufgelegt werden können. Mit einer Kreisbewegung auf dem Pad lässt sich die Lautstärke regulieren. Die Multi-Touch-Steuerung ist gewöhnungsbedürftig und funktioniert auf Anhieb nicht immer zuverlässig.

Wer tendenziell auf basslastige Kopfhörer Wert legt, sollte die Finger von den Q Adapt lassen. Sie liefern einen eher neutralen und ausgewogenen Sound, der bei Bedarf auch Bässe bringt, nicht aber so intensiv wie beispielsweise Boses QC35.

Fast Pair funktioniert entgegen der Hersteller-Beschreibung nicht nur mit Googles Pixel-Geräten. (Bild: Libratone)

Für Besitzer eines Google-Smartphones bietet Libratone eine „Made for Google“-Version, die uns zum Testen vorlag. Sie unterstützt beispielsweise die Kopplung via Fast-Pair, mit der der Verbindungsaufbau rasch vonstatten geht, sofern das Smartphone oder Tablet auf Android-Version 6.0 oder neuer läuft.

Die Libratone Q-Adapt unterstützen Android-Fast-Pair. (Foto: t3n)

  • Pro: Kompakte Bauform, gute Laufzeit von circa 20 Stunden, Fast-Pair (für Android)
  • Contra: Passform nicht für jeden, Steuerung per Touchpad gewöhnungsbedürftig
  • Preis (UVP): 249 Euro

Fazit Bluetooth-Kopfhörer mit Bügel

Wer preisbewusst auf der Suche nach einem empfehlenswerten Bluetooth-Kopfhörer ist, sollte sich sowohl den Teufel Airy oder den Marshall Monitor Bluetooth als auch den Sony MDR-ZX770BN ansehen. Die Modelle gewinnen zwar weder in Sachen Tragekomfort noch in Sachen Klangqualität, aber zu ihrem jeweiligen Preis sind sie eine gute Alternative für den kleinen Geldbeutel.

Besitzer eines iPhone 7 und neuer sollten den Beats Solo 3 zumindest in Betracht ziehen, da dieses Modell die Vorteile der Airpods in Form des W1-Chips bietet. Unserer Ansicht nach ist der Solo 3 ein wenig zu teuer für das, was er ist – besonders, was die Verarbeitung und Sound-Qualität angeht. Wenn es ein Bügelkopfhörer mit W1-Chip sein muss, investiert euer Geld in den Studio 3 Wireless, der einen guten Sound, begleitet von ordentlichem Noise-Cancelling bietet. Wenn ihr keinen Wert auf Apples Komfort-Funktionen des W1 legt, greift zum Sennheiser PXC 550 oder den Bowers & Wilkins P7. Für den P7 Wireless von Bowers & Wilkins spricht darüber hinaus, dass er mit Abstand der schickste Kopfhörer in unserem Testfeld und das Design bei angenehmem Tragekomfort definitiv ein Hingucker ist. Alle, die Wert auf eine möglichst gut funktionierende Geräuschunterdrückung legen, kommen am Bose Quietcomfort 35 kaum vorbei, wobei Android-User besser zum QC35 II greifen sollten, die einen Google-Assistant-Buttons und Fast-Pair an Bord haben. Auch der direkte Konkurrent, der Sennheiser PXC 550 Wireless, bringt neben dem tollen Klang ein gut funktionierendes Noise-Cancelling mit.

In-Ear-Kopfhörer

Teufel Move BT

Bild: Teufel

Geringer Preis und dennoch empfehlenswert: der Teufel Move BT. Bild: Teufel

Der Teufel BT überzeugt mit einem angenehmen Sitz, auch wenn die Aluminium-Gehäuse für ein paar Gramm mehr als bei manchen Konkurrenzmodellen sorgen. Unter anderem zeichnet diese In-Ears ihr Spritzwasser-Schutz aus. Das Nackenkabel hat eine integrierte Fernbedienung, mit der sich die Wiedergabe und Lautstärke steuern lassen. Auch das Freisprechmikrofon findet sich hier.

Der Teufel Move BT bietet einen klaren und kräftigen Klang, der von deutlichen Bässen, ausgewogenen Mitten und klaren, warm abgemischten Höhen charakterisiert wird. Ebenfalls gelungen ist die räumliche Klangdarstellung für ein Modell dieser Bauart. Die In-Ears sind verhältnismäßig gut isoliert, sodass viele Umgebungsgeräusche ausgeblendet werden.

Teufel setzt beim Move BT auf Plastik und Aluminium. Der Stil ist verhältnismäßig unaufgeregt und der Kopfhörer hebt sich in erster Linie durch das für Teufel typische T-Logo von anderen In-Ears ab. Die Kopfhörer sitzen gut und fest im Hörkanal, sodass sich der Move BT – auch aufgrund des Spritzwasser- und Schweißschutzes – für das Joggen und andere sportliche Aktivitäten eignet. Man merkt zwar schon, dass sich ein Fremdkörper im Ohr befindet, aber dennoch lassen sich die In-Ears problemlos mehrere Stunden am Stück tragen.

Der Teufel Move BT kam in unserem Test auf eine Laufzeit von respektablen zwölf Stunden und ist mit einem Preis von rund 120 Euro das preisgünstigste Modell unter den von uns getesteten In-Ears.

  • Pro: Geringer Preis, guter Klang, intuitive Bedienung, aptX, Spritzwasserschutz, guter Tragekomfort
  • Contra: Etwas basslastig, etwas schwer
  • Preis (UVP): 120 Euro

Powerbeats3 Wireless

Bild: Beats

Der Powerbeats3 Wireless dürfte besonders Sportler ansprechen. Bild: Beats

Der Powerbeats3 Wireless* ist der zweite Kopfhörer in unserem Testfeld, der den neuen W1-Chip von Apple integriert. Das sind nicht nur gute Nachrichten für Besitzer eines iPhones 7, sondern es wirkt sich auch noch positiv auf die Laufzeit der In-Ears aus, die besonders Sportler ansprechen dürften. Dazu kommen die bereits beim Beats Solo 3 Wireless vorgestellte Fast-Fuel-Ladetechnologie sowie ein Spritzwasser- und Schweißschutz.

Beats-typisch ist auch der Powerbeats3 zu basslastig. Der Bass steht ganz klar im Vordergrund, was für manche Musikrichtungen sogar positiv ist. Wer allerdings eher einen dezenteren Bass bevorzugt, sollte diese In-Ears unbedingt mit seiner Lieblingsmusik probehören. Die Mitten und Höhen klingen zwar klar und ausgewogen, aber der Bass stiehlt ihnen ganz deutlich die Show.

Wie bei Beats üblich, gilt auch der Powerbeats3 Wireless sicher nicht als Understatement. Der aufgeräumte, auf cool getrimmte Look dürfte je nach gewählter Farbkombination bei unterschiedlichen Zielgruppen Anklang finden. Insgesamt stehen fünf unterschiedliche Farben zur Auswahl. Der Kopfhörer ist komplett aus Kunststoff, fühlt sich aber dennoch nicht billig an. Der Powerbeats3 richten sich ganz klar an Sportler, und aus diesem Grund ist ein fester und bequemer Sitz unerlässlich. Die In-Ears von Beats enttäuschen in dieser Hinsicht nicht, denn dank der Ohrbügel ist es fast unmöglich, die Kopfhörer im Eifer des Gefechts zu verlieren. Erstaunlicherweise ist der Powerbeats3 trotz des Bügels auch für Brillenträger gut zu tragen und bequem.

Der Powerbeats3 Wireless hielt unter Belastung rund zwölf Stunden durch und ist mit einem Preis von 200 Euro etwas teurer als der Teufel Move BT.

  • Pro: Spritzwasserschutz, bombenfester Halt dank Ohrbügeln, guter Tragekomfort
  • Contra: Alle Vorteile nur mit iOS-Gerät verfügbar, zu basslastig, Klang nicht für jeden Musikgeschmack geeignet
  • Preis (UVP): 200 Euro

Bose Quietcontrol 30

Bild: Bose

Der Quietcontrol 30 kommt in gewöhnungsbedürftigem Design, dafür aber mit einer vorbildlichen Geräuschunterdrückung. Bild: Bose

Bose ist es mit dem Bose Quietcontrol 30* gelungen, einen drahtlosen In-Ear-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung zu entwickeln, der sich selbst vor manchen Over-Ear-Modellen nicht verstecken muss. Das hat natürlich seinen Preis, und so ist dieses Modell die kostspieligste von uns getestete In-Ear-Variante.

Beim Klang bietet der Quietcontrol 30 keinerlei Überraschungen, denn die In-Ears weisen den typischen Bose-Sound auf. Die Höhen und Bässe sind leicht im Vordergrund, trotzdem ist der Klang insgesamt ausgewogen – fast schon ein wenig neutral. Die In-Ears arbeiten die Details fein heraus und bieten eine angenehme und für diese Bauart mehr als adäquate Sound-Bühne. Gut gefallen hat uns darüber hinaus die Tonqualität bei Telefonaten. Positiv macht sich auch die Sound-Isolierung nach außen bemerkbar. Apropos Isolierung – das Noice-Cancelling ist ebenfalls Bose-typisch exzellent.

Als erstes springt der Halsreif des Bose Quietcontrols 30 ins Auge. Nicht nur in Bezug auf die Optik, sondern auch auf die Haptik dürften sich bei dieser Bauart die Geister scheiden. Im normalen Betrieb verrutscht der Halsreif kaum, allerdings eignet sich dieses System weniger für Sportler. Insgesamt sind die In-Ears elegant designt und robust. Neben den herkömmlichen Bedienelementen bietet der Quietcontrol 30 auch einen Regler für die Geräuschunterdrückung.

Der Bose Quietcontrol 30 macht nach rund zehn Stunden schlapp und ist mit 300 Euro das teuerste von uns getestete In-Ear-Modell.

  • Pro: Unschlagbare Geräuschreduzierung, guter Klang, gute Isolierung nach außen
  • Contra: Nackenband ist gewöhnungsbedürftig, verhältnismäßig teuer
  • Preis (UVP): 300 Euro

Jaybird Freedom und X3: Satter In-Ear-Bluetooth-Sound

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Anfang 2017 hatte der Audio-Experte Jaybird, der seit Frühjahr 2016 zu Logitech gehört, mit dem X3 und dem Freedom erstmals zwei kabellose In-Ear-Hörer auf den deutschen Markt gebracht. Der X3 ist dabei eher die sportlichere Variante mit mehr Laufzeit an Bord, der Freedom ist filigraner und hat weniger Akkuleistung integriert. Dafür liefert das Unternehmen einen anklippbaren Zusatzakku mit, der für drei bis vier Stunden mehr Laufzeit sorgt. Schade dabei: Beim Verbinden des Akkus stellen die Kopfhörer sich aus, nach dem Neustart geht der Verbindungsaufbau aber wieder rasch vonstatten. Der Tragekomfort leidet außerdem darunter. Beide bieten so um die acht Stunden Akkupower. Jaybird X3 und Freedom sind spritzwassergeschützt und schweißbeständig – zum Schwimmen sind sie jedoch nicht geeignet.

Der Tragekomfort bei beiden In-Ear-Hörern ist ausgezeichnet. Damit sie so gut wie in jedes Ohr passen, liegen den Hörern Silikonpolster sowie Polster aus Schaumstoff (Comply Foam) in drei Größen bei – Letztere sitzen dichter im Ohr und schotten euch stark von Außengeräuschen ab. Zum Sporttreiben hat Jaybird außerdem Ohrfinnen in diversen Größen beigelegt – damit könnt ihr problemlos joggen und anderen Aktivitäten nachgehen, ohne die In-Ears zu verlieren.

Der Lieferumfang von Jaybird X3 aber auch Freedom ist üppig. (Bild: Jaybird)

Die Steuerung erfolgt bei beiden Modellen über die kleine Fernbedienung, die am Kabel zwischen den Ohrhörern angebracht ist. Über sie könnt ihr Musik steuern, Anrufe entgegennehmen und auflegen. Mit einem Langdruck auf den mittleren Knopf könnt ihr bei Android-Geräten außerdem den Google-Assistant aktivieren und Sprachbefehle geben.

Der Sound beider Modelle ist für die Größe durchaus gut, was unter anderem an den Sechs-Millimeter-Treibern liegen dürfte, die im X3 und im Freedom integriert sind. Das Klangbild ist ausgewogen und ganzheitlich. Bei basslastigen Stücken ist der Sound kräftig, die die Höhen und Mitteltönen bleiben dabei trotzdem klar definiert. Zur Individualisierung des Sounds kann die „MySound“-App zuhilfe genommen werden – es gibt sie für Android und iOS.

Die Jaybird Freedom-In-Ears wie auch die X3 lasen sich optional über die Jaybird Music-App steuern. (Bild: Jaybird)

Die X3 bieten ein besseres Preis-Leistungsverhältnis, wenngleich die Freedom mit ihrem Metallgehäuse und der kompakteren Bauweise zu gefallen wissen. Der Aufpreis von knapp 70 Euro ist jedoch etwas zu happig, da sie sich in puncto Soundqualität kaum voneinander unterscheiden. Eine Alternative zum ersten Freedom-Modell hat das Unternehmen im September angekündigt: die Freedom 2 kosten wie die X3 knapp 130 Euro und unterscheiden sich unter anderem durch ein Speedfit-Kabelmanagement vom ersten Freedom-Modell.

 

Die kleineren Jaybird Freedom 2 kosten knapp 130 Euro. (Bild: Jaybird)

  • Pro: Guter Sound, angenehmer Tragekomfort. leicht, X3: edel anmutend, Freedom: sportlicheres Desgin, beide bieten Spritzwasser- und Schweißschutz
  • Kontra: Freedom recht teuer, X3 mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis, Ladeoptionen proprietär und nicht untereinander austauschbar
  • Preis (UVP): 129 Euro (X3)*;199 Euro (bei Amazon günstiger) (Freedom)*,*129 Euro (Freedom 2)

Fazit In-Ear-Kopfhörer

Nicht nur preisbewusste Menschen sollten die Teufel Move BT in Erwägung ziehen. Das günstigste von uns getestete Modell gefiel uns im Gesamtpaket am besten, wobei die X3 von Jaybird auch eine sehr gute Figur hinlegen. Sowohl die intuitive Bedienung, der diskrete Stil als auch der gute Sound konnten uns bei beiden überzeugen. Wer auf aktive Geräuschunterdrückung nicht verzichten will, muss zu den Bose Quietcontrol 30 greifen, denn das beherrschen diese In-Ears nahezu in Perfektion. Abschreckend können hier lediglich das gewöhnungsbedürftige Halsband oder der verhältnismäßig hohe Preis wirken. Die Powerbeats3 Wireless sind aber durchaus auch empfehlenswert: Wer ein Lifestyle-Produkt sucht, die perfekten In-Ears für sportliche Aktivitäten oder den typischen, basslastigen Beats-Sound mag, kann bedenkenlos bei diesem rundum soliden Kopfhörer zuschlagen.

Letztes Update des Artikels: 28. Dezember 2017

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9 Kommentare
Guido
Guido

Das A2DP angeblich so gruselige Klangqualität liefert, ist eine Mär von Leuten, die auch den Unterschied von goldveredelten Steckern usw. heraus hören wollen, in Blindtests aber an der Aufgabe scheitern.

A2DP unterstützt SBC-Kodierung mit bis zu 345 kBit/s. Die damit übertragbare Audioqualität liegt deutlich oberhalb dessen, was die meisten Leute mit 128-256-kBit/s-MP3s so abdudeln. Nur wer vor allem FLAC, 320kBit/s-AAC u.ä. Hochwertiges als Ausgangsmaterial hat, hört eventuell einen Unterschied zwischen A2DP und aptX. Das setzt freilich entsprechend hochwertige DAC und Kopfhörer voraus. Die DAC in den meisten Smartphones, Tablets und Notebooks sind aber minderwertig und man müsste per USB externe DAC anschließen.

Soll heißen: AptX macht für Audiophile Sinn, die durchgängig höchstwertige Audio-Komponenten und Audiodateien haben. Viele andere meinen aber, auch unbedingt AptX zu brauchen, weil die Profis das empfehlen, werden aber nie einen Unterschied hören.

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zweiundvierzig
zweiundvierzig

Das Problem tritt doch eigentlich erst auf, wenn bereits datenreduzierte Musik abgespielt wird. Spiele ich Flac oder ALAC ab reicht Bluetooth völlig aus. Bei MP3 oder AAC ist der Klang unterirdisch. Da muß man nicht audiophil sein, nur Ohren haben…..

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peter
peter

Audiophile kaufen sich auch ganz sicher Bluetooth-Kopfhörer ^^
Nicht!

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ca62b97bd0b0bdc8d9a4c287bbf08b28anton@am-news.eu
ca62b97bd0b0bdc8d9a4c287bbf08b28anton@am-news.eu

Doch…
Ich lege wert auf guten Sound. Mit schlechten Kopfhörern, machste dir auf Dauer die Ohren kaputt.. Gilt auch für Kabelosevarianten.

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zweiundvierzig
zweiundvierzig

Kleine Ergänzung bzw. Anregung:

Ein Hinweis auf den verbauten Akku wäre schön gewesen. So kostet der Akkutausch beim Boose satte 280,- €.

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Freizeitcafe
Freizeitcafe

Ich liebe Kopfhörer. Der Kopfhörer für die kalten Tage (die in der Mütze eingebaut) ist mein Favourit in der Freizeit! Hilft besonders gut beim taktvoilen Schnee-Schöppen :-) LG

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SemJZ
SemJZ

Ein paar Informationen zur Ergänzung:

Anders, als im Artikel beschrieben, ist aptx kein offener Standard. Es hat sich zwar zum Quasi-Standard etabliert, ist aber ein propritäres Format. Die Lizenzen liegen bei Qualcomm.
Die meisten Geräte unterstützen aptx (und die Hersteller zahlen Lizenzkosten). Wer jedoch an einem iOS Gerät in guter Qualität hören möchte, sollte zu Kopfhörern mit AAC-Codec greifen. Obwohl Apple in seinen macOS-Geräten aptx unterstützt, ist dies bei iPhones und iPads leider nicht der Fall.

Ebenso wird, anders als im Artikel beschrieben, A2DP immer benutzt. Dies ist das Audio-Übertragungsprotokoll. Darin werden dann Audiodaten entsprechend mit einem Codec übertragen. Dieser kann SBC, aptx, AAC und MP3 sein.
Die im Artikel angesprochene schlechte Qualität kommt vom offenen Standard SBC, welcher in A2DP immer verfügbar ist, falls keine besseren Codecs vom Sender oder Empfänger unterstützt werden.

SBC wird häufig als „gar nicht so schlecht“ mit über 300 kBit/s gewertet. Doch die Zahlen alleine sagen nichts aus. Dieser Codec wurde ursprünglich für langsame Bluetooth-Controller und fürs Energie sparen entwickelt. Trotz hohem Speicherverbrauch pro Sekunde (nichts anderes sagt der Wert aus), sind die anderen Codecs selbst bei halb so hohen Raten zu bevorzugen.
Bei manchen Musikgenres mag man keinen Unterschied zwischen SBC und den besseren Codecs feststellen. Gerade bei komplexer Musik, wie bei Klassik, Jazz, Symphonic Metal usw. merkt man jedoch die fehlende Klang-Dynamik von SBC.

Mir persönlich fehlt in der Liste ein Modell von Beoplay (B&O). Denn auch bei diesem ist die Klangqualität vorbildlich. Und alle deren Modelle unterstützen sowohl aptx, als auch AAC.

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SamuelHeinz
SamuelHeinz

Guter Ratgeber, ich will Bluetooth Over-Ear-Kopfhörer nicht mehr missen. Vor allem im Fitness ein super Gadget.

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Stephan Kohl

Ich verstehe diesen Ratgeber nicht.

Es werden letzten Endes nur Produkte getestet die im Ü-100€ Bereich sind. Das es Hersteller auch schaffen gute Kopfhörer um 30-60€ herzustellen beweisen Firmen wie Soundmagic und Linsoul.

Für mich fallen alle Kopfhörer mit aktivem Noicecancelling sofort raus. Auch Kopfhörer, die betont Basslastig (Bose/Beats) sind fallen sofort raus.

Da mich die DAC (Digital-Analog Wandler) Fähigkeiten meine alten IPhone SE etwas ernüchtert haben, bin ich auf einen HiRes Player umgestiegen.

Damit eine Sache klar ist. HighEnd kostet immer Geld. Meine beiden „Unterwegs“ Kopfhörer sind keine HighEnd Elektrostaten die mit einem 5tsd HiRes Player bespielt werden (würde ich eh nicht hören).

Mir mach meine knapp 100€ teuer Kombi aus Player und Kopfhörer aber wirklich Spaß.

Ich nehme als Player den HiRes Player „Hifi Walker H2“ kostenpunkt ca. 80€. Alternativ geht auch ein externer DAC für Iphone und Co.
Mit Kabel Linsoul KZ ZSN Pro. InEar Liegen so bei 20€ Da diese super in Ohren passen auch ein gutes passives Noicecancelling. Die kann man mit einem Bluetooth Kabelset dann noch „Upgraden“.
Bluetooth wird bei mir an Soundmagic P22BT gesendet. OnEar Die liegen so bei 45€ ( Hier kann man den Unterschied zwischen Bluetooth und Kabel sehr gut testen, da man diesen Kopfhörer auch mit dem mitgelieferten Kabel betreiben kann.)

Der Betrieb des HiRes Player ist etwas Nervig. Kein Prime / Spotify etc. Aber der spielt Mukke so ab, wie sie aufgenommen wurde.

Letzten Endes hilf beim Hören nur eins! Die Kombination die eure Lieblingssongs so abspielt, dass ihr auch nach Stunden noch weiterhören wollt, ist die Richtige. Der Rest ist Marketing und Mainstream. Ich falle nicht wegen meiner dicken „b“ auf meinem Kopfhörer im Fitnessstudio auf, dass stimmt. Meine „CHIFI“ Teile fallen eher nicht auf. Wenn ich aber meine Mukke so höre wie sie mal aufgenommen wurde, dann grinse ich mir einen während des Trainings und hab Spaß wie Bolle.

Gut, wer Musik hört die in der Produktion durch 3 Compressoren und 7 Limiter geschoben wird, der kann sich das was über bleibt auch auf egal welchen Kopfhörern anhören. Wer aber Musik hört die während des Mischens und während der Produktion mit manigfaltiger Dynamik und Raumaufteilung produziert wurde, sollte überlegen was wichtig ist. Marketing oder Sound.

And by the way. Ich höre auch direkt keinen Unterschied zwischen 192khz oder 48khz Samplingfrequenz.
Hier heißt das Schlüsselwort aber Oberwellen. Der Sound entsteht im Kopf bzw. am Ohr. Wenn hier Oberwellen fehlen und tiefe Frequenzen nicht ankommen kann das den Sound ziemlich langweilig machen.
Der Unterschied zwischen 16 und 20Bit Auflösung ist allerdings hörbar, weil hörbar besserer Dynamikumpfang.

Ich habe festgestellt, dass man mobil auch preiswert guten Sound bekommt.
Deshalb, testet auch mal preiswerte Kopfhörer. Macht euch auf Miniklangwunder.de mal vorher schlau, was man sich mal anhören sollte.

Antworten

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