Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

BMW-Chef Zipse will sich nicht nur auf Batterien verlassen

Zukunft der Mobilität: BMW-CEO Oliver Zipse spricht sich beim DLD für den parallelen Ausbau der Infrastruktur für Ladestationen und für Wasserstoff aus.

Von Holger Schellkopf
3 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige
BMW-CEO Oliver Zipse beim DLD (Foto: Picture Alliance)

Oliver Zipse ist derzeit viel unterwegs. Als Vortragsreisender in eigener Sache beziehungsweise in der Sache seines Unternehmens ist der BMW-CEO bei Tech-Events in aller Welt zu hören und zu sehen. Seine Keynote bei der CES gehörte, auch wegen des vor Ort zu besichtigenden i Vision Dee aus seinem Haus, zu den meist beachteten Beiträgen bei der weltgrößten Technologiemesse.

Kaum zurück in München steht Zipse wieder auf der Bühne, diesmal beim DLD. Von DLD-Chefin Steffi Czerny wird er angesichts der Reaktionen bei der CES als „real Rockstar“ angekündigt. Sein Thema: „Wie Technologie die Mobilität der Zukunft gestaltet“. Im Grunde die logische Fortsetzung seines Auftrittes in Las Vegas.

Anzeige
Anzeige

Zipse: „Keine Angst vor Tech-Playern“

Überraschend ist die starke Präsenz des BMW-Chefs bei Digitalveranstaltungen nicht. Die Technologie-Branche gewinnt seit Jahren an Einfluss in der Autoindustrie. Beginnend bei der Integration oder Übernahme der Info-Systeme in den Autos via Smartphone bis zur Technologie zum autonomen Fahren.

Zugleich ist das Autogeschäft in einem tiefgreifenden Wandel. Der Übergang zur Elektromobilität bringt neue Fahrzeugarchitekturen – die Hersteller wollen gleichzeitig mehr Geld mit digitalen Diensten über den Autoverkauf hinaus verdienen.

Anzeige
Anzeige

Zipse sieht Grenzen für die Bereitschaft der Kunden, Fahrzeug-Funktionen etwa in einem Abo dazuzukaufen: Wenn diese 50.000 Euro für ein Auto bezahlten, „da können sie nicht sagen, da ist noch nicht alles drin“. Und wenn jemand eine verbaute Technik nicht abonniere, „dann haben sie es ja umsonst eingebaut“.

Das Geschäft seines Unternehmens sieht Oliver Zipse durch den Vorstoß von Tech-Konzernen in die Autoindustrie nicht bedroht. „Wir haben überhaupt keine Angst vor Tech-Playern, weil wir mit allen zusammenarbeiten“, sagte der BMW-Chef schon in Las Vegas. Die Zukunft der Autobranche liege in der Aufgabe, Hardware und Software miteinander zu verbinden.

Anzeige
Anzeige

Dabei müssten die Hersteller die Hoheit über die Daten wahren und „die Kompetenz haben, Systemintegrator zu sein“, betonte Zipse. Die Komplexität der Fahrzeuge sei eine Hürde für die Tech-Konkurrenten: „Das Auto ist kein iPhone auf Rädern.“

Zukunft bei BMW: „Digital, electric and circular“

Diesen Gedanken führt Zipse auch beim DLD in München fort. Bei Digital Leadership in Sachen Mobilität gehe es nicht um die größten Displays, es gehe darum, die Menschen emotional zu erreichen. Das Motto des DLD „Beyond Now“ bedeute für BMW „digital, electric and circular“.

Anzeige
Anzeige

Dazu gehöre für BMW als Autohersteller auch der Aspekt Nachhaltigkeit, von Zipse im Sinne von Kreislaufdesign definiert. Jedes Bauteil sei dabei so konzipiert, dass es die Anforderungen an geschlossene Materialkreisläufe erfüllen könne. Der richtige Weg, sich die Wirtschaft der Zukunft vorzustellen, sei der Weg vom linearen zum zirkulären System, mit Material, das zu 100 Prozent aus Recycling stamme und zu 100 Prozent wiederverwendet werden könne.

Miteinander von Batterie und Wasserstoff

Nach Ansicht von Zipse gilt das auch für die Antriebstechnologie. Das gehe aber über den jetzigen Stand der Technik hinaus. Es sei zu gefährlich, dauerhaft auf einem Bein zu stehen. Der Ansatz des BMW-CEO beim DLD: Hydrogen is the new electric.

Mehr als 40 Länder hätten inzwischen eine Hydrogen-Strategie. Es dürfe deshalb nicht nur die Infrastruktur für Ladestationen aufgebaut werden, sondern auch eine Infrastruktur für Wasserstoff. Davon könnten vor allem die Einsatzbereiche Lkw, Busse, Züge, Flugzeuge und Industrie profitieren, wie Zipse auch auf einer Folie zeigt. Am Ende gelte dies aber auch für den individuellen Verkehr mit Autos.

Anzeige
Anzeige

Es gehe dabei nicht um ein Entweder-Oder bei Thema Batterie und Wasserstoff, sondern um ein Miteinander. Auch Wasserstoff-Fahrzeuge seien elektrische Fahrzeuge. Es gebe ein riesiges Potenzial in der Nutzung von Wasserstoff. Damit werde auch der Kampf um die Ressourcen für Batterien entschärft.

Zwei Säulen des elektrifizierten Antriebsstranges erhöhen nach Ansicht von Zipse die Flexibilität und die Belastbarkeit.  Der Brennstoffzellenantrieb spreche Kundengruppen mit Mobilitätsbedürfnissen an, die von batterieelektrischen Fahrzeugen nicht vollständig erfüllt werden könnten.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige