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iX5 Hydrogen: BMWs Wasserstoffauto geht in Kleinserie

BMWs Ambitionen beim Wasserstoffantrieb gehen eine Stufe weiter: Der BMW iX5 Hydrogen soll im Pilotwerk in München in Kleinserie produziert werden und 2023 als „Technologie-Demonstrator“ zum Einsatz kommen.

3 Min. Lesezeit
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BMW iX5 Hydrogen. (Foto: BMW)

Dem bayerischen Premiumautobauer ist Technologieoffenheit wichtig, daher versucht er, auch wenn auch bei BMW rein elektrische Fahrzeuge im Fokus stehen werden, die Entwicklung von Wasserstofffahrzeugen weiter voranzutreiben.

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BMW iX5 Hydrogen: Test in „ausgewählten Regionen“

Daher hat der Hersteller die Produktion seines Wasserstofffahrzeugs BMW iX5 Hydrogen angekündigt. Der Technologieträger wurde schon 2019 im Zuge der IAA – damals noch in Frankfurt – enthüllt. Das Fahrzeug wird dem Unternehmen zufolge zunächst in Kleinserie im Pilotwerk des Münchner Forschungs- und Innovationszentrums (FIZ) gebaut werden.

BMW i Hydrogen Next. (Foto: BMW)

BMW iX5 Hydrogen. (Foto: BMW)

Der Technologie-Demonstrator soll im nächsten Jahr für CO2-freie Mobilität in ausgewählten Regionen getestet werden. Damit ist BMW neben Opel der mittlerweile letzte deutsche Autohersteller, der noch am Konzept des Wasserstoffantriebs festhält, während Mercedes und Volkswagen ihre jeweiligen Forschungen schon an den Nagel gehängt haben.

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Auch bei BMW scheint nicht vollkommen klar zu sein, ob Wasserstoffantriebe in Autos eine Zukunft haben. Das wolle das Unternehmen mit der Testflotte klären. Zudem sagte Entwicklungsvorstand Frank Weber schon im September 2021 im Interview mit t3n, dass der Großteil der künftigen Fahrzeuge rein elektrische Antriebe erhalten werde.

Allerdings könnten Wasserstofffahrzeuge regional wie etwa in Japan Vorteile haben, wo die elektrische Ladeinfrastruktur nicht ausreichend ausgebaut ist. Auch in anderen Ländern sei der Ausbau der Infrastruktur denkbar, so BMW. Laut Juergen Guldner, Leiter des Bereichs Wasserstofftechnologie und -fahrzeuge, sei der Aufbau einer parallelen Infrastruktur für Wasserstoff Studien zufolge kostengünstiger als die Aufrüstung des kompletten Stromnetz für eine Ladeinfrastruktur.

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Wasserstoffautos nicht so effizient wie E-Autos

Nicht von der Hand zu weisen ist indes, dass rein elektrisch angetriebene Autos eine weit höhere Energieeffizienz aufweisen als jene mit Wasserstoffantrieb. Der Wirkungsgrad von Wasserstoffantrieben liegt zwischen 20 und 30 Prozent, während E-Antriebe eine Effizienz von 70 bis 80 Prozent besitzen.

Die Effizienz von Wasserstofffahrzeugen ist weit geringer als von rein elektrisch angetriebenen Autos. (Grafik: BMIU)

Bisherige Vorteile von Wasserstoff- gegenüber Elektroantrieben, wie eine höhere Reichweite und schnelleres Auftanken, sind zwar nicht von der Hand zu weisen, jedoch holen E-Autos auch hier weiter auf. BMWs iX (Test), Mercedes‘ EQE (Test) oder Tesla Model S Long Range und weitere sollen je nach Batteriegröße schon über 600 Kilometer schaffen.

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Die Ladezeiten von E-Autos liegen zurzeit mit 20 bis 30 Minuten noch höher als die für viele vertrauten fünf Minuten des Tankens. Wasserstofffahrzeuge können wie Verbrenner betankt werden, sodass Verbrenner-Fahrer:innen ihre Gewohnheiten nicht ändern müssten.

BMWs iX5 Hydrogen: Tanken geht so schnell wie bei klassischen Verbrennern. (Foto: BMW)

BMW iX5 Hydrogen: Vorbereitung auf „Neue Klasse“

Sofern der BMW iX5 Hydrogen sich in der Pilotphase bewähren sollte, dürfte dem Einsatz in künftigen Modellen nichts im Wege stehen. Hierfür bereitet der Hersteller mit der „Neuen Klasse“ eine neue, voll vernetzte Fahrzeugarchitektur vor, auf der sowohl rein batterieelektrische als auch Wasserstofffahrzeuge basieren können. Erste Fahrzeuge der „Neuen Klasse“ sollen ab 2025 auf den Markt kommen und langfristig alle Fahrzeugklassen umfassen.

Beim iX5 Hydrogen handelt es sich im Grunde um einen auf Wasserstoff umgerüsteten X5. Das SAV erhalte im Karosseriebau des Pilotwerks eine neue Bodengruppe, die die Aufnahme der beiden Wasserstofftanks im Mitteltunnel und unter der Fondsitzbank ermögliche, so BMW. Zudem erhalte das Auto ein 12-Volt- und 400-Volt-Bordnetz sowie einen Akku, einen Elektromotor und die Brennstoffzelle.

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Der Elektromotor, der gemeinsam mit der Leistungsbatterie im Bereich der Hinterachse angeordnet ist, stamme aus der aktuellen, fünften Generation der BMW E-Drive-Technologie, die auch in batterieelektrisch angetriebenen und Plug-in-Hybrid-Modellen von BMW eingesetzt wird, so der Hersteller.

Wenngleich BMW seine „Neue Klasse“ auch mit Wasserstoff betreiben kann, bleibt abzuwarten, ob der Hersteller seine zweite „Antriebssäule“ nach der Pilotphase wirklich in Serie bringen wird.

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