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Branded Utterances: Amazon will über TV-Werbung Alexa aktivieren

Alexa und der Fernseher – eine gute Kombination für den E-Commerce. (Foto: dpa)

Amazon will die Interaktion zwischen TV-Geräten und Alexa ermöglichen – auf der Basis von TV-Werbung. Doch das Werbeformat hat seine Tücken und lohnt sich nur für größere Kampagnen.

Die Zuschauer sollen in Zukunft Produkte aus der Werbung schnell und unkompliziert via Alexa bestellen können. Amazon hat jetzt – zunächst in den USA – zumindest einigen großen Unternehmen mit den Branded Utterances ein neues Werbeformat vorgestellt, das es Werbekunden ermöglichen soll, Sprachbefehle in TV-Kampagnen einfließen zu lassen. Diese sollen via IMDB TV und Fire-TV-Apps verwendbar sein und gebrandete Alexa-Skills aufrufen. Kunden sollen auf diesem Weg einfacher Waren bestellen können und das Unternehmen kann so eine entsprechende Brand-Awareness beim Kunden schaffen.

Die Idee, die jetzt aufgrund eines Pitchdecks via Business Insider (US) vom Amazon.com an die Öffentlichkeit kam, klingt schlüssig: Nach dem Blockbuster entsprechend passende Produkte aus dem Film ordern oder passend zur Fernsehserie Merchandising bestellen – die Kreativität der Werbewirtschaft wird hier sicher entsprechende Use-Cases finden. Doch die Sache hat einen Haken: Eine solche Lösung lohnt sich vor allem für langfristige Kampagnen oder aber für spezielle Events wie den Super Bowl.

Aus dem Pitchdeck von Amazon (Foto: Amazon)

Amazon setzt bei Branded Utterances auf große Marken

Für Unternehmen ist das zwar einerseits eine spannende technische Lösung, bedeutet aber auch, dass erst einmal ein optimal passender Skill entwickelt werden muss. Immerhin will Amazon bei Werbebudgets ab 750.000 US-Dollar (dies sei laut einem Bericht der Mindestbetrag, ab dem sich eine solche Kampagne lohne) die technische Umsetzung inhouse erledigen.

Darüber hinaus verspricht Amazon sich und den Händlern davon zum einen eine optimale Verknüpfung des Mediums TV mit der Experience von Alexa und will natürlich umfangreiche Auswertungsmöglichkeiten bereitstellen. Ob die bisherige Liste der „approved localized utterances“  hierfür erweitert wird oder ob das Unternehmen plant, die Ausführung ausschließlich über einen anderen Weg anzubieten, ist unklar. Amazon nannte weder gegenüber den Kollegen von Business Insider (US) noch auf unsere Anfrage hin weitere Details.

In der Vergangenheit war die Interaktion zwischen Alexa und dem Fernseher eher unfreiwillig erfolgt: Der Sprachassistent hatte in einem Fall nach einer Katzenfutterwerbung das entsprechende Produkt irrtümlich geordert (Amazon bestätigte den Fall damals) – zum Unmut des Kunden, der mit dem Fall an die Öffentlichkeit ging und auch beim englischen Pendant des deutschen Werberats Beschwerde einlegte.

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Ein Kommentar
Wolfgang
Wolfgang

»Doch die Sache hat einen Haken: Eine solche Lösung lohnt sich vor allem für langfristige Kampagnen oder aber für spezielle Events wie den Super Bowl.«

Ja klar, das ist der Haken dabei. Die Bevormundung des Besitzers, der für den Krempel auch noch Geld hingelegt hat, spielt sicher keine Rolle dabei.

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