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Wegen Subventionen: EU sagt günstigen Elektroautos aus China den Kampf an

Auf chinesische E‑Auto-Hersteller könnten schon bald hohe Strafzölle zukommen. Die Ermittlungen der EU, die bereits im vergangenen Jahr begonnen worden sind, gehen nun in die nächste Phase.

Von Marvin Fuhrmann
2 Min.
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Der chinesische Hersteller BYD verkauft eine Menge E‑Autos in der EU. (Foto: J. Lekavicius/Shutterstock)

Seit 2022 setzt der chinesische Autohersteller BYD rein auf Elektrofahrzeuge und Hybride. Diese sind aber nicht nur für den asiatischen Raum gedacht. Bis 2026 will BYD auf dem deutschen Markt einen Absatz von 120.000 Fahrzeugen erreichen, wie die Tagesschau berichtet.

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Diese Pläne könnten aber durch die nächste Phase einer EU-Untersuchung bald erschwert werden. Der Grund für die Untersuchung sind staatliche Subventionen für BYD und andere chinesische Autohersteller.

Warum machen die Subventionen auf dem europäischen Markt Probleme?

Laut EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen würden die Subventionen dafür sorgen, dass chinesische Autohersteller den Preis für die Fahrzeuge künstlich drücken können. Der europäische Markt könnte dadurch mit besonders preiswerten Fahrzeugen überflutet werden. Europäische Hersteller hätten aufgrund dieser Preispolitik keinerlei Konkurrenz anzubieten.

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Die Untersuchung kündigte von der Leyen bereits im September 2023 an. Wie Auto Motor und Sport berichtet, geht diese jetzt in die nächste Phase über. Seit dem 5. März 2024 müssen alle Elektroautos, die aus China eingeführt werden, zollamtlich erfasst werden.

Betroffen sind davon alle Fahrzeuge mit bis zu neun Sitzen außer Motorräder. Sollte sich bei der EU-Untersuchung zeigen, dass China den Preis über Subventionen künstlich drückt, könnten rückwirkend alle erfassten Fahrzeuge mit Strafzöllen belegt werden. Für BYD und andere chinesische E‑Auto-Hersteller wäre das ein enormer finanzieller Schaden.

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Wie soll China E‑Auto-Hersteller subventionieren?

Laut den Recherchen der EU würden die chinesischen E‑Auto-Hersteller auf dem deutschen Markt keinen Gewinn mit ihren günstigen Fahrzeugen machen. Allein durch die Subventionen durch die Regierung seien sie in der Lage, die Autos hier ohne riesige Verluste zu verkaufen.

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So sollen seit Beginn der Unterstützungs­zahlungen umgerechnet rund 200 Milliarden US-Dollar von der chinesischen Regierung an Autohersteller geflossen sein, berichtet das Manager Magazin.

Die 30 beeindruckendsten E‑Fahrzeuge der Welt Quelle: Alibaba

Wie geht es für die chinesischen E‑Auto-Hersteller weiter?

Aktuell kann nicht abgeschätzt werden, wann die Strafzölle für BYD und andere chinesische Hersteller eingeführt werden. Experten gehen allerdings davon aus, dass diese noch 2024 auf chinesische E‑Auto-Hersteller zukommen.

Aus der deutschen Politik gibt es aber auch Kritik an den geplanten Strafzöllen. So betonte etwa Bundesverkehrs­minister Volker Wissing gegenüber der Augsburger Allgemeinen, dass er nichts von diesen „Marktbarrieren“ halte. Man müsse stattdessen dafür sorgen, dass es in Deutschland wettbewerbsfähige Elektrofahrzeuge gibt.

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