Anzeige
Anzeige
News
Artikel merken

Chrome: Selbst bei Google glauben viele nicht an Privatsphäre im Inkognito-Modus

Der Inkognito-Modus soll Google-Chrome-Nutzer:innen mehr Privatsphäre beim Surfen bieten. Doch Kritiker:innen sehen in dem Modus mehr Schein als Sein – das gilt sogar für Googles eigene Mitarbeiter:innen.

Von Hannah Klaiber
2 Min. Lesezeit
Anzeige
Anzeige
Inkognito heißt bei Google nicht, dass keine Daten gesammelt werden. (Bild: lidiasilva/Shutterstock)

IP-Adresse, Name, Website-Besuche – wer im Netz unterwegs ist, hinterlässt eine riesige Datenspur. Für alle Nutzer:innen, die nicht zu viel von sich preisgeben wollen, hat Google im Chrome-Browser den sogenannten Inkognito-Modus eingeführt.

Anzeige
Anzeige

Wird dieser statt dem normalen Browser-Fenster in den Einstellungen aktiviert, bekommt der oder die Nutzer:in die Mitteilung „Du surfst jetzt privat“ – und denkt, dass alle Daten sicher sind.

Aber ist das wirklich so? Privat heißt bei Google nämlich nicht das, was viele meinen.

Anzeige
Anzeige

Denn Google speichert sehr wohl auch einige Daten im angeblich privaten Modus – etwa für personalisierte Werbung –, was allerdings auch in den Nutzungsbedingungen festgehalten ist.

Der Inkognito-Modus schützt lediglich die eigenen Daten vor anderen Personen, die das gleiche Gerät teilen. Ganz ohne digitalen Fußabdruck ist man also auch „inkognito“ nicht im Netz unterwegs.

Anzeige
Anzeige

Mit agilem Recruiting die richtigen Talente finden und binden – in unserem Guide erfährst du, wie es geht!

Mehrere Klagen gegen Google in den USA

In den USA sieht man das Ganze als arglistige Täuschung. Im Januar 2022 reichten die Bundesstaaten Texas, Indiana und Washington Klage gegen die Alphabet Inc. ein. Darin wird Google vorgeworfen, eben selbst dann personenbezogene Daten zu sammeln, wenn der Inkognito-Modus aktiviert ist – was ja dann kein „privates Surfen“ mehr sei.

Anzeige
Anzeige

Google wehrte sich vehement gegen die Vorwürfe. Und das war nicht der erste derartige Prozess.

Schon 2020 starteten Google-Nutzer:innen eine große Sammelklage gegen den Konzern und den angeblichen Inkognito-Modus.

Anzeige
Anzeige

Doch scheinbar ist ein Körnchen Wahrheit in den Vorwürfen. Denn selbst Googles eigene Mitarbeiter:innen forderten mit Aktionen, dass der Inkognito-Modus verbessert werden muss.

Google-Mitarbeiter:innen forderten bereits 2018 Verbesserungen

So schrieb etwa Googles Marketing-Chefin Lorraine Twohill als Reaktion auf die Sammelklage in einer E-Mail an CEO Sundar Pichai die Worte: „Machen Sie den Inkognito-Modus auch wirklich privat.“

Die nebulöse Bezeichnung würde sonst dauerhaft das Vertrauen der Nutzer:innen erschüttern. Das berichtet die Seite gizmondo.com.

Anzeige
Anzeige

Und Twohill ist nicht die einzige In-House-Kritikerin. Scheinbar gab es auch schon lange vorher mahnende Stimmen.

Als der Modus 2018 eingeführt wurde, hieß es laut gizmondo.com bereits da von einzelnen Entwickler:innen, dass man aufhören muss, den Modus „Inkognito“ zu nennen und mit einem Spion-Icon zu bewerben.

Andere verglichen das Feature mit dem „Guy Inkognito“ von den Simpsons, der zwar versucht, sich äußerlich zu tarnen, aber immer noch als Homer Simpson zu erkennen ist.

Anzeige
Anzeige

Wie man wirklich privat im Netz surfen kann

Wer übrigens wirklich privat und inkognito ohne Trackingaktivitäten surfen möchte, hat dafür zwei Möglichkeiten: ein sogenanntes Virtual Private Network (VPN) oder einen Tor-Browser.

Durch das VPN wird der gesamte Datenverkehr zwischen Nutzer:in und Anbieter:in verschlüsselt. Auch der Tor-Browser verschlüsselt den Datenstrom, indem dieser über mehrere Knotenpunkte im Tor-Netzwerk geleitet wird. So können Dritte nicht mehr nachvollziehen, wo die Nutzer:innen sich im Netz befinden.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Ein Kommentar
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

dennis

Chrome :-D
Wer glaubt denn an Datensicherheit, wenn man den Chrome benutzt? :-D
Das ist so lustig. Der Artikel ist einfach ohne Wert, denn das ist so offensichtlich. Warum denken die Leute nicht nach? Ist doch genauso wie WhatsApp benutzen u nd sich wundern, dass Facebook oder jetzt Meta alle Daten zieht. So lustig, dass hier überhaupt darüber gesprochen wird :-D

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Anzeige
Anzeige