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Mit Chrome OS gegen Windows: Google will verstärkt Chromebooks in Unternehmen bringen

Chrome OS Enterprise – Dell Latitude Chromebooks. (Bild: Dell)

Dell bringt seine neuen Chromebooks der Latitude-Reihe für Business-Kunden nach Deutschland. Außerdem hat Google passend dazu neue Funktionen für sein Chrome-OS-Enterprise-Programm angekündigt.

Google will mit seinem cloudbasierten Betriebssystem Chrome OS offenbar verstärkt Business-Kunden ansprechen und damit in Microsofts Revier wildern. Die ersten Chromebooks für dieses Vorhaben stammen von Dell: Latitude 5300 und 5400 sind schon in Deutschland erhältlich.

Chrome OS: Google will mit Chromebooks Windows-Geräte ersetzen

Windows 7, eine der beliebtesten Windows-Versionen für Unternehmen, wird zum Ende des Jahres nicht mehr unterstützt. Mit dem Ende der Version steht für viele Unternehmen unter anderem die Anschaffung neuer Geräte an. Hier scheint Google auf Kundenfang zu gehen und bietet in Zusammenarbeit mit Dell die ersten Chromebooks an, die erschwinglich sind und weniger Aufwand für Admins – auch für bestehende Infrastrukturen – bedeuten sollen.

Chromebook: Dell Latitude 5300 2-in-1. (Bild: Dell)

Chromebook: Dell Latitude 5300 2-in-1. (Bild: Dell)

Strategisch klug hat Google sich mit einem der größten Computerhersteller der Welt verbündet und erste Produkte lanciert. Mit dem Latitude 7400 Chrome hat Dell eine Variante des zur CES 2019 vorgestellten Business-Notebooks kurzerhand mit Chrome OS ausstaffiert. Das Gleiche gilt für das Convertible Latitude 5300 2-in-1.

Beide Geräte kommen mit Intels achter Chip-Generation und können optional mit Core-i7-Prozessoren, bis zu 32 Gigabyte RAM und bis zu einen Terabyte SSD-Speicher konfiguriert werden. Zwar ist die Prozessorwahl etwas ernüchternd, da mittlerweile schon die zehnte Generation vorgestellt wurde, die Rechenleistung sollte für Officearbeit dennoch locker ausreichen. Kleines Trostpflaster: Beide Geräte werden mit LTE-Optionen und USB-C-Docking-Station (auch optional) angeboten.

Chromebook: Dell Latitude 5400 Chrome. (Bild: Dell)

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Neue Chromebooks: Dell und Google liefern Chrome OS mit neuen Enterprise-Funktionen

Chrome OS: Dell und Google arbeiten gemeinsam an Chromebooks. (Bild: Google)

Chrome OS: Dell und Google arbeiten gemeinsam an Chromebooks. (Bild: Google)

Google und Dell haben bei den Geräten nicht nur die Softwareplattform ausgetauscht, sondern auch weitere Funktionen in das System gebacken, mit denen Admins mehr Kontrolle über deren Verwaltung im Unternehmen erhalten.

Unter anderem sollen Admins die Chromebooks per Dells Unified Workspace leichter in existierende Windows-Umgebungen integrieren können. Außerdem lassen sie sich mit Tools wie VMWare Workspace One verwalten, so Dell. Google habe auch die Chrome-Admin-Konsole optimiert, um die Ladezeiten zu verbessern, die Suche auf jeder Seite zu erweitern und sie mit Elemente im Material Design zu überarbeiten. Zudem werden Managed-Linux-Umgebungen unterstützt. Dadurch könne unter anderem ermittelt werden, wer Zugriffsrechte besitzt. Ferner bietet die Umgebung VPN-Unterstützung für interne Dateien und Container für maximalen Schutz, erklärt Google.

Mit Chrome OS Enterprise will Google es mit Windows aufnehmen. (Bild: Google)

Mit Chrome OS Enterprise will Google es mit Windows aufnehmen. (Bild: Google)

Mit der neuen Enterprise-Hardware wird Dell zudem zum Reseller der G-Suite und Drive-Enterprise. Zu den Diensten gehören etwa Google Docs, Sheets und Slides, mit denen Teams Dokumente jeglicher Art sicher speichern, freigeben und darauf zugreifen können sollen – off- und online. Microsoft-Dienste lassen sich auf den Chrome-OS-Geräten ebenso ausführen. Schließlich ist die Microsoft-365-Plattform mitsamt Outlook und Word wie die Google-Produkte cloudbasiert.

Dell bringt mit seinen Latitude-Modellen zwar die ersten Enterprise-Chromebooks auf den Markt, sie werden aber nicht die letzten sein. Google arbeitet laut John Solomon, Vice President von Chrome OS, mit vielen OEMs zusammen, um weitere Enterprise-Laptops mit Chrome OS zu bauen und Unternehmen zu erreichen. „Wir starten zuerst mit Dell … aber in Zukunft werden wir uns wieder umfassender mit dem Ökosystem befassen“, erklärt der Manager.

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