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Erinnert ihr euch an Clubhouse? Die App funktioniert nach dem Relaunch ganz anders

2021 gehörte die Clubhouse-App zum Pflichtprogramm auf dem Smartphone aller Chatroom-Fans. Nach dem großen Relaunch funktioniert die App jetzt aber ganz anders.

Von Tatjana Standky
2 Min.
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Ein Relaunch mit einer großen Neuerung: Die Clubhouse-App will mit Chats aus Sprachnachrichten bestehen. (Foto: Anna Markina / Shutterstock)

Clubhouse ist zurück – also irgendwie. Die audiobasierte Social-Network-App hat 2021 einen großen Hype erfahren. Denn sie hat ermöglicht, was zu der Zeit allen verwehrt blieb: soziale Kontakte pflegen und knüpfen. In digitalen Räumen konnten Menschen mit Clubhouse live miteinander reden.

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Die App hat sich nun neu erfunden und mehr in Richtung einer Messaging-App entwickelt. Wie in einem Blogpost des Unternehmens beschrieben, soll es jetzt Gruppenchats geben, die nur mit der Stimme geführt werden.

Sprachchats mit Freund:innen statt live vor großem Publikum

Das neue Update ist auf iOS und Android verfügbar und so konzipiert, dass es sozialer ist als andere Messaging-Apps und ein bisschen mehr im Clubhouse-Style. Im Mittelpunkt des neuen Updates steht eine Funktion namens Chats.

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Völlig schleierhaft, was sich hinter diesem Begriff verbergen mag. Dieser sogenannte Chat ist laut Clubhouse ein reiner Gruppen-Chat mit Menschen, vergleichbar mit den ehemaligen Clubhouse-Räumen. Allerdings finden diese Unterhaltungen asynchron statt, sodass man dazukommen kann, wann man möchte.

„Wenn social Messaging eine Sache wäre, dann wäre es genau das“ – denn vorstellen kann man sich diese neuen Chats wie eine Art Gruppen-Story auf Instagram, zu der jeder mit der eigenen Stimme beitragen kann.

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Ein Chat wird damit begonnen, dass man eine Sprachnachricht aufnimmt, die dann an Freund:innen weitergeleitet wird. Diese können dann in den einstigen Monolog einsteigen und ihre eigenen Sprachaufnahmen hinzufügen, um so etwas wie eine Sprachcollage/Unterhaltung zu erstellen.

Sprachnachrichten persönlicher als reine Text-Nachrichten

Für alle, die Sprachnachrichten hassen, ist das natürlich die Hölle auf Erden. Für alle anderen bietet die App durch diese Funktion die Möglichkeit, persönlichere Nachrichten als reine Text-Nachrichten auszutauschen.

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Zudem lässt sich in einer gesprochenen Nachricht natürlich schneller mehr sagen als in einem geschriebenen Text. Die Chats werden dabei automatisch transkribiert und in die jeweilige Sprache der Nutzer:innen übersetzt.

So ist es auch möglich, die Nachrichten unterwegs zu lesen und sogar mit Freund:innen zu kommunizieren, die eine andere Sprache sprechen. Außerdem fällt bei einer persönlichen Sprachnachricht das Verwenden von Emojis weg, da Reaktionen und Stimmungen durch die Stimme abgelesen werden können. Für alle, die Emojis völlig falsch verwenden und damit regelmäßig für Verwirrung sorgen, ist das eine gute Nachricht.

Wenn man einen Chat beginnt, ist es möglich, zwischen „nur Freunde“ oder „Freunde von Freunden“ zu wählen, was die Atmosphäre für den Chat bestimmt. Die ursprünglichen Live-Räume werden weiterhin ein zentraler Bestandteil der App sein.

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Eine Änderung ist dabei das „Friend“-Modell: Mit dieser Aktualisierung entfällt das einstige „folgen“ und wird ersetzt durch Freundschaftsanfragen.

Audio-Chats: Eine Funktion mit Zukunft

Viele Fachleute sehen im Bereich der Audio-Chats Potenzial. Spotify hat die Firma Betty Labs und die damit verbundene App „Locker Room“ übernommen. Es handelte sich bei der App um eine Live-Audio-App – ein audiobasiertes Netzwerk, das sich an Fans, Insider und Sportler:innen gleichermaßen richtete.

In Echtzeit konnten die Mitglieder der App an Live-Unterhaltungen über beispielsweise Sportnachrichten teilnehmen. Spotify plante diese App zu einem Forum für Live-Unterhaltungen über Musik und Kultur auszubauen. Und das mit Erfolg: Inzwischen heißen diese Audio-Chaträume Spotify Live und bieten Menschen die Räumlichkeiten, um über Musik zu fachsimpeln.

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Auch Linkedin möchte ein Stück vom Clubhouse-Kuchen und bietet Live-Räume, in denen sich Nutzer:innen in Echtzeit via Wort und Bild austauschen können.

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Kommentare (1)

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Sabrina Mevis

Nun ja, ich sehe keine Vorteile gegenüber klassischen Messengern, außer natürlich dass es ein wenig offener ist mit Follower-Strukturen. Das Thema scheint mir aber mit Telegramm auch abgedeckt zu sein. Das Problem bei Sprachnachrichten ist, dass die meisten Leute 1. sich nicht fokussieren und 2. total langweiliges Zeug erzählen. Eine aktive Zuhörerschaft diszipliniert mehr als asynchrone Kommunikation

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