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Comeback der Gamestop-Rallye? „Roaring Kitty“ kauft wieder Aktien

In einem aktuellen Post legt Finfluencer Keith Gill offen, dass er Gamestop-Aktien im Millionenwert gekauft hat – und entfacht damit einen neuen Hype.

3 Min.
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Geht jetzt die nächste Gamestop-Aktienralley los? (Foto: Tada Images/Shutterstock)

Er hat es wieder getan: US-Finanzanalyst und Investor Keith Gill hat wieder in großem Stil Gamestop-Aktien gekauft. Das legt zumindest ein Reddit-Post nahe, den er am Sonntagabend geteilt hat und in dem ein Screenshot seines vermeintlichen Portfolios zu sehen ist.

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Demnach besitzt Gill fünf Millionen Gamestop-Aktien und 120.000 Kaufoptionen für die Aktie. Seine Gesamtgewinne aus den Positionen sollen demnach bei 85,5 Millionen US-Dollar liegen. Wie Bloomberg berichtet, sind die Zahlen nicht verifiziert, aber sie scheinen den tatsächlichen Marktaktivitäten zu entsprechen.

Der Aktienkurs von Gamestop reagierte sofort und sprang daraufhin am Montag um 90 Prozent auf fast 40 Euro nach oben.

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Comeback der Gamestop-Rallye?

Gill und seine Social-Media-Accounts sind seit dem ersten Hype rund um die Gamestop-Aktie bekannt, die als „Meme-Rallye“ bekannt wurde. In der letzten Januarwoche 2021 schlossen sich in dem Reddit-Forum „Wallstreetbets“ Privatanleger:innen zusammen, um Gamestop-Aktien zu kaufen und gezielt den Kurs in die Höhe zu treiben. Damit wollten die Kleinanleger:innen auch Hedgefonds ihre Wette auf fallende Kurse verderben.

Gill berichtete damals über seine Gewinne mit den Gamestop-Investitionen und löste damit den Run auf die Aktie aus. Damals stieg der Kurs um 400 Prozent, sank dann in den folgenden Wochen aber wieder auf das Ausgangsniveau.

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Gills Rolle in der Aktienrallye war schon damals nicht unumstritten. Ihm wurde vorgeworfen, seine Erfahrung als Finanzanalyst zu nutzen, um andere Anleger:innen zum Kauf von Aktien anzustacheln. Im Jahr 2021 musste er sogar vor dem US-Kongress aussagen. Seine Geschichte wurde in mehreren Dokumentationen sowie auch im Spielfilm Dumb Money verfilmt.

Gills Rückkehr ins Rampenlicht

Lange lagen die Social-Media-Accounts von Gill brach, doch bereits Mitte Mai hatte er nach langer Zeit wieder etwas gepostet – und sofort Kurse bewegt. Unter seinem Nickname „TheRoaringKitty“ veröffentlichte er auf dem Kurznachrichtendienst X (vormals Twitter) die Zeichnung eines Mannes auf einem roten Stuhl, der sich nach vorne beugt. In Gamer-Kreisen ist das ein Startsignal: „Jetzt wird’s ernst.“

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Danach stiegen die Kurse im Mai 2024 wieder rasant um bis zu 70 Prozent und waren zeitweise rund 48 Dollar wert. Die Börsenaufsicht in New York setzte die Aktie mehrfach vom Handel aus. Auch für die Kinokette AMC ging es vor zwei Wochen um rund 45 Prozent nach oben. Ihr Aktienkurs war auch schon in der Rallye von 2021 von den Kleinanleger:innen gepusht worden.

Gills Youtube-Kanal, auf dem er 2021 seine Investments ausführlich erläutert hatte, bleibt aktuell stumm. Stattdessen postet Gill auf X interpretationsbedürftige Memes aus Filmen und Serien wie Game of Thrones oder Breaking Bad. Eine der Botschaften: „Wir sind fertig, wenn ich es sage“. Zuletzt teilte er dort eine grüne Reverse-Karte aus dem Kartenspiel Uno. Mit ihr zeigen Spieler an, dass sie die Richtung wechseln wollen.

Manipuliert „Roaring Kitty“ den Kurs?

Gills aktueller Handel mit Gamestop-Aktien könnte nun aber Konsequenzen für ihn haben. Wie das Wall Street Journal berichtet, erwägt die Plattform E-Trade, auf der Gill die Gamestop-Aktien gekauft hat, ihm die Nutzung der Plattform zu untersagen.

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Grund ist der Verdacht, Gill könnte mit seinen jüngsten Käufen den Kurs der Gamestop-Aktie bewusst zu seinen eigenen Gunsten manipuliert haben. Eine Entscheidung dazu hat E-Trade aber noch nicht getroffen. Laut dem Bericht soll auch die US-Börsenaufsicht SEC den Handel mit Gamestop-Kaufoptionen zum Zeitpunkt von Gills Social-Media-Posts untersuchen.

Gill soll noch vor seinem ersten Post im Mai Kaufoptionen für die Gamestop-Aktie gekauft haben. Diese gibt einem Händler das Recht, die Aktie bis zu einem bestimmten Datum zu einem bestimmten Preis zu kaufen. Zumindest einige dieser Optionen liefen laut den Recherchen des Wall Street Journals in dieser Woche aus. Das bedeutet, Gill hat dank seines Tweets im Mai Aktienbewegung ausgelöst, die ihm Gewinne einbrachten.

Gamestop selbst geht gerade durch eine Restrukturierungsphase, es gab zuletzt Entlassungen und Filialschließungen. In der vergangenen Woche hat der Videospielhändler aber eine Kapitalerhöhung durchgeführt, um von dem neuen Hype zu profitieren.

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