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Fehlinformationen über Corona-Impfstoffe: Facebook löscht Accounts

Facebook hat Accounts, die in Zusammenhang mit Falschmeldungen über Corona-Impfstoffe stehen, gelöscht. Der Ursprung der Desinformationskampagne scheint in Russland zu liegen.

2 Min. Lesezeit
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Facebook löschte Accounts, die Fehlinformationen über die Corona-Impfung verbreitet haben. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock)

Mit Fake News hat Facebook schon länger zu kämpfen – jetzt geht es gegen Falschmeldungen über Corona-Impfstoffe vor. Laut der Zeit stoppte Facebook im Juli 2021 eine Desinformationskampagne über Corona-Impfstoffe durch das Löschen von 65 Facebook- und 243-Instagram-Konten.

Mai 2021: Fake-News-Kampagne taucht in Deutschland auf

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Hinter der Kampagne soll eine russische Firma namens Fazze mit angeblichem Sitz in London stecken, die bereits im Mai 2021 im Zusammenhang mit Fehlinformationen über Corona-Impfstoffe aufgefallen war. Damals machten deutsche und französische Influencer darauf aufmerksam, von der dubiosen Firma kontaktiert worden zu sein. Die Anfrage: Die Influencer sollten über den Biontech/Pfizer-Impfstoff verbreiten, dass dieser eine hohe Sterblichkeitsrate unter Geimpften zur Folge habe. Diese Fehlinformationen wurden von Fazze verbreitet. Statt sich darauf einzulassen, stellte beispielsweise der Journalist Mirko Drotschmann, bekannt als Youtuber Mr. Wissen2go, die E-Mail mit der entsprechenden Anfrage online.

Nicht nur über den Biontech/Pfizer-Impfstoff gab es schon Falschnachrichten. Ende 2020 wurde Astrazenca Ziel einer Kampagne. In allen Fällen ist der Urheber der jeweiligen Desinformationskampagne unbekannt, Spuren führen nach Russland. Dabei taucht auch der Name einer weiteren Firma auf: Adnow soll in Verbindung zu Fazze stehen, beispielsweise würden an Fazze adressierte Mails an Adnow weitergeleitet werden.

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Adnow scheint das Unternehmen hinter Fazze zu sein

Der Geschäftsführer von Fazze arbeite von Moskau aus, einer der Gründer von Adnow habe bis 2017 in Moskau gelebt. Adnow beschäftigt sich laut eigener Internetseite mit Native Advertising. Beim Laden der Seite erscheint direkt ein Hinweis, in dem es unter anderem heißt: „Während der gesamten Pandemie ist es wichtig, die Regeln für kontroverse Inhalte und irreführende Aussagen zu berücksichtigen“. Dabei wird auf die Einhaltung der Adnow-Werberichtlinien verwiesen. In ihren Nutzungsregelungen wird außerdem darauf verwiesen, dass Werbungen, die beispielsweise Fehlinformationen verbreiten, gelöscht werden müssen. Gleichzeitig wird an anderer Stelle darauf verwiesen, dass Adnow nicht für den Content verantwortlich sei, den über den Service Werbende verbreiten.

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Als Partner werden auf der Homepage unter anderem Amazon oder Aliexpress genannt. Die Social-Media-Accounts des Unternehmens haben größtenteils zuletzt 2018 Inhalte gepostet, lediglich auf dem Facebook-Account gab es im März 2021 einen Post, der für Werbemaßnahmen in Georgien warb. Eine Internetseite von Fazze oder Social-Media-Accounts sind Anfang August 2021 nicht zu finden. Das Facebook-Profil wurde laut Facebook-Angaben durch den gleichnamigen Konzern gelöscht.

Influencer in den USA lieber Impf-Botschafter statt Desinformations-Figur

Influencer spielen bei all diesen Kampagnen eine große Rolle, schließlich erreichen sie unter Umständen eine große Zuschauerzahl und können die Fehlinformationen so weit verbreiten. Dies kann jedoch auch für Impfkampagnen genutzt werden, wie die US-Regierung zeigt. Jüngst lud der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Joe Biden, den GenZ-Star der Stunde ein: Olivia Rodrigo warb im Weißen Haus persönlich für die Impfung.

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Außer ihr holte die amerikanische Regierung noch weitere Prominente mit ins Boot, um für und nicht gegen die Impfung zu werben. Wie erfolgreich das war, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

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