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Coronakrise: Uber entlässt rund 3.700 Mitarbeiter

Uber. (Foto: Shutterstock)

Auch Fahrdienstleister Uber leidet unter der Coronakrise. In einem Schreiben an die US-Börsenaufsicht kündigte Uber an, dass es 3.700 Mitarbeiter entlassen müsse – rund 14 Prozent der Belegschaft.

Am Montag war bekannt geworden, dass Uber angeblich 170 Millionen US-Dollar investieren wolle, um seinen Anteil bei dem ins Straucheln geratenen E-Tretroller-Anbieter Lime auszubauen. Das hatte das Portal The Information berichtet. Jetzt hat das Unternehmen einen massiven Stellenabbau angekündigt. Ungefähr 3.700 Mitarbeiter sollen entlassen werden – das entspricht etwa 14 Prozent der weltweiten Belegschaft, berichtet Techcrunch.

Coronakrise: Uber muss sparen

In einem entsprechenden Schreiben an die US-Börsenaufsicht SEC erklärte Uber, dass der Stellenabbau Teil des wegen der Coronakrise notwendigen Zurückfahrens der operativen Ausgaben sei. Zwar hat Uber seinen Betrieb nicht komplett eingestellt, die weltweiten Ausgangsbeschränkungen drücken aber stark auf die Einnahmen des Fahrdienstleisters. Zum Teil konnte Uber die entgangenen Einnahmen mit seiner Essensliefersparte wettmachen.

Ende April hatte Uber erklärt, dass das Unternehmen im abgelaufenen ersten Quartal wegen der Coronakrise bis zu 2,2 Milliarden Dollar abschreiben müsse. Die Jahresprognose wurde zusammengestrichen. Allerdings steckte Uber schon vor dem Beginn der Auswirkungen der Corona-Pandemie tief in den roten Zahlen. Im Schlussquartal 2019 hatte der Konzern ein Minus von 1,1 Milliarden Dollar verbuchen müssen.

Uber-Chef verzichtet auf Grundgehalt

Aufgrund der Entlassungen rechnet Uber mit Kosten in der Höhe von 20 Millionen Dollar. Immerhin hat Uber-CEO Dara Khosrowshahi angekündigt, bis zum Jahresende auf sein Grundgehalt verzichten zu wollen. Insgesamt kamen die Nachrichten an der Börse aber nicht gut an. Die Aktie gab im Laufe des Tages um einige Prozent nach.

Ebenfalls nicht gut angekommen sein dürfte die in Kalifornien erhobene Klage gegen Uber und Mitbewerber Lyft sein. Darin geht es um die Frage, ob die Firmen ihre Fahrer als unabhängige Unternehmer behandeln dürfen – schließlich drücken sie sich dadurch vor Verpflichtungen von Arbeitgebern wie Mindestlohn, Krankheitstagen und bezahlten Überstunden, wie Spiegel Online schreibt.

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