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Couchsurfer: Zwei Funk-Tastaturen mit Touchpad im Vergleich

Egal ob Raspberry Pi, klassischer HTPC oder Android-HDMI-Stick: Computer an großen Bildschirmen setzen sich immer weiter durch. Meistens haben sie aber alle einen Nachteil, nämlich die schlechte Bedienbarkeit. Inzwischen gibt es zwar gute Fernbedienungen, aber sobald es um das Tippen lägerer Texte oder Durchstöbern von Webseiten geht, kommen diese meistens an ihr Limit, und eine kabellose Tastatur muss her – idealerweise mit Touchpad. Wir haben zwei aktuelle Produkte miteinander verglichen.

Während sich die Bedienkonzepte von Handys und mobilen Computern in den letzten Jahren dramatisch verändert haben, blieb der klassische PC von diesen Entwicklungen unberührt. Nach wie vor nutzen wir Monitor, Maus und Tastatur, um einen Rechner zu steuern. Problematisch wird das dann, wenn kein ebener Untergrund oder kein fester Standort für die Eingabegeräte vorhanden ist. Mit dem Siegeszug von Mediaplayern, Rapsberry Pi, Android-Sticks und Co. erhalten immer mehr Computer Einzug ins Wohnzimmer. Damit sind auch neue Eingabegeräte gefragt, zum Beispiel Tastaturen mit integriertem Touchpad. Zwei aktuelle Ableger in der Preisklasse zwischen 30 und 40 Euro haben wir an dieser Stelle miteinander verglichen.

Zwei kabellose Funk-Tastaturen mit Touchpad im Vergleich: Welche ist die ideale Ergänzung für HTPC, Raspberry Pi und Co.? Logitech K400 oder Rapoo E2700
Zwei kabellose Funk-Tastaturen mit Touchpad im Vergleich: Welche ist die ideale Ergänzung für HTPC, Raspberry Pi und Co.? Logitech K400 oder Rapoo E2700? (Foto: t3n)

Logitech K400 Wireless Touch Keyboard

Das K400 Wireless Touch Keyboard tritt in große Fußstapfen. Die Modelle „diNovo Edge“ und „diNovo Mini“ hatten einen exzellenten Ruf als Eingabegeräte für Mini-Computer und Mediaplayer. Leider haben diese Modelle das Ende ihres Produktlebens erreicht, und mit dem K400 hat Logitech im August 2011 eine günstigere Alternative vorgestellt.

Biederes, aber stabiles Design

Das Design der K400 lässt sich ohne Probleme als „bieder“ bezeichnen. „Funktionell“ wäre ein anderer Euphemismus für das schlichte Aussehen und den günstig anmutenden Kunststoff, den Logitech verwendet. Die Auswahl der Materialien erinnert eher an ein Spielzeug, als an ein technisches Gerät für das Wohnzimmer. Die Verarbeitungsqualität ist dafür ordentlich. Das Keyboard ist relativ verwindungssteif – sollte sich also jemand mal aus Versehen drauf setzen, muss man keine Angst haben, dass es sofort durchbricht.

Die Logitech K400 ist keine Augenweide unter den kabellosen Tastaturen, aber dafür sehr stabil gefertigt.
Die Logitech K400 ist keine Augenweide unter den kabellosen Tastaturen, aber dafür sehr stabil gefertigt.

Um die Größe der Tastatur zu reduzieren, wurden die Tasten relativ nah zusammengeschoben. Manche, wie etwa die Shift-Tasten, die Raute- oder die Backspace-Taste sind deswegen deutlich schmaler als bei einem herkömmlichen Keyboard. Alles in allem lässt es sich auf der K400 aber trotzdem sehr angenehm tippen. Die einzelnen Tasten sind fast so groß wie bei einer herkömmlichen Tastatur, so dass man schon nach wenigen Anschlägen treffsicher tippt. Gemäß der Preisklasse werden die Tasten nur durch eine Silikonhaube unterhalb der Abdeckung wieder in ihre Ausgangsposition gebracht. Zusammen mit dem relativ langen Hub ergibt sich ein etwas weicher und schwammiger Druckpunkt, wie man ihn von vielen günstigen Tastaturen kennt. Laptop-Schreiber oder Fans mechanischer Tastaturen sind anderes gewöhnt und müssen sich umstellen.

Komfortable Bedienung mit beiden Daumen möglich

Tasten, die im Gegensatz zu einer vollwertigen Tastatur eingespart wurden, zum Beispiel die „Bild-Auf“- oder „Drucken“-Funktion, werden durch die FN-Taste in Kombination mit einer zweiten Bedienebene ersetzt. Links oben hat Logitech eine Taste verbaut, die die Funktion der linken Maustaste imitiert. In Kombination mit dem Touchpad auf der rechten Seite lässt es sich so bequem mit zwei Händen auf Webseiten stöbern, da der rechte Daumen nicht vom Touchpad abgesetzt werden muss, um einen Klick auszuführen. Das kann mit besagter Taste un dem linken Daumen bequem erledigt werden. Das eigentlich Touchpad ist mit einer Diagonale von rund neun Zentimetern etwa so groß wie bei einem herkömmlichen Laptop. Es werden auch Multitouch-Gesten unterstützt, zum Beispiel das Scrollen mit zwei Fingern. Unterhalb des Touchpads gibt es außerdem zwei mechanische Maustasten.

Durch den zusätzlichen Button in der linken, oberen Ecke kann die Logitech K400 bequem mit beiden Daumen bedient werden.
Durch den zusätzlichen Button in der linken, oberen Ecke kann die Logitech K400 bequem mit beiden Daumen bedient werden. (Foto: t3n)

Logitech K400 ist nicht gleich K400r: Neue Revision sorgt für Verwirrung beim Kunden

Das Layout der K400 überrascht negativ durch das Fehlen von Multimedia-Tasten. Lediglich die Funktionen „Lauter“, „Leiser“, „Stummschalten“ und „Home“ finden sich oberhalb des Tastenfelds. Inzwischen bietet Logitech eine neuere Revision mit dem Namen „K400r“ an, die über deutlich mehr Funktionstasten, mehr Touchpad-Gesten und spezielle Windows-8-Anpassungen verfügt. Im Handel wird diese Revision aber auch als „K400“ verkauft, da die alte Revision inzwischen eingestellt wurde. Interessenten sollten vor dem Kauf aber trotzdem beim Händler nachfragen, ob es sich auch tatsächlich um die neue Revision handelt. Wie diese zu erkennen ist, beschreibt Logitech auf der zugehörigen Internetseite.

Die Logitech K400 funkt im 2,4-GHz-Band und soll eine Reichweite von bis zu zehn Metern erreichen. Als Empfänger kommt Logitechs winziger Unifying-Dongle zum Einsatz. Mit ihm lassen sich noch fünf weitere kabellose Logitech-Geräte betreiben. Ein klarer Vorteil, falls der Nutzer schon über kabellose Logitech-Geräte verfügt oder die Anschaffung solcher Geräte plant. Außerdem ist der Empfänger so klein, dass er an einem HTPC oder Raspberry Pi optisch nicht weiter auffällt oder im Weg ist.

Rapoo E2700

Die Marke rapoo dürfte den Wenigsten bisher ein Begriff sein. Der chinesische Hersteller versucht seit einigen Monaten offensiv, in den deutschen Markt vorzudrängen und ist inzwischen bei vielen Händlern gelistet. Die Chinesen bauen schon seit Jahrzehnten Eingabegeräte auch für andere Marken. Jetzt versucht der Hersteller zum Beispiel mit der E2700, auch mit dem eigenen Namen die Gunst der Kunden in Europa zu gewinnen.

Kabellose Tastatur in klein: Die Rapoo E2700 ist nichts für Dauertipper.
Kabellose Tastatur in klein: Die Rapoo E2700 ist nichts für Dauertipper. (Foto: t3n)

Mit Abmessungen von 8,2 x 25,4 Zentimetern ist die E2700 auf den ersten Blick deutlich kleiner als die K400 von Logitech. Wer nach einem größeren Modell sucht, der findet mit der E9180P eine „aufgeblasene“ Version der E2700 in Standardgröße. Für dieses größere Modell, das außerdem im neueren Fünf-Gigaherz-Band funkt muss man allerdings etwa den doppelten Preis der E2700 berappen.

Merkwürdiges Layout: Umlaute verschoben

In Anbetracht der geringen äußeren Abmessungen wurde natürlich auch bei der E2700 am Layout etwas gefeilt. Besonders auffällig ist die Positionierung der Umlaute Ä, Ö und Ü. Das „Ö“ befindet sich neben der (sehr kleinen) Return-Taste, während das „Ü“ und das „Ä“ in die unterste Tastenreihe gerutscht, aber durch eine weitere Taste voneinander getrennt sind. Die Tasten der restlichen Buchstaben sind deutlich größer ausgefallen, insgesamt jedoch noch deutlich kleiner als auf einer Standard-Tastatur. Entsprechend benötigt die E2700 viel Gewöhnung, um darauf fehlerfrei tippen zu können. Für textintensive Arbeiten wird das Mini-Keyboard auch nach der Eingewöhnung nicht ideal sein, für die ein oder andere Chat-Session oder das Eintippen von URLs im Browser reicht es aber allemal.

Gewöhnungsbedürftig: Die Anordnung der Umlaute auf der Rapoo E2700.
Gewöhnungsbedürftig: Die Anordnung der Umlaute auf der Rapoo E2700. (Foto: t3n)

Die Tasten der E2700 verfügen über eine Scheren-Mechanik in Kombination mit einer Silikonhauben-Schicht. Die einzelnen Tasten werden zum Rand hin etwas instabil, so dass man sie ziemlich zentral treffen muss um ein haptisches Feedback zu erhalten. Zusammen mit der absolut planen Oberfläche des Tastenfeldes fällt es öfter schwer, die richtige Taste zu erwischen. Diese Nachteile sind jedoch in Betracht der Größe zu erwarten.

Viele Funktionstasten

Die gesamte Reihe der Funktionstasten von F1 bis F12 wurde mit einer doppelten Funktionsebene via FN-Taste versehen. Darunter befinden sich ausreichend Multimedia-Funktionen zur Musiksteuerung oder zur Navigation im Browser.

Das Touchpad der E2700 ist in etwa so groß wie das Touchpad der K400. Im Gegensatz zu Logitech hat Rapoo das Feld allerdings hochkant angeordnet, weswegen in der Breite noch mehr Platz gespart werden kann. Das Touchpad nimmt die gesamte Höhe der Tastatur ein und versteht ebenfalls Multi-Touch-Gesten, zum Beispiel das Scrollen oder Links-klicken mit zwei Fingern.

Der Funkempfänger kann sowohl bei der Logitech K400, als auch bei der Rapoo E2700 zum Transport aufbewahrt werden.
Der Funkempfänger kann sowohl bei der Logitech K400, als auch bei der Rapoo E2700 zum Transport aufbewahrt werden. (Foto: t3n)

Die Stromversorgung erfolgt über zwei AAA-Batterien und der winzige Funkempfänger, der vom Logitech-Unifying-Empfänger kaum zu unterscheiden ist, kann neben dem Batteriefach zum Transport verstaut werden.

Fazit

Die Rapoo E2700 und die Logitech K400 sind beide gute Lösungen, um einen Computer in einer Wohnzimmer-Situation bedienen zu können. Der größte Unterschied in der Nutzung dürfte sich aufgrund der Größenunterschiede ergeben. Durch die größeren Tasten eignet sich die Logitech K400 durchaus auch für längere Tippereien. Diese dürften auf der Rapoo E2700 deutlich schwerer fallen, da es eine Menge Gewöhnung braucht, bis man die Tasten zielsicher trifft. Außerdem verwirrt die ungewöhnliche Anordnung der Umlaute.

Zwei Funk-Tastaturen mit Touchpad im Vergleich: Welche ist die ideale Ergänzung für HTPC, Raspberry Pi und Co.? Logitech K400 oder Rapoo E2700
Beide Tastaturen haben ihre Vorteile. Wer nach einer kompakten Tastatur zum gelegentlichen Surfen sucht, sollte zur E2700 greifen. Wer auch mal längere Texte tippen will, nimmt die K400. (Foto: t3n)

Eine Empfehlung hängt also stark vom Nutzerverhalten ab. Wer einen reinen HTPC oder Mediaplayer mit entsprechender Software betreibt, und sich nur die Eingabe von IP- oder Internetadressen ersparen will, ist mit der Rapoo E2700 gut beraten. Wer den Rechner auch für die ein oder andere E-Mail oder das Verfassen eines Briefs verwenden will, sollte lieber zur größeren Logitech K400 greifen oder sich alternativ die größere, aber deutlich teurere Variante der E2700 namens E9180P ansehen.

Zwei kabellose Funk-Tastaturen mit Touchpad im Vergleich: Welche ist die ideale Ergänzung für HTPC, Raspberry Pi und Co.? Logitech K400 oder Rapoo E2700

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10 Reaktionen
M. Gyger

Ich habe mir für meinen Media-PC letztens die Rapoo E2700 im MediaMarkt gekauft und bin absolut zufrieden. Preis-Leistung stimmt und die Qualität kann sich sehen lassen. Speziell das Edelstahlgehäuse fühlt sich hochwertig an.

Ansonsten toller Artikel Herr Stückler!

Jens Wolff

Ich habe mir gleich mehrere Logitech K400 gekauft. So habe ich immer - egal ob im Wohnzimmer vorm Beamer oder vorm Plasma eine optimale "Couchtastatur". Für den Preis und die extrem gute Bedinbarkeit der Rechner im sitzen oder sogar im liegen kann ich diese Tastatur nur wärmstens empfehlen und habe sie auch schon zwei Freunden empfohlen und verschenkt!
Auch bei mir halten die Batterien schon über ein Jahr... Besser gehts nicht! Top Produkt zum kleinen Preis!

Jakub

Habe auch die K400 für mein Raspberry Pi. Läuft super und kann mich nicht beklagen.

Oink

Mhn, wie ich sehe keins mit Bluetooth. Bin auf der Suche nach eins für mein Handy, wen ich es mal an einem Bildschirm angeschlossen habe. Hat da jemand Erfahrung? Also Tastatur mit Maus als einziges Gerät?

Stefan

Ich schließe mich an: Die K400 ist top! Sehr gute Reichweite, guter Druckpunkt der Tastatur und eine gut funktionierende Gestensteuerung. Lediglich die Maustasten unter dem (guten) Touchpad sind etwas ungenau.

Yannick

Auch ich kann die K400 bestens empfehlen. Habe diese ein halbes Jahr im Einsatz und bin damit sehr zufrieden. Für die Nutzung an einem HTPC optimal geeignet.

jothewhite90

Ich nutze die K400 schon fast ein Jahr und bin bestens zu frieden. Die Batterien habe ich noch nie gewechselt und sie funktioniert immer noch problemlos.

Jan

Die K400 kann ich nur empfehlen, nutze sie selbst für meinen htpc!

Moritz Stückler

@Benny Lava: Schade! Bei uns hat alles funktioniert. Hoffen wir, dass es eine Ausnahme war!

Benny Lava

Ich hatte mir die Rapoo gekauft, aber selbst auf dem Tisch stehend reagierten manche Tasten nicht richtig und es kam immer wieder zu Fehleingaben. Hab sie dann wieder ausgemustert.

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