Kolumne

Wenn der kalte Cyber-Krieg heiß wird, ist das Internet am Ende

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Ein Cyber-Weltkrieg wäre das Ende des offenen globalen Internets

Die grundlegende Natur des Internets macht ein Eskalations-Szenario leider wahrscheinlich. Damit das Internet als das große, innovative und demokratische Medium, das es ist, funktioniert, muss jeder Teilnehmer Daten senden und empfangen können. Als offenes Netz, an dem grundsätzlich jedes Gerät teilnehmen kann, wird das Internet damit immer verwundbar für solche Angriffe bleiben.

Die USA wären vermutlich schon heute in der Lage, weite Teile der Internet-Infrastruktur eines riesigen Landes wie Russland oder China lahmzulegen. Es ist anzunehmen, dass die Antwort auf einen solchen Cyber-Angriff nicht lange auf sich warten lassen würde. Das globale Internet würde als Kollateralschaden zwei sich bekriegender Nationen vermutlich schnell aufgrund der Last der Daten zusammenbrechen. Nur Abschottung und Ausschließen großer IP-Adressbereiche böte dann noch Schutz – das Internet würde fragmentiert, in viele kleine Netze zerbröseln.

Ein Cyber-Erstschlag, wie er von den USA kürzlich öffentlich angedroht wurde, könnte daher das Ende des Internets bedeuten, wie wir es kennen. Ob mit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten dieses Internet-Horrorszenario wahrscheinlicher oder weniger wahrscheinlich geworden ist, bleibt bei einem so wenig berechenbaren Mann zunächst offen. Gegenüber Putins Russland fiel Trump eher durch milde Worte auf, gegenüber Wirtschaftskonkurrent China hingegen durch harsche.

Ist die Eskalationsspirale staatlicher DDoS-Angriffe erst einmal in Gang gesetzt, gibt es es kaum einen Weg zurück zu einem globalen Internet. Daher wäre es nun wichtig, dass sich die Uno-Staaten endlich zu Regeln und Einschränkungen beim Einsatz von Cyber-Angriffen verpflichten. Kommt ein internationaler DDoS-Krieg erst einmal in Gang, kann es schon zu spät sein.

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2 Kommentare
Brech
Brech

Ach, herrjeh, war das auch eines von diesen „Skript-Kiddies“, das diesen Text verfasst hat?!

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Karl Marks
Karl Marks

Durchaus eine sehr reale Gefahr, funktioniert in der Wirtschaft heut zu Tage doch so gut wie gar nichts mehr ohne Internet; es herrscht eine extrem hohe Abhängigkeit.

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