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Analyse

Die nächste große Plattform heißt Dazn

Dazn-Chef James Rushton. (Foto: dpa)

| Hinweis: Artikel enthält Provisions-Links – Was ist das?

Dazn was? Der kaum bekannte Sport-Streaming-Dienst wächst rasant und ist längst eine Bedrohung für klassische Fernsehsender. Die Strategie der Firma erinnert an gängige Prinzipien von Amazon.

Wenn das Wort „Plattform“ fällt, denken viele zuerst an Google, Apple, Facebook oder Amazon. Die sogenannte GAFA-Ökonomie steht exemplarisch für die marktbeherrschende Stellung der vier US-Konzerne, die mit ihren weltumspannenden Geschäftsmodellen die Regeln für alle anderen Unternehmen vorgeben.

Seit langem beschäftigt die Branche daher die Frage, wer überhaupt noch das Zeug hat, eine Plattform von ähnlich großer Relevanz hervorzubringen. Und eine Antwort scheint gefunden: Neuerdings wird auch Netflix dem elitären Club zugerechnet. Das 1997 gegründete US-Unternehmen hat sich von einem nationalen DVD-Versand zum globalen Streaming-Dienst mit mehr als 130 Millionen Kunden entwickelt. Die Rede ist jetzt vermehrt von der FAANG-Ökonomie. Aber wie lange bleibt das so?

Kann Dazn größer werden als Netflix?

Ein heißer Kandidat für die nächste große Plattform ist jedenfalls schon in Sicht. Und es könnte ausgerechnet ein weiterer Streaming-Dienst sein: Dazn. Dazn was?

Zugegeben: Dass ein zumindest vielen Sport-Muffeln noch unbekanntes Startup mit zungenbrechendem Namen schon bald in den Tech-Olymp aufsteigen soll, klingt erstmal weit hergeholt. Dazn ist erst seit 2016 am Markt, schreibt hohe Verluste. Allerdings verbreitet sich derzeit kaum eine Plattform so rasant wie der Sport-Streaming-Dienst aus London. Für etablierte Sender in der Branche ist er längst eine ernstzunehmende Bedrohung.

Dazn wird oft auch als „Netflix des Sports“ bezeichnet. (Foto: © Dazn)

Eine erste Erklärung liefert das Geschäftsmodell von Dazn: (Provisions-Link) Für eine Monatsgebühr von 9,99 Euro erhalten Kunden uneingeschränkten Zugriff auf ein üppiges Paket aus Sportübertragungen aller Art. Das Programm umfasst etwa US-Sport, Boxen, Eishockey, Golf, Reiten und Tennis. Aber vor allem unter Fußballfans hat sich die Firma, die Büros in München und Berlin unterhält, schnell einen Namen gemacht: Unter anderem besitzt das Startup die Übertragungsrechte für die Ligen in England, Spanien, Frankreich und Italien. Nach einer siegreichen Bieterschlacht mit etablierten Sendern wie Sky oder dem ZDF zeigt Dazn ab dieser Saison auch die meisten Partien der Champions- und Europa-League. Gestreamt wird auf Smartphone, Tablet oder im Browser. Ein Kabelanschluss oder Knebelverträge mit klassischen Pay-TV-Anbietern? Nicht notwendig. Werbung? Fehlanzeige. Kündigung? Jederzeit möglich.

Naheliegend wird Dazn daher oft als „Netflix des Sports“ bezeichnet – was bei genauer Betrachtung jedoch zu vereinfacht ausgedrückt ist. Zum einen setzt Dazn auf Live- statt Archivinhalte, zum anderen geschieht das Wachstum im Vergleich zum bereits zwanzig Jahre alten Seriendienst aus Kalifornien in viel kürzerer Zeit. Genaue Nutzerzahlen kommuniziert Dazn zwar nicht. Vom hohen Tempo des Wachstums zeigen sich die Verantwortlichen aber selbst überrascht: „Wir haben inzwischen eine Menge an Leuten auf unserer Plattform, von der wir 2016 dachten, das ist das Gesamtpotenzial, das wir im Zeitraum von drei bis fünf Jahren überhaupt erreichen können“, sagte Marketing-Chef Benjamin Reininger kürzlich zu Business Punk.

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Eine Reaktion
Mandy K.

Wieso wird das mit Netflix verglichen? Das sind doch komplett verschieden bereiche die da bedient werden. Würde das eher als Bedrohung für Sky sehen, wo es sich für die meisten Deutschen ja auch um einen SportStream handelt.. Lg

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