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Diese 8 Punkte bringen die digitale Transformation ins Rollen

Wandel hat einen Namen: Die Digitale Transformation verändert Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig. (Grafik: Shutterstock)

Höhere Effizienz, neue Marktsegmente erschließen, wettbewerbsfähig bleiben – all das versprechen sich Unternehmen von der Digitalisierung. Auf diese acht Punkte sollte man achten, damit es mit der Transformation klappt.

Für die erfolgreiche digitale Transformation gibt es keine Blaupause. Allerdings gibt es Methoden, an denen sich Unternehmen orientieren können, um die wichtigsten Fehler zu vermeiden. Eine davon ist das Digital-Transformation-Wheel. Diese Methodik ist keine Checkliste zum Abhaken. Vielmehr beschreibt sie die wesentlichen Hebel und Themen, die unabdingbar sind, um ein Unternehmen erfolgreich zu transformieren. Denn: Der größte Erfolg wird erzielt, wenn die digitale Transformation als ganzheitlicher, iterativer Prozess verstanden wird, der kontinuierlich evaluiert und angepasst wird – als Rad, das sich dynamisch dreht. Die acht Kernelemente der Methodik stellen wir euch im Folgenden vor.

Das Digital-Tranformation-Wheel. (Grafik: Stefanie Peters)

1. Digitale Vision – die Basis der digitalen Transformation

Ohne Vision geht es nicht. Sie gibt an, welche langfristigen Ziele angesteuert werden und gibt dem Digitalisierungsprozess somit einen Rahmen. Hier lohnt es sich, groß zu denken und erkennbare Trends und Potenziale einzubeziehen. Die Vision sollte im Unternehmen für alle Mitarbeiter greifbar gemacht werden, indem sie von der Führungsebene gut kommuniziert und vorgelebt wird. Wenn jeder Mitarbeiter weiß, worauf er hinarbeitet und wofür er die Extrameile geht, bleibt der Ball am Rollen.

2. Ganzheitliche Strategie – Schritt für Schritt ans Ziel

Eine ganzheitliche Strategie ist unerlässlich, um das in der Vision definierte Zielbild zu erreichen. Entlang dieses Weges werden nun konkrete Ziele, einzelne Meilensteine sowie Key-Performance-Indicators (KPI) sowohl für das Gesamtunternehmen definiert als auch für alle Bereiche und Funktionen der Organisation, zum Beispiel als eine Vertriebsstrategie, heruntergebrochen. Dieses Vorgehen hat das Ziel, sicherzustellen, dass alle Unternehmensbereiche aktiv eingebunden werden, ihren Beitrag auf dem Weg zum digitalen Unternehmen kennen und sich dessen Bedeutung bewusst sind.

3. Neue Geschäftsmodelle – Mut zur Veränderung

Digitalisierung bedeutet Veränderung. Das Kerngeschäft wird grundlegend hinterfragt und unter Umständen massiv angepasst. Gezielte Disruption innerhalb der eigenen Strukturen erfordert viel Mut, schafft aber auch Platz für Neues und hilft dabei, neue Marktzugänge zu erschließen. Dabei sind auch bestehende Geschäftsmodelle grundlegend zu hinterfragen. Im Fokus muss der Kunde stehen – seine Wünsche und Erwartungen bestimmen die zukünftige Ausrichtung des Geschäftsmodells. Auf diese oft grundlegenden Veränderungen muss das gesamte Unternehmen gut vorbereitet werden, damit der Wandel keine Angst auslöst, sondern die Motivation steigert.

4. Flexible Organisation – von Startups lernen und neue Ideen fördern

Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihr Silodenken abbauen. Denn Kreativität benötigt Raum, um sich zu entfalten. Deswegen sind flache Hierarchien und größere Freiräume durch flexible Arbeitszeiten und agile Strukturen zu schaffen. Denn: Eigenverantwortliche, diverse Teams und teamübergreifendes Arbeiten fördern den Austausch von Ideen und Wissen. In diesem Bezug können etablierte Unternehmen viel von Startups lernen, die von Anfang an in flachen und flexiblen Strukturen arbeiten.

5. Dynamische Prozesse und Tools – agil und kundenzentriert sein

Das Ziel der Digitalisierung ist es in erster Linie nicht, neue Tools einzuführen, sondern Prozesse dynamischer zu gestalten und diese bei Bedarf mit geeigneten Tools zu unterstützen. Das hilft Unternehmen, flexibler zu werden und sich den Umständen des Marktes und den Wünschen der Kunden schneller anzupassen. Tools helfen vor allem dabei, die steigende Komplexität durch maximale Transparenz zu beherrschen und agile Zusammenarbeit in virtuellen Teams zu fördern.

6. Offene Kultur – neues Mindset etablieren

Eine gute Unternehmenskultur trägt maßgeblich zum Erfolg der digitalen Transformation bei. Damit sind allerdings nicht der Kickertisch oder regelmäßige Teamabende gemeint, sondern vor allem ein innovatives Mindset. Eine offene Unternehmenskultur zu entwickeln, bedeutet daher vor allem, die Mitarbeiter zu ermutigen, Neues auszuprobieren, zu experimentieren und dabei aus Fehlern zu lernen. Hierbei ist es hilfreich, wenn Mitarbeiter mittels geeigneter Coaches neue (agile) Methoden erlernen und gleich im Arbeitsalltag anwenden. Dabei sollten Führungskräfte mit gutem Beispiel vorangehen und die gewünschte Offenheit für Neues vorleben.

7. Relevante KPI – Performance zielführend messen

Jedes Unternehmen hat schier unendlich viele Kennzahlen, anhand derer es versucht, seinen Erfolg zu messen. Mit der Digitalisierung neuer Prozesse kommen dank Tracking noch mehr hinzu. Zu viele Messgrößen lassen letztendlich jedoch kaum noch valide Aussagen über den Unternehmenserfolg zu. Deswegen sollten besser wenige, dafür aber relevante KPI identifiziert werden. Entscheidend dabei ist es, die richtigen Fragen zu stellen: Was sind unsere wichtigsten Ziele und welche KPI reflektieren diese Ziele am besten?

8. Konsequente Umsetzung und Kommunikation – mit langem Atem ans Ziel

Die Digitalisierung ist erstens kein Sprint, sondern ein Marathon, und zweitens kein linearer Prozess mit festem Ziel, sondern ein Orientierungslauf mit vielen Iterationen. Deshalb bedarf die Umsetzung definierter Maßnahmen und einer guten Vorbereitung. Hier hilft eine klare Roadmap, die Aufgaben und Deadlines festlegt und den jeweiligen Mitarbeitern zuordnet. Daneben braucht es erfahrene Change-Begleiter und Enabler, die den gesamten Veränderungsprozess orchestrieren und agil steuern. Ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor ist dabei eine durchdachte, offene Kommunikation, die sowohl den Austausch „top down“ als auch „bottom up“ in allen Formaten ermöglicht.

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