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Welche Energieversorger sind bei der Digitalisierung vorne?

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Auch die Innogy-Tochter Eprimo, die im Discount-Segment arbeitet, schneidet mit einer „attraktiven Website“ gut ab. Ebenso spiele die ENBW-Tochter Yello mit einer überzeugenden App im Digitalmarketing weit vorne mit, hat die Analyse ergeben.

Bei der Frage, wie effektiv die Digitalisierung auch im Vertrieb genutzt wird, verdient sich der Hannoveraner Anbieter Enercity die Top-Platzierung. Grund sei die „praktische App“, die einen einfachen Vertragsabschluss ermögliche. Auch ein Scan der Zählernummer und der Bezahlkarten sowie ein Live-Chat mit dem Versorger seien im Angebot.

Der Vattenfall-Ableger Enpure schließe mit einer intuitiven Vertragsabschlussstrecke per App sowie zeitgemäßen Bezahlfunktionen ebenfalls gut ab. So auch Innogy, das mit seinem Live-Chat überzeuge, wie die Tester befunden haben.

Top-Platzierte in der Kategorie „Kundenportale” (Tabelle: Oliver Wyman)

Top-Platzierte in der Kategorie „Kundenportale” (in alphabetischer Reihenfolge) (Tabelle: Oliver Wyman)

Klassenbester beim Kundenportal ist Yello, ebenfalls aus dem Discount-Segment. „Die Visualisierung des Verbrauchs und dessen Projektion sind gut gelöst, alle Dokumente sind digital, Abschläge können auf Knopfdruck angepasst werden – der Kundendienst ist Tag und Nacht erreichbar“, loben die Studienautoren.

Auch der Digital-Angreifer Enpure biete moderne Features im Kundenkontakt, also zum Beispiel Zählerstandserfassung per Kamera und Push-Nachrichten. Auch Enercity punktet mit digitalem Mehrwert: Dazu zählen das Erstellen einer Sofortrechnung innerhalb weniger Sekunden nach Eingabe des aktuellen Zählerstands, digitalisierte Dokumente sowie eine Visualisierung und Prognose des Verbrauchs.

Kunden werden anspruchsvoller

Trotz allem: Thomas Fritz hält den Status quo für „ausbaufähig“, und zwar vor allem mit Blick auf viele Stadtwerke, deren einst robustes Geschäft mit „kaum hinterfragten“ Kundenbeziehungen nun „attackiert“ werde.

6 Fragen, die sich jedes Unternehmen in der Digitalisierung stellen sollte

Nutze ich effiziente Software?

1. Haben meine Mitarbeiter mobil Zugriff auf wichtigste Unternehmensdaten wie CRM, ERP und Business-Intelligence?

2. Gibt es ein Software-Tool wie Slack, mit dem die interne Kommunikation effizienter werden kann?

3. Für welche Dinge wird im Unternehmen Microsoft Excel eingesetzt? Gibt es eine bessere Software?

4. Gibt es On-Premise-Lösungen, die in eine Public Cloud ziehen könnten?

(Foto: © Rawpixel.com Adobe Stock)

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„Noch rangieren die großen, etablierten Energieversorger auf den vorderen Plätzen“, sagt Fritz. Inhaltlich und technisch würden aber neuen Digitalangreifern schnelle Fortschritte gelingen. Sie, sagt der Experte, würden zur Gefahr für jene etablierten Angebote, die sich langsamer bewegen.

Und die Zeit dränge: Denn Konsumenten lehnen Service nach den Maßstäben des Papierzeitalters offensichtlich zunehmend ab. „Strom- und Gasanbieter werden von ihren Kunden an Servicestandards gemessen, die sich in anderen Branchen längst gebildet haben“, sagt Stäglich. Wer mit den Möglichkeiten von Apps und Alexa aufwachse, erwarte Flexibilität zunehmend auch vom Energieversorger. Diese Stimmung sei eine Steilvorlage für digitale Angreifer.

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Ein Kommentar
Bujar
Bujar

Auch sei nicht auszuschließen, dass globale Tech-Konzerne wie Google oder Amazon das Feld der Bereitstellung für sich entdecken, so wie andere branchenferne Unternehmen wie beispielsweise die Deutsche Bahn, die seit vergangenem Jahr ja ebenfalls Strom anbietet.

Wie kann ich mir das bei der Deutschen Bahn vorstellen ? Ich schalte das Licht ein und 10 Minuten später ist es dann an ?^^

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