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Warum der Wildwuchs von Cloud-Services gefährlich werden kann

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Bußgelder in Millionenhöhe möglich

Insgesamt würden die Studienergebnisse zeigen, dass viele Führungskräfte ihr Unternehmen „sehenden Auges einem großen IT-Risiko aussetzen“, warnt Beyer. Und das, obwohl sich die negativen Auswirkungen ab dem 25. Mai deutlich verstärken. Ab dann gilt nämlich europaweit die neue Datenschutzgrundverordnung, die die Anforderungen an den Umgang mit personenbezogenen Daten, etwa von Kunden und Mitarbeitern, verschärft.

Konkret bedeutet das unter anderem: Jeder Kunde oder Mitarbeiter kann nachfragen, welche seiner Daten erfasst sind und wo diese gespeichert werden. „Befinden sich Kunden- oder Personaldaten in einer unüberschaubaren Fülle von Cloud-Services, kann das schwierig bis unmöglich werden“, sagt Beyer. Hinzu komme, dass die Daten an Orten gespeichert sein könnten, an denen sie nicht sein dürften.

Bleibt das Unternehmen dem Kunden eine Antwort schuldig oder gibt nur lückenhaft Auskunft, drohen Geldstrafen, die sich mit dem Inkrafttreten der neuen Verordnung empfindlich erhöhen werden. Bestimmte Verstöße können dann mit einem Bußgeld in Höhe von vier Prozent des weltweiten Umsatzes eines Unternehmens beziehungsweise 20 Millionen Euro geahndet werden, je nachdem welche Summe höher ist. Neben den Bußgeldern der Aufsichtsbehörden drohen Abmahnungen von Verbraucherschutz- und Wettbewerbsverbänden und wettbewerbsrechtliche Abmahnungen von Konkurrenten.

Warnung vor nicht genehmigten Cloud-Services

Die Technik entwickele sich schneller, als die Unternehmen nachkommen. Oftmals habe im Unternehmen auch niemand explizit die Verantwortung dafür, neue Sicherheitsrisiken aufzuspüren und gegenzusteuern, sagt Beyer, der ausdrücklich nur vor den nicht genehmigten Cloud-Services warnt.

Schließlich können regulär eingesetzte Cloud-Services einem Unternehmen sehr gute Dienste leisten und die eigenen IT-Experten sinnvoll entlasten. Die in den befragten Betrieben offiziell am häufigsten genutzten Services sind laut der Studie übrigens die von Microsoft Office 365 (gesamte Suite: 31 Prozent) und SAP (29 Prozent). Mit einigem Abstand folgen Microsoft Office 365 (nur Mail: 15 Prozent) sowie Salesforce und Amazons Cloud-Computing-Plattform AWS (jeweils 13 Prozent).

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Ein Kommentar
Benutzer
Benutzer

Unfassbar,

vor ungenehmigten Clouds warnen aber selbst auf Cloud pochen. Merkt Ihr nicht, dass Ihr die „Mitarbeiter wie auch Kunden“ selbst mit dem Cloud-Gerümpel prägt?

Ist das Verhalten einmal erzogen und der Cloud die Angst genommen, wird man zur Not beim gleichen Anbieter hosten, aber eben ungenehmigt – was den Mitarbeitern wieder erklär werden muss („Aber wieso denn? Ihr nutz doch auch die Cloud bei XXX?)

Immerhin wird ja Geschäftliches auch u.U. auf das private umgesetzt. Egal welchem Anbieter für was auch immer muss man doch auch vertrauen, egal für welchen man sich entscheidet.

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