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Ratgeber

Auf Talentjagd? Diese Recruiting-Plattformen solltest du kennen

(Foto: Prescreen)

Die klassische Stellenanzeige reicht in Zeiten des Fachkräftemangels nicht mehr aus . Diese E-Recruiting-Plattformen helfen Arbeitgebern bei der Talentsuche.

Unternehmen klagen seit Jahren über den in Deutschland grassierenden Fachkräftemangel. Wie eine Studie von Manpower ergab, war mit 46 Prozent knapp jedes zweite Unternehmen im Jahr 2015 von akuter Personalnot betroffen.

Zum Vergleich: 2014 waren es noch sechs Prozentpunkte weniger. Arbeitgeber müssen deshalb zunehmend neue Wege einschlagen, um an talentierte Fachkräfte zu kommen, vor allem im IT-Bereich. Sogenannte Recruiting-Plattformen helfen bei der Bewerbersuche. Wir stellen fünf Lösungen für den deutschen Markt vor.

5 Recruiting-Plattformen im Überblick

1. Skjlls

Mit der Recruiting-Plattform Skjlls können Arbeitgeber neue Talente unter anderem auf Basis der Gehaltswünsche finden. (Bild: Skjlls)
Mit der Recruiting-Plattform Skjlls können Arbeitgeber neue Talente unter anderem auf Basis der Gehaltswünsche finden. (Bild: Skjlls)

Mit einem spektakulären Gehaltsvergleich sorgte Skjlls im vergangenen Jahr für viel Furore. Das Jungunternehmen aus Deutschland versteht sich allerdings primär als Recruiting-Plattform für Talente und Arbeitgeber.

Unternehmen können mithilfe von Skjlls kostenlos nach Design-, IT- oder Marketing-Kandidaten suchen, und zwar anhand von Kriterien wie Softskills, Wunschgehalt, Berufserfahrung und Entfernung.

2. Talent.io

Ganz neu auf dem deutschen Markt ist Talent.io aus Frankreich, das dort auch zu den größten Recruiting-Plattformen zählt. Jede Woche stellt Talent.io nach einen Angaben bis zu 100 wechselwillige Entwickler vor, die dann unmittelbar von suchenden Arbeitgebern kontaktiert werden können.

Die fachliche Eignung der Kandidaten überprüft die Plattform im Vorfeld durch Experteninterviews. Dies soll den Bewerbungsprozess deutlich verkürzen. Für Kandidaten kostenfrei, zahlen Arbeitgeber nur im Erfolgsfal, also bei erfolgter Einstellung, eine Provision.

3. Talentwunder

Auf Basis von Daten aus sozialen Netzwerken und Online-Diensten wie Github oder Stackoverflow erstellt die Plattform passende Bewerberprofile. (Bild: Talentwunder)
Auf Basis von Daten aus sozialen Netzwerken und Online-Diensten wie Github oder Stackoverflow erstellt die Plattform passende Bewerberprofile. (Bild: Talentwunder)

Software-Entwickler sind in der Digitalbranche sehr gefragt, jedoch schwer zu finden. Drei bis vier Monate dauert es in der Regel, um ein paar Kandidaten an Land zu ziehen. Talentwunder aus Berlin will das ändern. Auf Basis von Daten aus sozialen Netzwerken und Online-Diensten wie Github oder Stackoverflow erstellt die Plattform passende Bewerberprofile.

Der Clou: Je nach gewähltem Filter werden dir anschließend alle geeigneten PHP-Entwickler gelistet nach ihrer Wechselwahrscheinlichkeit angezeigt.Wer Talentwunder flexibel auf Monatsbasis nutzen will, zahlt 399 Euro, für eine einjährige Laufzeit werden hingegen 3.999 Euro fällig. Ein ausführliches Interview mit Talentwunder-Gründer Andreas Dittes findet sich hier.

4. Prescreen

Bei Prescreen werden die Lebensläufe eingehender Bewerber automatisch ausgelesen und parametrisiert. Das erleichtert die Vorauswahl. (Screenshot: t3n)
Bei Prescreen werden die Lebensläufe eingehender Bewerber automatisch ausgelesen und parametrisiert. Das erleichtert die Vorauswahl. (Screenshot: t3n)

Als Bewerbermanagement-Lösung der Zukunft versteht sich Prescreen. Die Lösung des deutsch-österreichische Unternehmen lässt sich technisch als Software-as-a-Service in die Karriereseite eines Unternehmens einbinden. Darüber veröffentlichte Stellenausschreibungen können dann automatisch in mehr als 200 Jobbörsen gestreut werden.

Das Besondere: Die Lebensläufe eingehender Bewerber werden automatisch ausgelesen, parametrisiert und intelligent verarbeitet. Das erleichtert die oft zeit- und kostenintensive Vorauswahl. Preis: Ab 69 Euro monatlich.

5. Linkedin Recruiter

Linkedin ist das weltweit größte Karrierenetzwerk mit circa sieben Millionen Mitgliedern allein in Deutschland. Speziell für Arbeitgeber gibt es mit Linkedin Recruiting auch eine Online-Lösung zur Bewerbersuche.

Mit mehr als 20 Premium-Suchfiltern können wechselwillige Kandidaten gesucht werden. Eine Alert-Funktion informiert, wenn geeignete Bewerber auftauchen. Die Demoversion gibt es kostenlos. Als Alternative bietet sich übrigens auch Xing an, das mit ähnlichen Filterfunktionen aufwartet.

Lies auch unseren Artikel: „Recruiting: In dieser deutschen IT-Firma hat der Chef nichts mehr zu sagen

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8 Reaktionen
TheGunter

Spannende Plattformen, besonders Skjlls ist doch ein erfrischender Ansatz.
Einen Ansatz, der mir hier gar nicht vorzukommen scheint, verfolgen die Jungs bei https://www.it-talents.de/ - dort geht es nicht um "simples" Recruiting über Stellenangebote, sondern die sog. "IT-Talente" werden über Programmierwettbewerbe und Stipendien kennengelernt und in einem Talentpool pro Unternehmen gesammelt.
Ich habe mich mittlerweile bei vielen Talentpools eingetragen und werde so von den Unternehmen aus der IT angeschrieben, wenn sie mich interessant finden (ich scheine gar nicht so uninteressant zu sein ;)).
So schaffen es die dortigen Partnerunternehmen Talente frühzeitig zu binden und sich im Kopf der Talente festzusetzen - ganz ohne Stellenanzeigen.

LG Michael

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Fabian Niesen

Schade das Skjlls eher nur für Programierer und nicht für sonstiges IT Personal geeignet zu sein scheint.

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Landsberg

Ich möchte meine Vorredner ergänzen, die Liste ist tatsächlich noch sehr unvollständig. Nicht nur das Endgerät, auch die Ansprache sollte zielgruppengerecht sein. Neben dem Mobile-Trend setzen daher immer mehr Personaler auf spezialisierte Verticals wie z.B. Talentrocket oder https://www.get-in-IT.de. IT-Absolventen legen bei der Jobsuche und Arbeitgeberwahl ein anderes Verhalten an den Tag als etwa BWLer. Wer also eine bestimmte Zielgruppe im Auge hat, sollte vorab schauen, welche Plattform „seine“ Kandidaten am besten erreicht - im Idealfall auf jedem Endgerät und mit zielgruppengenauen Lösungen.

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marion.steyer

Ich stimme Manuel zu. Das Thema Mobile Recruiting ist ein wichtiger Trend. 70% der Bewerber nutzen bereits das Smartphone für die Jobsuche. Ich kann die Mobile Recruiting Plattform truffls http://www.truffls.de empfehlen. Bewerber können bequem von unterwegs das Smartphone nutzen & Personalverantwortliche können vom Desktop die Bewerber einsehen. Via Match kann leicht ein Initialkontakt hergestellt werden.

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David_H

Eine super Übersicht der Plattformen! An Talente oder allgemein Fachkräfte zu kommen ist heutzutage gar nicht so einfach. Ich habe mich in einem Blogartikel zu einer ähnlichen Thematik beschäftigt, jedoch mit dem Fokus auf Startup Unternehmen (http://blog.kaufsafari.com/der-wichtigste-erfolgsfakor-fur-startups-die-mitarbeiter/)

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Olaf Barheine

Und welche Firmen sollen auf diese ganzen Plattformen zugreifen? Ich rate: Personaldienstleister und irgendwelche Vermittler.

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Manuel

In dem Zusammenhang finde ich auch Plattformen wie etwa http://www.hijob.me oder Softgarden.de interessant, die sich vor allem aufs mobile Recruiting fokussieren.

Lg,
Manuel

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Markus Wagenknecht

Mobile-Recruiting ist doch absolut nichts neues mehr und wird von den oben stehenden Lösungen meines Wissens nach vollumfänglich abgedeckt!

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