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EA kündigt Patent an: Dieser Algorithmus soll Cheaten in Online-Games unterbinden

Unsportlichkeit gibt es auch beim Online-Gaming: Unerlaubte Absprachen, heimliche Zusammenarbeit, Jagd auf einzelne Spieler sind keine Seltenheit. Für die Benachteiligten ist der Frustfaktor hoch. Doch damit könnte bald Schluss sein.

2 Min.
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Electronic Arts möchte Online-Gaming künftig fairer machen. (Foto: Shutterstock/Sezer66)

Eine neu veröffentlichte Patentanmeldung von Electronic Arts dürfte so manchem Online-Gamer, der gern auf unfaire Taktiken setzt, die Laune verderben. Denn der Spieleentwickler kündigt an, unerlaubte Zusammenarbeit mithilfe geeigneter Tools und Datenpunkte innerhalb sowie außerhalb des Spiels zu unterbinden.

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Das Patent, das von EA unter dem Namen „Detecting Collusion in Online Games“ geführt wird, konzentriert sich dabei explizit auf Spieler, die sich eigentlich als Konkurrenten gegenüberstehen sollten, stattdessen jedoch zum eigenen Vorteil methodisch gegen einzelne Spieler vorgehen. So können Teilnehmer, etwa im Battle-Royale-Shooter außerhalb des Spiels kommunizieren, geheime Absprachen treffen und so schnell die taktische Oberhand gewinnen.

Um gegenzusteuern, sieht das Patent vor, die Spieler durch In-Game-Daten zu überwachen: Verbringen einzelne Spieler offensichtlich viel Zeit in unmittelbarer Nähe zueinander, ohne dass eine Aktion erfolgt? Fügen sie sich derweil tatsächlich Schaden zu oder konkurrieren sie nur minimal, um den äußeren Anschein zu wahren?

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Auch das Fallenlassen von wichtigen Items und Waffen, welche wiederum andere Spieler des Teams regelmäßig aufheben, deutet auf unerlaubte Kooperation hin, ebenso wie ständig gleiche Teambesetzungen in jeder Runde. Neben diesen offensichtlichen Faktoren geht der Entwickler jedoch noch einen großen Schritt weiter.

Macht EA jetzt auf Big Brother?

Auch soziale Verbundenheit, Systemverbindungen und Interaktionen von Drittanbietern außerhalb des Spiels will EA künftig ableiten können. Dabei sollen auch Freundeslisten sowie Verbindungen über Social-Media-Kanäle und Foren eine Rolle spielen. Mehr noch: Eine „teamübergreifende, gemeinsam genutzte Community-Metrik“ soll Gruppen ausfindig machen, in denen Spieler beider Teams Mitglieder sind und Absprachen treffen. Leisten soll dies ein „Algorithmus für maschinelles Lernen“, der auch außerhalb des Spiels den richtigen Kontext ermitteln kann.

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Zweifellos ein ehrgeiziges Vorhaben, das Elctronic Arts mit seiner Patentanmeldung im November ins Spiel gebracht hat. Beim Auslesen der Spielerdaten sollen, so der Entwickler, stets alle Datenschutzrichtlinien und die Privatsphäre jedes einzelnen respektiert werden. Ob das ambitionierte Vorhaben für mehr Fairness in Online-Games jemals in die Tat umgesetzt wird und letztlich auch Übeltäter wirksam aufspüren kann, bleibt jedoch abzuwarten.

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