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Mehr Display, mehr Spaß: Echo Show (2018) im Test

Amazon Echo Show (2018). (Foto: Amazon)

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Amazons Echo Show der zweiten Generation ist seit einer Weile auf dem Markt. Wir haben ihn ausprobiert und halten ihn mit seinem größeren Display für einen überwiegend gelungenen Smartspeaker.

Amazons erster Echo Show (Test) mutete mit seinem glänzenden und eckigen Gehäuse aus der Zeit gefallen wie ein Röhrenfernseher an. Mit dem 2018er Modell ändert das Unternehmen das – der neue Show macht optisch weit mehr her und überzeugt auch in anderen Belangen.

Echo Show (2018): Größeres Display, basslastigerer Sound

Amazons neuer Echo Show ist aufgrund seiner 10-Zoll-Bildschirmdiagonale nicht nur größer als der Vorgänger, sondern das Display bedeckt den Großteil der Front. Der beim ersten Modell auf der Vorderseite angebrachte Lautsprecher ist seitlich und an die stoffummantelte Rückseite gewandert, sodass ein Stereoeffekt besser zur Geltung kommt.

Die Front des neuen Echo Show (2018) besteht fast nur aus Display. (Bild: Amazon)

Die Front des neuen Echo Show (2018) besteht fast nur aus Display. (Bild: Amazon)

Der neue Show verfügt über ein Zehn-Zoll- anstelle eines Sieben-Zoll-Displays des Vorgängers. Es löst mit 1.280 x 900 Pixeln etwas höher auf als der erste Show, der nur 1.024 x 600 Pixel lieferte. Der Bildschirm produziert knackige Farben, ist recht kontraststark, ausreichend hell und blickwinkelstabil, sodass ihr Inhalte auch von der Seite einsehen könnt. Wie der Vorgänger neigt der Bildschirm je nach Lichteinfall immer noch stark zum Spiegeln. Für den Konsum von Filmen über Prime Video hätten wir uns wenigstens über eine Full-HD-Auflösung gefreut. Über den Sprachbfehl „Alexa, Display aus!“ könnt ihr den Bildschirm deaktivieren, die Helligkeit lässt sich lediglich über die Einstellungen regeln, wobei wie bei der Lautstärke sicherlich auch ein „Alexa, Display auf 80 Prozent“ möglich wäre.

Oberhalb des Displays befindet sich eine Frontkamera mit fünf Megapixeln, die ihr für Videotelefonie mit anderen Echo-Geräten nutzen könnt. Die Bildqualität der Kamera genügt für Videotelefonate, sofern ausreichend Licht vorhanden ist, bei wenig Licht ist ein gewisses Rauschen sichtbar. Einfache Sprachanrufe zwischen Echo-Geräten und der Alexa-App sind ebenso durchführbar.

Das Gehäuse des neuen Echo Show ist mit einem Textilüberzug versehen. (Foto: t3n)

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Künftig besteht außerdem die Möglichkeit, eure Familie per Skype anzurufen, wodurch sich der Einsatzzweck der Frontkamera deutlich erweitern dürfte. Wann die Funktion freigeschaltet wird, haben weder Amazon noch Microsoft kommuniziert.

Auf der Oberseite des Show befinden sich drei Knöpfe, von denen einer die Mikrofone mitsamt der Kamera deaktiviert, die anderen beiden dienen zur Lautstärkeregelung, die sich aber auch per Sprache einstellen lässt. Was uns im Grunde fehlt, ist die Möglichkeit, die Kamera per mechanischem Scharnier zu verdecken, ähnlich wie etwa Lenovo es bei seinem Thinkpad X1 Carbon umgesetzt hat. Googles Antwort auf den Echo Show, der Google Home Hub, kommt komplett ohne Kamera. Laut Google sollen sich Nutzer, die um ihre Privatsphäre besorgt sind, sicherer fühlen und es etwa auch ruhigen Gewissens im Schlafzimmer aufstellen können. Ein Schieberegler wäre ein guter Kompromiss gewesen.

Die drei Knöpfe befinden sich auf der Oberseite res Echo Show. (Foto: t3n.de)

Die drei Knöpfe befinden sich auf der Oberseite des Echo Show. (Foto: t3n)

Der verbaute Lautsprecher besteht aus 50-Millimeter-Neodymium-Stereo-Treibern und einem passiven Bassradiator, der für einen raumfüllenden Klang sorgen soll. Der Plan geht auch auf: Der Sound ist raumfüllender als beim Echo Show der ersten Generation, standardmäßig schiebt der Radiator jedoch eine Nuance zu viel Bass heraus. Wem das missfällt, kann über einen Equalizer, der in den Ton-Einstellungen zu finden ist, nachbessern. Auch mit dem Sprachbefehl „Alexa, regle den Bass runter“ könnt ihr nachjustieren. Es sollte erwähnt werden, dass der Sound besser als beim Vorgänger ist, an die Qualität eines Sonos One (Test) oder den neuen Echo Plus kommt der Show nicht heran. Dennoch liefert er einen guten Klang, wobei der des ersten Modells etwas klarer, aber schwächer war.

Angelehnt an den Echo Plus kann der neue Show mittels integrierter Zigbee-Bridge auch als Smarthome-Hub genutzt werden. Über die Bridge lassen sich einige Smarthome-Produkte wie Philips-Hue-Lampen ohne eine zusätzliche Bridge einbinden. Jedoch sind nicht alle Zigbee-kompatiblen Produkte kompatibel. Unter anderem ist eine Einbindung der smarten Heizkörperthermostate von Tado auf diesem Wege nicht möglich, sodass ihr eine zusätzliche Bridge, die im Tado-Lieferumfang enthalten ist, verwenden müsst. Kompatible Produkte listet Amazon auf einer entsprechenden Seite auf.

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