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Alexa soll noch smarter werden – Sie erkennt Skills automatisch und flüstert zurück

Echo Dot. (Bild: Amazon)

Amazon hat am Donnerstag ein regelrechtes Feuerwerk an neuer Echo-Hardware für Alexa angekündigt. Aber auch der Sprachassistent hat neue Tricks erhalten – die Aktivierung von Skills etwa ist künftig nicht mehr notwendig.

Im Zuge eines „Überraschungs-Events“ hat Amazon viele neue Produkte rund um den Sprachassistenten Alexa angekündigt – von einem neuen Echo Plus, einem Update des Echo Show (Test) bis hin zu Stereo-Verstärkern mit Multi-Room-Unterstützung als direkte Konkurrenz zum Hardware-Partner Sonos. Damit die neuen wie auch alten Geräte noch häufiger und bequemer genutzt werden können, hat Alexa auch allerlei neue Funktionen verpasst bekommen.

Alexa: Skills müssen nicht mehr installiert werden

Alexa soll mehr und mehr zur Anlaufstelle für digitale Dienste wie E-Mail, den Terminkalender, aber auch zur Steuerung des Smarthomes, zur Absicherung eures Zuhauses und zur einfachen Unterhaltung werden.

Echo Input. (Bild: Amazon)
Echo Input macht jede Musikanlage Alexa-fähig. (Bild: Amazon)

Laut Tom Taylor, Senior Vice President für Amazons Alexa, habe man im Laufe des letzten Jahres große Fortschritte bei Alexas künstlicher Intelligenz und den Einsatz von Deep-Neural-Networks erreichen können. Durch diese Entwicklungen erkenne der Assistent nun akustische Phänomene wie geflüsterte Sprache und weitere Dinge wie zerbrochenes Glas.

Alexa-Dienste von Drittanbietern, die Skills, von denen es mittlerweile über 50.000 gibt, müssen dank der Fortschritte nicht mehr vom Nutzer aktiviert werden. Wird eine Frage gestellt, auf die Alexa keine Antwort hat, soll der Assistent selbst erkennen, ob ein Skill helfen kann, der dann zurate gezogen wird. Die Aktivierung und Deaktivierung erfolge vollkommen automatisiert im Hintergrund. Ziel der neuen Funktion sei es unter anderem, die Interaktion mit Alexa natürlicher zu machen.

Alexa unterstützt Folgefragen und wird mehr zum Assistenten

Künftig müsst ihr nicht vor jeder Frage das Hotword „Alexa“, „Computer“ oder „Echo“ sagen, denn der Sprachassistent unterstützt Folgefragen. Damit könnt ihr also mehrere Fragen hintereinander stellen – der Google-Assistent unterstützt diese Funktion auch seit geraumer Zeit.

Eine weitere neue Funktion sind die „Hunches“ (dt. „Ahnungen“). Durch Machine Learning lernt Alexa im Laufe der Zeit die Bedürfnisse der Nutzer kontinuierlich besser kennen und soll ihnen hilfreiche Tipps anbieten. Wenn vernetzte Geräte wie Lampen, Schlösser, Schalter und Stecker nicht in dem von euch bevorzugten Zustand sind, macht euch der Assistent darauf aufmerksam.

Echo Sub. (Bild: Amazon)

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Alexa soll mit dem Feature „Alexa Guard“ außerdem zu einer Art Sicherheitszentrale werden. Ist die Funktion aktiviert, lauscht der Assistent in die Wohnung und kann etwa bei Geräuschen wie zerbrochenem Glas vor Einbrechern warnen. Der Funktionsumfang soll noch erweitert werden – Alexa werde bald vernetzte Beleuchtung an- und ausschalten können, um vorzutäuschen, dass jemand zuhause ist. Alexa soll zudem mit Alarmsystemen von Amazons Ring und ADT kombiniert werden.

Flüstermodus, Alexa-Routinen und ein Browser für den Echo Show

Amazons Alexa wird auch hinsichtlich der Interaktion mit dem Nutzer smarter: Sie erkennt bald etwa, ob die Person, die Alexa anspricht, flüstert, etwa um ein im Kinderzimmer schlafendes Kind nicht zu wecken – Alexa flüstert dann zurück.

Weitere neuen Funktionen sind Alexa-Routinen, die ausgelöst werden können, wenn ihr die Arbeit oder das Zuhause verlasst. Ferner integriert Amazon ortsbasierte Erinnerungen. Sagt ihr beispielsweise: „Alexa, erinnere mich daran, eine Wäsche anzustellen, wenn ich nach Hause komme“, erinnert Alexa euch automatisch per Sprach- und Smartphone-Benachrichtigung daran.

Echo und Alexa sollen euch beim Kochen und Backen helfen. (Bild: Amazon)

Alexa hat noch weitere Tricks parat: Sie kann für euch im E-Mail-Postfach (Gmail, Outlook und Hotmail werden unterstützt) nachsehen, ob ihr von bestimmten Personen Nachrichten erhalten habt. Microsofts Skype hält auch Einzug in Alexa: Künftig wird es möglich sein, Sprach- und Videoanrufe über Skype auf den Echo-Geräten durchzuführen.

Echo Show bekommt außerdem einen Browser – Amazons Silks und Mozillas Firefox stehen dabei zur Auswahl. Damit könnt ihr einerseits über den Show im Internet surfen. Für viele womöglich relevanter dürfte die Möglichkeit sein, wieder Youtube-Clips zu konsumieren. Wir erinnern uns: Google hatte die Video-App sowohl vom Fire-TV-Stick als auch vom Echo Show entfernt.

Für Kochfans wird es bald Schritt-für-Schritt-Kochanleitungen von Kitchen-Stories, Allrecipes, Epicurious, Food-52, Thekitchn und Sidechef vorlesen. Welche der Dienste in Deutschland bereitstehen, bleibt abzuwarten.

Alexa und Echo mit mehr Musik-Optionen und Unterhaltung

Amazon will mit seinen Echos und Alexa ein besseres Musik-Erlebnis liefern. Dafür hat das Unternehmen zum einen Tidal als neuen Streaming-Partner an Bord geholt. Zum anderen können Echo-Geräte bald zu Stereopaaren gebündelt werden, ferner könnt ihr einen Echo-Speaker zu mehreren Multi-Room-Gruppen hinzufügen. Der Echo-Lautsprecher in der Küche kann beispielsweise zur Gruppe Küche und gleichzeitig zum Erdgeschoss hinzugefügt werden.

US-only: Hulu und andere Sender lassen sich auch dem Echo Show konsumieren. (Bild: Amazon)
US-only: Hulu und andere Sender lassen sich auch dem Echo Show konsumieren. (Bild: Amazon)

Für die Echo Shows mit Display hat Amazon neue Video-Dienste an Bord geholt: Neben Amazon Prime Video können – vorerst wohl nur in den USA – auch Hulu und NBC im Livestream verfolgt werden.

Alexa mit Offline-Modus und frustfreiem Setup

Die Smarthome-Steuerung mit Alexa funktioniert nur, wenn eine aktive Internetverbindung besteht. Ist die Verbindung unterbrochen, geht nichts mehr. Hierfür hat Amazon mit der Funktion „Local Voice Control“ eine Lösung: Sofern ihr ein Echo-Gerät mit integriertem Smarthome-Hub wie den Echo Plus oder den neuen Echo Show besitzt, könnt ihr weiterhin eure Stimme zur Steuerung von Licht, Steckern und Schaltern verwenden.

Amazon will, dass sich smarte Geräte bequem mit einem Sprachbefehl in das heimische Netzwerk integrieren, um nicht selten umständliche Installationsprozesse abzuschaffen. Als erste Partner für das „Frustration Free Setup“ nennt Amazon die Router-Hersteller Eero und TP-Link. Amazons neue Echo-Geräte und der Amazon-Smart-Plug unterstützen dieses Feature bereits.

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