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Test

Sonos Beam im Test: Sprachgesteuerte Soundbar mit gutem Klang

Mit der Sonos Beam hat der kalifornische Homesound-Spezialist sein erstes neues Produkt für das Wohnzimmer präsentiert. Die Soundbar mit Alexa-Unterstützung ist mehr als nur ein kompakteres Update der Playbar. Wir haben sie ausprobiert.

6 Min.
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Sonos Beam im Test. (Foto: Sonos)

Vier Jahre nach Vorstellung der Playbase und zwei Jahre nach Ankündigung der Playbase hat Sonos die Soundbar Beam vorgestellt, die ab dem 17. Juli in den Handel kommen wird. Mit einem Preis von 449 Euro ist Sonos Beam der aktuell teuerste smarte Lautsprecher – hat aber auch mehr als etwa Apples Homepod auf dem Kasten.

Sonos Beam: Kompakte Soundbar mit Sprachsteuerung

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Die Sonos Beam ist mit ihrer Breite von nur 65 Millimetern und einer Höhe von 68,5 Millimetern um einiges schmaler und niedriger als die mit 900 Millimetern Breite und 100 Millimetern Hohe wuchtigere Playbar. Die neue Soundbar ist laut Sonos kein Ersatz der Playbar: Sie zielt mit einem 300 Euro günstigeren Preis und der kleineren Bauform auf eine andere Zielgruppe ab und ist in erster Linie für kleine bis mittelgroße Räume bestimmt.

Die Sonos Beam ist um einige kompakter als die Playbar – und hat Alexa an Bord. (Bild: Sonos)

Die Sonos Beam ist um einiges kompakter als die Playbar – und hat Alexa an Bord. (Bild: Sonos)

Das Design der Beam orientiert sich im Ansatz durch seine abgerundete Form am Sonos-One-Speaker (Test). Allerdings besitzt die Soundbar im Unterschied zum One kein feingelochtes Gitter aus Metall, sondern ein weiches Meshgewebe aus Stoff, das in Österreich gefertigt wird. Die Oberseite, auf der die üblichen Sonos-Bedienelemente wie Pause, „Vor und „Zurück als auch ein Mute-Button für Alexa mit LED-Licht zu finden ist, bildet eine leicht konkave Form. Sonos hat die Form nach eigenen Angaben so gewählt, um dem Gerät mehr Stabilität zu geben. Zudem soll die Form auch zu einer besseren Akustik beitragen und die Mulde soll Spiegelungen im TV-Bildschirm minimieren. Das funktioniert bei dem uns vorliegenden weiß-mattierten Modell  – selbst wenn die Soundbar direkt vor dem Fernseher aufgestellt ist.

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Die Sonos Beam ist mit 65 Millimeter für eine Soundbar recht kompakt. (Foto: t3n.de)

Die Sonos Beam ist mit 65 Millimetern für eine Soundbar recht kompakt. (Foto: t3n.de)

Sonos Beam kommt mit HDMI-ARC-Unterstützung

Alle Anschlüsse der Beam befinden sich rückseitig. An Bord sind neben dem obligatorischen Netzanschluss ein Ethernet- und ein HDMI-Port. Letzterer unterstützt die ARC- und CEC-Protokolle. Praktisch: Im Lieferumfang ist ein entsprechendes HDMI-Kabel enthalten – inklusive eines optischen Audioadapters. Der Steck-Adapter ist für TV-Geräte bestimmt, die keinen HDMI-ARC-Anschluss (Audio-Return-Channel) besitzen. Ohne HDMI wird die Steuerung des Fernsehers per Alexa jedoch nicht unterstützt.

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Die Anschlüsse der Sonos Beam. (Foto: t3n.de)

Die rückseitigen Anschlüsse der Sonos Beam. (Foto: t3n.de)

Eingerichtet wird die Beam über den Sonos-Controller, den es für Android, iOS, Windows und Mac gibt. Die Beam muss entweder mit dem Heimnetzwerk verbunden werden, was per WLAN oder Ethernet möglich ist. Wer ein iPhone oder iPad sein Eigen nennt, sollte am Ende der intuitiven Einrichtung die Soundverbesserung Trueplay verwenden. Damit werden die akustischen Eigenschaften des Raums und die Positionierung des Lautsprechers vermessen und die Klangeigenschaften der Beam dahingehend optimiert. Hierfür muss der User ein iOS-Gerät im Raum „herumwedeln“.

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Laut Sonos-CEO Patrick Spence arbeitet das Unternehmen bereits an einer eleganteren Soundoptimierung (im Podcast etwa bei Minute 41:00), bei der es nicht notwendig ist, mit seinem iOS-Gerät im Raum herumzulaufen. Stattdessen sollen die in die Sonos-Boxen integrierten Mikrofone – bei der Beam fünf an der Zahl – den Raum ausmessen, ähnlich wie es etwa bei Apples Homepod oder Googles Home-Max der Fall ist. Wann diese Funktion indes kommen wird, bleibt unbeantwortet. Apropos unbeantwortet: Sonos hat noch keinen konkreten Termin für die schon im Oktober 2017 angekündigte Integration des Google Assistant genannt – derzeit heißt es nur, sie würde im Laufe des Jahre kommen.

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Sonos Beam: „Alexa, stell‘ den Fernseher an!“

Ist die Beam an den Fernseher per HDMI-ARC angeschlossen, könnt ihr euer Gerät bequem per Sprachbefehl „Alexa, stell‘ den Fernseher an“ einschalten. Auch das Abschalten ist möglich. Hierfür gilt das Kommando: „Alexa, stell‘ den Fernseher aus.“ Wenn ihr den Begriff „Fernseher“ gegen Synonyme wie Glotze, TV-Gerät oder Flimmerkiste tauscht, reagiert die Beam indes nicht. Ein entsprechendes Alexa-Update wäre durchaus wünschenswert.

Mit der Sonos Beam könnt ihr auch Amazons Fire TV (Stick) per Sprache steuern. (Bild: Sonos)

Mit der Sonos Beam könnt ihr auch Amazons-Fire-TV-(Stick) per Sprache steuern. (Bild: Sonos)

Bequem ist die Beam auch für Besitzer eines Fire-TV oder Fire-TV-Stick. Denn diverse Funktion lassen sich per Sprache aktivieren: So könnt ihr etwa sagen:„Alexa, starte „XY“ auf Fire-TV-(Stick)“ – und der Inhalt wird wiedergegeben. Auch die Suche nach bestimmten Inhalten, Filmen und Videos ist möglich. Darüber hinaus habt ihr die Möglichkeit, Videos während der Wiedergabe zu pausieren oder vorzuspulen.

Durch die HDMI-ARC-Verbindung ist es zudem möglich, die Fernbedienung der Beam über die Regelung eurer TV-Fernbedienung zu steuern, nachdem ihr die Funktion im intuitiven Setup-Prozess aktiviert habt. Wie bei den Sonos-One-Speakern mit integriertem Alexa-Assistenten könnt ihr die Lautstärke auch per Sprachbefehl oder über die Sonos-App einstellen.

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Für den Konsum bei Nacht bietet Sonos einen Nachtmodus, der dabei hilft, bestimmte Frequenzen herauszufiltern, um die Nachbarn bei Actionsequenzen nicht aus dem Bett zu werfen. Außerdem lässt sich die Beam über den Sonos-Controller für Dialoge optimieren. Sprache wird dabei stärker hervorgehoben, was im Test zuverlässig funktioniert hat.

In der Sonos-App könnt ihr unter anderem Nachtmodus und Sprachoptimierung aktivieren. (Foto. t3n.de)

In der Sonos-App könnt ihr unter anderem Nachtmodus und Sprachoptimierung aktivieren. (Foto t3n.de)

Nicht nur zum Ein- und Ausschalten des Fernsehers und der Lautstärke könnt ihr die Sprachsteuerung nutzen. Die Beam beherrscht auch die üblichen Alexa-Funktionen wie etwa die Musiksteuerung von Spotify, Amazon Music und Deezer, aber auch die Ansage des Wetters, der aktuellen Nachrichten oder der Sportergebnisse. Außerdem könnt ihr auch eure eingebundenen Smarthome-Geräte steuern. Die Großzahl der mittlerweile 59 unterstützten Musikdienste muss noch über den Sonos-Controller bedient werden.

Nutzt ihr etwa Spotify, könnt ihr die Sonos Beam auch in der Spotify-App als Wiedergabequelle auswählen. Außerdem wird die Beam neben einigen weiteren Speakern auch Apples Airplay 2 unterstützen, sodass ihr etwa über Siri-Apple-Music von eurem iPhone oder iPad abspielen könnt. Das entsprechende Software-Update will Sonos im Laufe des Juli veröffentlichen.

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Passend zum Thema: Diese Lautsprecher unterstützen Airplay 2

Nicht wundern: Die Beam zeigt auf dem HDMI-Kanal des Fernsehers keinerlei relevante Inhalte geschweige denn ein Interface an, lediglich ein Bildschirmschoner mit einem hübschen schwarz-weißem Muster wird ausgegeben. Laut Sonos benötigen einige Fernseher ein Video-Signal, um den HDMI-Kanal überhaupt zu öffnen.

Die Sonos Beam liefert guten Sound

Die Sonos Beam ist mit 65 Millimeter für eine Soundbar recht kompakt. (Foto: t3n.de)

Die Sonos Beam ist mit 65 Millimetern für eine Soundbar recht kompakt. (Foto: t3n.de)

Insbesondere in kleinen bis mittelgroßen Räumen soll die Beam zum Einsatz kommen und entweder zur musikalischen Berieselung oder zur Unterstützung der zumeist schwachen Fernsehlautsprecher zum Einsatz kommen. In mittelgroßen Räumen mit um die 20 bis 25 Quadratmetern funktioniert das bestens. Ist die Beam voll aufgedreht, solltet ihr euch besser die Ohren zuhalten, denn sie liefert eine für ihre Größe überraschend hohe Lautstärke ohne Verzerrungen.

In der Beam hat Sonos links- und rechtsseitig Lautsprecher verbaut, mit denen ein Stereoeffekt produziert werden kann. Durch die recht geringe Breite der Beam fällt der Effekt jedoch weniger stark aus als bei weiter auseinanderstehenden Boxen. Je näher ihr vor der Beam sitzt, desto deutlicher ist der Stereosound definiert. Angesichts der kompakten Abmessungen kann der Stereoklang überzeugen. Für ein breites Klangspektrum steckt in der Beam außerdem ein Hochtöner. Er sorgt dafür, dass Dialoge unter anderem auch in Actionszenen verständlich bleiben. Überdies hat Sonos vier Fullrange-Woofer integriert, die einen verhältnismäßig satten Bass liefern.

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Für einen noch besseren Kinosound lässt die Beam sich optional um weitere Produkte der Sonos-Familie erweitern. Ein extra Woofer, der Sonos Sub, schlägt allerdings gleich mit stattlichen 799 Euro zu Buche. Das Upgrade ist soundtechnisch auf jeden Fall spürbar, macht die Geldbörse aber auch um einige Euros leichter. Die Beam funktioniert aber auch als Stand-alone-Lösung – respektive als alleinige Ergänzung für das TV-Gerät –, das zumeist nur mit schwachen Lautsprechern ausgestattet ist, sehr gut.

Fazit: Sonos Beam – smarte Erweiterung für schwache TV-Lautsprecher

Sonos Beam – per Stimme oder Smartphone bedienbar. (Bild: Sonos)

Sonos Beam – per Stimme oder Smartphone bedienbar. (Bild: Sonos)

Die Sonos Beam ist explizit für den Einsatz im Wohnzimmer zur Unterstützung eines Fernsehers in mittelgroßen Räumen konzipiert worden. Und für diesen Zweck eignet sie sich ausgesprochen gut. Sie ist kompakt und bietet für ihre Größe einen sehr guten und ausgewogenen Klang. Auch für die Musikwiedergabe kann sie problemlos eingesetzt werden. Falls ihr indes überwiegend Musik hört, solltet ihr besser zu einer (oder zwei) Sonos One oder gleich einer Play:5  greifen. Letztere Lösungen sind für den reinen Musikgenuss besser geeignet, sofern ihr euch für ein Sonos-Produkt entscheiden solltet.

Mit den smarten Alexa-Funktionen und der Unterstützung für den Fire-TV-Stick erhaltet ihr mit der Beam nicht nur eine gut klingende Soundbar, sondern einen smarten Speaker, der eure Fernbedienung in vielen Situationen obsolet macht. Der Preis von 449 Euro für die Beam ist angemessen. Ob der Aufpreis von 799 Euro für eine Sub notwendig ist, sollte jeder für sich entscheiden.

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Kommentare (2)

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agathe

»GuteM« Klang. Da graust´s ja der Sau bei eurer Rächtschreibunk.

Andreas Floemer

Ups. Das hätte nicht passieren dürfen. Danke für den Hinweis. Ist korrigiert.

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