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Elon Musk: Tesla-Chef will „wahnsinnige Lithiumpreise“ nicht länger hinnehmen

Nach einem Preissprung um 460 Prozent innerhalb eines Jahres hat sich der Lithium-Preis auf ein Niveau begeben, dass Tesla-Chef Elon Musk als Wahnsinn bezeichnet. Er denkt über Alternativen nach.

2 Min.
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Neues aus Musks Twitter-Stream. (Foto: Koshiro K / Shutterstock)

Elon Musk hat über sein Lieblingsmedium Twitter, dessen größter Einzelaktionär er inzwischen ist, mitgeteilt, dass ihm die massiv steigenden Lithium-Preise Sorgen bereiten und er auf Dauer nicht bereit ist, das so hinzunehmen.

Angebot und Nachfrage: Lithium-Preise explodieren

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„Der Preis für Lithium ist auf ein wahnsinniges Niveau gestiegen“, twitterte Musk. „Es gibt keinen Mangel an dem Element selbst, da Lithium fast überall auf der Erde vorkommt, aber das Tempo der Gewinnung und Aufbereitung ist langsam.“

Der Tesla- und SpaceX-Chef reagierte damit auf einen Tweet von World of Statistics, der den Durchschnittspreis von Lithium pro Tonne über den Verlauf der letzten zehn Jahre zeigt. Allein von 2021 auf 2022 ist der Lithium-Preis demnach von 17.000 auf über 78.000 US-Dollar gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um 458 Prozent innerhalb eines Jahres. Im Vergleich zu 2012 beträgt der Anstieg über 1.750 Prozent.

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Lithium-Abbau: Salzpyramiden im bolivianischen Salzsee Uyuni. (Foto: Matyas Rehak/Shutterstock)

Lithiumvorrat – weltweit kein Mangel

Was den Tesla-Chef dabei besonders ärgert, ist der Umstand, dass es weltweit betrachtet keinen Mangel an Lithium gibt. Auch in den Vereinigten Staaten von Amerika gibt es nach Angaben des U.S. Geological Survey, einer Abteilung des US-Innenministeriums, nahezu überall Lithiumvorkommen. In Europa war jüngst das deutsche Oberrheintal als Träger von fast 16 Millionen Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent als größtes Reservoir des Kontinents identifiziert worden.

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Für Elon Musk und Tesla ist die Preisentwicklung auf Dauer bedrohlich, denn bis dato ist das Lithium für die Serienfertigung von E-Auto-Batterien unabdingbar. So wundert es nicht, dass der Tesla-Chef in seinem Tweet ankündigt, sein Unternehmen werde womöglich in großem Stil in den Abbau und die Aufbereitung von Lithium einsteigen müssen.

Tesla soll bereits über Abbaurechte in Nevada verfügen

Ganz neu ist der Gedanke nicht. Schon im Herbst 2020 soll Tesla nach Fortune-Informationen versucht haben, das Lithium-Abbauunternehmen Cypress Development zu kaufen. Cypress Development gewinnt Lithium aus den Tonvorkommen im US-Bundesstaat Nevada. Nachdem das Vorhaben gescheitert war, soll sich der US-Autobauer selbst die Rechte für den Abbau von Lithium in Nevada gesichert haben.

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Übergroß scheint Musks Interesse an einem Einstieg in Lithium-Abbau und Konversion indes nicht zu sein. So schränkte er seine Ambitionen im genannten Tweet direkt wieder ein. Ein Einstieg könne demnach erforderlich werden, „es sei denn, die Kostensituation verbessere sich“.

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