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Warum das erste iPhone noch kein Copy & Paste konnte

Der ehemalige Apple-Entwickler Ken Kocienda, eigenen Angaben nach Erfinder der Autokorrektur beim iPhone, hat auf die Entwicklung der virtuellen Tastatur am ersten iPhone zurückgeschaut – und erklärt, warum das Gerät kein Copy & Paste konnte.

2 Min. Lesezeit
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Copy & Paste am iPhone 3GS. (Screenshot: Apple/Youtube, t3n)

Nachdem der mittlerweile verstorbene Apple-Chef Steve Jobs im Januar 2007 das allererste iPhone als das „Next Big Thing“ präsentierte, löste das Gerät in den nächsten Jahren eine wahre Revolution auf dem Smartphone-Markt aus. Eine nicht ganz unwichtige Funktion beherrschte das erste iPhone aber nicht, nämlich Copy & Paste, also das Kopieren und Einfügen von Textteilen. Warum? Das Ganze hatte einen ziemlich profanen Grund, wie der ehemalige Apple-Entwickler Ken Kocienda sich jetzt erinnert.

iPhone: Erst Autokorrektur, dann Copy & Paste

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Für die Entwickler:innen war es demnach eine ziemliche Herausforderung, für das Smartphone mit seinem 3,5-Zoll-Bildschirm (Auflösung: 480 mal 320 Pixel) eine vollwertige virtuelle Tastatur mit allen wichtigen Funktionen zu entwickeln. Dafür, dass die Copy-&-Paste-Funktion nachgereicht werden musste, war laut Kocienda vor allem der Zeitmangel verantwortlich. Die Autokorrektur der virtuellen Tastatur, als deren Erfinder sich Kocienda auf seinem Twitter-Profil bezeichnet, war den Verantwortlichen offenbar wichtiger. Erst nach deren Fertigstellung, so Kocienda, kümmerten er und sein Team sich um das Copy & Paste.

Eine der Herausforderungen bestand darin, Nutzer:innen auf dem kleinen Display zu ermöglichen, mit ihren Fingern genau den gewünschten Buchstaben oder Textausschnitt zu treffen. Kocienda kam dabei eigenen Angaben zufolge die Idee mit der Lupe, die den Text an der angetippten Stelle vergrößert. Darüber hinaus musste auch eine Abweichung der Wahrnehmung beim Berühren des Touchscreens mit dem Finger ausgeglichen werden. Anders als oft gedacht, berührt nicht die Fingerspitze, sondern die Fingerkuppe weiter unten das Display, wie es bei der Futurezone heißt. Hier wurde per Software nachgeholfen. Diese Ausgleichsfunktion hat sich laut Kocienda bis heute gehalten.

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iPhone 3G: Apple wirbt mit Copy-&-Paste-Funktion

Im Juni 2009, der Nachfolger iPhone 3G war schon auf dem Markt, das 3GS bereits präsentiert, brachte das Firmware-Update 3.0 dann „endlich die lang ersehnte Copy-&-Paste-Funktion“, wie iphone-tipps.de damals schrieb. Ab jetzt war es möglich, am iPhone Text zu markieren, diesen auszuschneiden oder zu kopieren und an anderer Stelle einzufügen. Wie wichtig die Funktion auch Apple war, zeigt etwa eine TV-Werbung aus dem Jahr 2009, in der das Copy & Paste extra hervorgehoben wird.

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