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Ethereum: Kryptowährung will hohen Energieverbrauch um 99 Prozent reduzieren

Die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum/Ether will durch die Umstellung auf einen energiesparenderen Hash-Algorithmus ihren hohen Energieverbrauch um 99 Prozent reduzieren.

2 Min.
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Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin. (Foto: dpa)

Etwa neun Megajoule an Energie werden beim Mining der Kryptowährung Ethereum beziehungsweise Ether benötigt, um den Gegenwert von einem US-Dollar zu erzeugen, haben US-Forscher kürzlich herausgefunden. Das ist zwar nur halb soviel wie beim Bitcoin, aber fast doppelt soviel wie bei Gold. Eine typische Ethereum-Transaktion soll in etwa soviel Strom verbrauchen wie ein durchschnittlicher US-Haushalt an einem Tag. Das soll sich drastisch ändern. Der Energieverbrauch von Ethereum soll bis Jahresende um 99 Prozent reduziert werden, wie Spectrum berichtet.

Proof-of-Stake-Verfahren: Ethereum will massiv Energie einsparen

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Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin, die von Buterin mitgegründete Ethereum Foundation und eine Reihe unabhängiger Programmierer arbeiten dazu bereits an neuem Code für die hinter der Kryptowährung stehende Blockchain – eine Art Ethereum 2.0 soll geschaffen werden. Kernpunkt der Neuerung ist der Wechsel des Hash-Algorithmus vom energiehungrigen Proof-of-Work- (PoW) auf das weniger stromverbrauchende Proof-of-Stake-Verfahren (PoS).

„Der PoW-Teil verbraucht diese enormen Mengen an Strom. Die Blockchain-Transaktionen selbst sind nicht sehr rechenintensiv. Es werden nur digitale Signaturen überprüft“, sagt Buterin. Der Wechsel zu PoS könnte den Stromverbrauch einer Ethereum-Transaktion um mehr als das Hundertfache reduzieren, zitiert Spectrum den Ethereum-Erfinder.

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Beim PoS kommt man ohne energieintensives Mining aus. Statt Millionen von Prozessoren mit der Überprüfung von Transaktionen zu beschäftigen, wird beim PoS-Verfahren per Zufall ein Teilnehmer ausgewählt. Dieser muss eine bestimmte Anzahl an Ether hinterlegen. Damit sollen mögliche Betrugsversuche unterbunden werden. Wird der ausgewählte Teilnehmer bei einem solchen erwischt, wäre der Pfand futsch.

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Als erster Schritt für den bis Ende 2019 vollzogenen Wechsel wird in den kommenden Tagen (voraussichtlich am 16. Januar) ein Hardfork (Constantinople Fork) durchgeführt. In den vergangenen Wochen hat sich Ethereum/Ether nach dem neuerlichen Crash Mitte November etwas erholt. Derzeit bewegt sich die Kryptowährung laut Coinmarketcap um die 150-Dollar-Marke herum. Vor einem Jahr musste man noch über 1.000 Dollar für einen Ether bezahlen. Die Marktkapitalisierung ist von unter zehn Milliarden Mitte Dezember auf mittlerweile gut 15 Milliarden Dollar gestiegen.

Mehr zum Thema: Volkswagen setzt auf Bitcoin, Ethereum und Iota – Alles auf Blockchain

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Kommentare (2)

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Rob

Längst überfällig!
Wird Ihnen aber leider nicht viel nutzen wenn man sieht, dass es bereits eine neue Generation von Blockchain gibt.
EOS, Tron & Co. sind längst an Ethereum vorbeigezogen.

Blockchain 1.0 = Bitcoin
Blockchain 2.0 = Ethereum
Blockchain 3.0 = EOS, Tron

Tim

Leider falsch. EOS, Tron, Lisk, Tezos und wie sie alle heißen setzen auf „Delegated Proof of Stake“. Bedeutet, dass ein paar wenige Validatoren entscheiden, welche Blöcke angehängt werden. Dadurch wird Dezentralität zugunsten Geschwindigkeit aufgegeben. Ethereum wird die Skalierung über Sharding lösen, was viel aufwändiger ist, dafür aber keine Kompromisse eingeht. Wenn überhaupt, muss sich Ethereum vor komplett anderen Systemen wie IOTA etc. „fürchten“, die statt auf eine Blockchain auf einen gerichteten, azyklischen Graphen (DAG) setzen, der völlig neue Möglichkeiten bietet. Dafür ist bei diesen Protokollen die Entwicklung noch nicht soweit vorangeschritten wie bei Ethereum.

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