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Exxon Mobil verkauft „überschüssiges Gas“ an Bitcoin-Miner

Der US-amerikanische Mineralölkonzern Exxon Mobil erweitert seine Geschäftsbeziehungen mit Bitcoin-Minern auf weitere Erdölfelder – um Erdgas nicht zu „verschwenden“.

1 Min. Lesezeit
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Wenn Transportkapazitäten erschöpft sind, lässt man einfach brennen. (Foto: Think4fotop / Shutterstock)

Exxon Mobil gewinnt derzeit an verschiedenen Standorten mehr Gas als der Konzern über Pipelines transportieren kann. Üblich ist es, solches Gas vor Ort schlicht abzufackeln – also ungenutzt zu verschwenden. Das stellt logischerweise eine erhebliche Umweltbelastung dar.

Bitcoin-Miner betreiben Rigs mit Gas

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Nun soll der Ölkonzern eine Vereinbarung mit der Bitcoin-Mining-Firma Crusoe Energy Systems getroffen haben. Das Unternehmen will das Gas zum Betreiben von mobilen Bitcoin-Mining-Anlagen verwenden. Dabei soll es immerhin um eine Größenordnung von mehr als einer halben Million Kubikmetern monatlich gehen. Was Exxon von Crusoe dafür bekommt, ist unbekannt. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Quellen.

Die blanke Logik des geringeren Übels überzeugt sogar Danielle Fugiere, die die Präsidentin der Umweltorganisation „As You Sow“ ist. Sie sagt: „Es geht darum, das zu nutzen, was sonst verschwendet würde.“ Wenn wir bereit sind, zu akzeptieren, dass es nur diese beiden Alternativen gibt, scheint die Mining-Lösung tatsächlich die bessere zu sein.

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Das allerdings ist nicht zwingend. Denn die bessere Lösung bestünde selbstverständlich darin, Öl- und Gasfelder mit hinreichenden Pipelines auszustatten, sodass eine Ersatzverwendung wie das Bitcoin-Mining gar nicht erst erforderlich wird. Immerhin ist der Umwelt-Impact so oder so erheblich, denn das Gas wird in jedem Fall verbrannt. Die beste Lösung wäre noch radikaler – nämlich auf fossile Energieträger komplett zu verzichten.

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Exxon strebt Weltbank-Zielmarke 2030 an

Für Exxon scheint das Geschäft einträglich zu sein. So erwägt der größte US-amerikanische Ölproduzent ähnliche Pilotprojekte in Alaska, in Nigeria, im argentinischen Vaca-Muerta-Schieferfeld, in Guyana und in Deutschland.

Öl- und Gasproduzenten stehen zunehmend unter dem Druck von Regulierungsbehörden und Investoren, ihren Kohlenstoff-Fußabdruck zu reduzieren, um den Klimawandel zu bekämpfen. Dazu gehört auch die Verringerung der Gasmenge, die sie abfackeln. Die Weltbank hat Ölproduzenten aufgefordert, diese Praxis bis 2030 vollständig einzustellen.

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