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Fleets: Twitter startet mit eigenem Stories-Format

Twitters Stories-Format Fleets. (Screenshot: t3n)
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Lange war darüber spekuliert worden. Nun startet Twitter ein eigenes Stories-Format, aber zunächst nur in Brasilien.

„Fleets“ nennt Twitter eine neue Funktion seines sozialen Netzwerks. Damit spielt der Dienst auf den „flüchtigen“ Charakter der neuen Kurznachrichten-Variante an. Denn ebenso wie bei den in vielen Diensten etablierten Stories-Implementationen, ist auch der „Fleet“ ein vorübergehender Post, der nach 24 Stunden automatisch verschwindet.

Fleets, recht eindeutige Stories-Kopie

Wie Produktmanager Kayvon Beykpour auf Twitter erläutert, sollen Fleets zur Formulierung flüchtiger Gedanken genutzt werden. Sie können weder Likes noch Retweets erhalten und auch normale Antworten darauf sind nicht möglich. Wenn andere Twitter-Nutzer auf einen Fleet reagieren wollen, so geht das nur per Direktnachricht (DM).

Beykpour verspricht sich davon ein etwas freiere Art der Kommunikation. Immerhin fühle sich nicht jeder Twitter-Nutzer uneingeschränkt frei in der Art des Ausdrucks. Vor allem der permanente Charakter einmal abgesetzter Tweets halte Nutzer zurück, so der Manager.

Außerdem werden Fleets nicht in der Timeline erscheinen, sondern exakt wie die Stories anderer Dienste oberhalb der Timeline angezeigt werden. Durch einen Tap auf den Avatar des Nutzers, dessen Fleet ihr euch anschauen wollt, wird dieser in einer Vollbildansicht geöffnet.

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Noch nicht klar ist, ob auch Medien in einem Fleet geteilt werden können. Es wäre allerdings nicht recht nachvollziehbar, wenn Twitter das Feature auf reinen Text reduzieren würde.

Die Funktion wird aktuell in den Smartphone-Apps des Dienstes für Android und iOS ausgerollt – allerdings nur für brasilianische Nutzer. Wann Fleets in anderen Teilen der Welt genutzt werden können, sagt Beykpour nicht. Man wolle zunächst aus dem initialen Feedback lernen.

Gemischte Reaktionen auf Fleets-Feature

Die ersten Reaktionen auf das neue Feature sind gemischt. Manch einer sieht Hass und Hetze ein neues Tor geöffnet. Immerhin erschwert die Flüchtigkeit des Fleets eine Beweissicherung schon konzeptionell. Ob Twitter die Fleets intern länger speichert, ist nicht klar, würde aber dem Ansatz widersprechen.

Andere sehen darin ein spätes Gleichziehen mit dem Wettbewerb, allen voran Instagram, und freuen sich über die künftigen Möglichkeiten. Ob Fleets nun allerdings das Feature sein werden, das kritische Investoren ruhiger schlafen lassen wird, darf wohl bezweifelt werden.

Passend dazu: Jack Dorsey soll weg: Trump-Unterstützer kauft Twitter-Aktien in großem Stil

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