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Flugzeug für Klicks zum Absturz gebracht: Youtuber muss ins Gefängnis

Der kalifornische Youtuber Trevor Jacob hatte ein Flugzeug zum Absturz gebracht, um Klicks zu generieren und damit Geld zu verdienen. Jetzt muss der Bruchpilot ins Gefängnis. Es hätte aber schlimmer für ihn kommen können.

2 Min.
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Youtuber bringt Flugzeug zum absichtlich Absturz. (Symbolfoto: Shutterstock/CustomPhotographyDesigns)

Im November 2021 schnappte sich der damals 28-jährige Youtuber, Ex-Profi-Snowboarder und Hobbypilot Trevor Jacob ein einmotoriges Kleinflugzeug, um es zum Absturz zu bringen. Ziel: das Ganze filmen und mit dem Video möglichst viele Klicks generieren.

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Flugzeug stürzt ab – und Youtuber filmt

Vom Lompoc City Airport sollte es angeblich nach Mammoth Lakes gehen. Doch Jacob wollte nie in Mammoth Lakes ankommen. Stattdessen sorgte er nach ungefähr einer halben Stunde dafür, dass die Propeller stehenblieben – und das Flugzeug letztlich über dem Los Padres National Forest in Kalifornien abstürzte.

Jacob rettete sich durch einen Sprung aus dem Flugzeug mit einem Fallschirm. Die ganze Aktion filmte er mit mehreren Kameras. In dem 13 Minuten langen Video ist außerdem zu sehen, wie Jacob auf der Suche nach dem Wrack durch die Wildnis marschiert und es schließlich findet.

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Gerettet wird er demnach dann nach mehreren Stunden von Menschen, die ihn in ihrem Auto mitnehmen. Das Video veröffentlichte Jacob am 23. Dezember 2021.

Flugzeugabsturz: Zweifel an Schilderungen

Schon kurz nach der Veröffentlichung des Videos wurden allerdings Zweifel an dem von Jacob geschilderten Absturzverlauf laut. Die Luftfahrtbehörde FAA nahm Ermittlungen auf und entzog Jacob im April 2022 seine Pilotenlizenz.

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Er habe das Flugzeug „unvorsichtig oder rücksichtslos gesteuert und so Leben oder Eigentum anderer gefährdet“. Ein Vorwurf der FAA lautet, dass es in der Nähe mehrere Gebiete gegeben habe, auf denen eine sichere Landung per Segelflug möglich gewesen wäre.

Youtuber gesteht Absturz für Klicks

Im Mai 2022 gab Jacob zu, dass er die Aktion geplant und durchgeführt habe, um Klicks auf Youtube zu generieren. Dabei stellte sich auch heraus, dass Jacob das Wrack – statt es den Behörden für eine Untersuchung zur Verfügung zu stellen – selbst geborgen und zerstört hatte.

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Der absichtliche Absturz und die Behinderung der Behörden hätten ihn für bis zu 20 Jahre hinter Gittern bringen können. Im Vergleich dazu ist die tatsächliche Strafe doch recht milde ausgefallen. Ein kalifornisches Bezirksgericht hat Jacob jetzt zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt.

„Waghalsiges Verhalten“ bringt Strafe

Die Staatsanwaltschaft bescheinigte Jacob „ein außergewöhnlich schlechtes Urteilsvermögen“ bei der Begehung der Straftat, die wohl nur der Generierung von Berichterstattung in den Nachrichten und Social Media gedient habe. „Diese Art von waghalsigem Verhalten kann nicht toleriert werden“, hieß es.

20 virale Internetmomente, die in Erinnerung geblieben sind Quelle:

Die zusätzliche Beschäftigung der Strafbehörden mit dem Thema hat derweil dafür gesorgt, dass mittlerweile 4,4 Millionen Menschen das Video „I Crashed My Airplane“ bei Youtube gesehen haben. Inwieweit sich das Ganze finanziell gelohnt hat, ist nicht bekannt.

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