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Forscher zeigen, was mit ausgemusterten Satelliten noch möglich ist

Was passiert eigentlich mit Satelliten, die ausgemustert wurden, aber dennoch weiter funktionsfähig sind? Forscher haben die Antwort gefunden und weisen auf eine Sicherheitslücke hin.

1 Min. Lesezeit
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Ein Satellit, der die Erde umkreist. (Foto: aappp / Shutterstock)

Satelliten zeichnen sich vor allem durch ihre Haltbarkeit, Langlebigkeit und Zuverlässigkeit aus. Auf die Sicherheit und den Schutz vor Hackern wurde weniger Wert gelegt.

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Unabhängige Forscher und das US-Militär haben sich in den letzten Jahren zunehmend auf die potenziellen Sicherheitslücken von umlaufenden Satelliten konzentriert. Auf der Shmoocon-Sicherheitskonferenz in Washington, DC, gab der Sicherheitsforscher Karl Koscher laut Arstechnica Einblicke, was mit einem Satelliten passieren kann, der vom Dienst entbunden und auf eine Friedhofsbahn gelenkt wird.

Im vergangenen Jahr erhielten Koscher und seine Kollegen die Erlaubnis, auf einen kanadischen Satelliten zuzugreifen, der 2005 ins All geschossen worden war, um das kanadische Fernsehen zu unterstützen. Seine Nutzungsdauer war auf 15 Jahre ausgelegt. Jetzt wird der Satellit auf seine Friedhofsumlaufbahn gelenkt und fast alle Dienste, die ihn nutzten, sind auf andere Satelliten umgestiegen.

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Satellitenschutz ist ausbaufähig

Mit einem speziellen Zugang zu einer Uplink-Lizenz und einem Transponder-Slot-Leasing hatten die Forscher die Möglichkeit, die Übertragung des Satelliten zu übernehmen und zu senden. Koscher und seine Kollegen von der Shadytel-Telekommunikations- und Hacking-Gruppe übertrugen daraufhin einen Livestream von einer anderen Sicherheitskonferenz, der ToorCon in San Diego. In diesem Fall hatten die Forscher die Erlaubnis, sowohl auf die Uplink-Einrichtung als auch auf den Satelliten zuzugreifen, aber das Experiment zeigt den Graubereich, wenn ein nicht mehr benötigter Satellit noch nicht in seine endgültige Ruhebahn gebracht wurde und nach wie vor funktionsfähig ist.

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In der jüngeren Vergangenheit kam es immer wieder zum Missbrauch von Satelliten. Im Jahr 2009 verhaftete die brasilianische Bundespolizei 39 Verdächtige wegen des Verdachts, Satelliten der US Navy mit Hochleistungsantennen und anderen Ad-hoc-Geräten für ihre eigene CB-Kurzstreckenfunkkommunikation entführt zu haben. Abgesehen von unabhängigen Hackern weist Koscher noch darauf hin, dass der Mangel an Authentifizierung und Kontrollen bei Satelliten es Ländern ermöglichen könnte, die Ausrüstung von anderen Staaten zu entwenden und zum Beispiel für Propagandazwecke zu missbrauchen.

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