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Geschäftskonto-Startup: Kontist ermöglicht dynamische Anpassung der Steuervorauszahlung

Keine zu hohen Steuervorauszahlungen fürs Finanzamt: Kontist will Selbstständige dabei unterstützen. (Bild: IhorL / Shutterstock)

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Das Berliner Fintech Kontist bietet ein neues Feature, mit dem Selbstständige ihre Steuervorauszahlungen beim Finanzamt individuell anpassen können, um hohe Nachforderungen zu vermeiden und bei niedrigeren Einkünften nicht zu viel zu zahlen.

Die regelmäßigen Steuervorauszahlungen sind für Selbstständige ein andauerndes Ärgernis: Legt das Finanzamt sie zu niedrig fest, drohen am Jahresende hohe Nachforderungen (und noch dazu Anpassungen für das noch nicht abgerechnete Folgejahr), fallen sie zu hoch aus, hat der Selbstständige gleich ein Liquiditätsproblem beziehungsweise gibt dem Fiskus einen zinslosen Kredit. Eine Möglichkeit besteht darin, die Vorauszahlungen beim Finanzamt via Elster anzupassen, eine andere, dies den Steuerberater machen zu lassen – doch das kostet oft unverhältnismäßig viel Geld.

Kontist*, ein Fintech, das ein speziell auf Selbstständige und Freiberufler zugeschnittenes Geschäftskonto bietet, erweitert nun sein Angebot mit der dynamischen Steuervorauszahlung um eine nach Angaben des Unternehmens „im weltweiten Finanzmarkt einzigartige Funktion“ (die wir in der Tat aber auch noch bei keiner der üblichen Cloud-Buchhaltungen gefunden haben, obwohl sie wirklich praktisch und naheliegend wäre). Die Funktion ermöglicht den Kunden von Kontist eine automatisierte Anpassung der fälligen Einkommensteuervorauszahlung auf Basis der realen Umsätze.

Kontist: Zu hohe Steuervorauszahlungen vermeiden

Nutzer der Banking-App erhalten auf Basis ihrer Einnahmen und Ausgaben bereits heute tagesaktuelle Auskünfte über ihr tatsächlich verfügbares Einkommen und die zu zahlende Steuerlast. Die neue Funktion nutzt alle vorliegenden Informationen, um dem Kunden zu hoch oder niedrig angesetzte Berechnungen der Steuervorauszahlung anzuzeigen. Mit Zustimmung der Kunden werden Anträge zur Anpassung dieser Vorauszahlungen direkt aus der Kontist-App an das zuständige Finanzamt gesendet, wozu der Kunde dem Dienst allerdings den Elster-Zugang gewähren muss. Anwender profitieren nicht nur von der exakten Steuerkalkulation, sondern sparen auch die Auslagen für den üblicherweise vom Steuerberater abgerechneten Versand von diesen Anträgen.

Dennoch sollte jeder Selbstständige auch unabhängig von dieser möglichen Anpassung der Vorauszahlungen ausreichend Rücklagen bilden, um entsprechende Nachforderungen, die sich schnell auf einen fünfstelligen Betrag summieren können, stemmen zu können. Denn insbesondere in den ersten Jahren oder in Zeiten mit stark schwankenden Einnahmen sind diese Steuerforderungen, die oft unerwartet für den Selbstständigen kommen, ein echtes Hindernis. Besonders ärgerlich ist das, weil im schlimmsten Fall für den Geschäftsausbau nötiges Kapital fehlt. Kontists In-App-Steuerberechnung in Echtzeit bietet den Kunden somit tatsächlich mehr Transparenz über die zur Verfügung stehenden Einkünfte und hilft dabei, die langfristige Liquidität zu sichern.

Insgesamt positioniert sich Kontist* schon länger als Finanzpartner für Selbstständige, um den gesamten Financial Flow aus Banking, Buchhaltung und Steuern für Selbstständige abbilden zu können. Doch das Unternehmen ist damit nicht allein: Neben Neobanken wie N26 und Penta, die sich auch, aber nicht ausschließlich an Geschäftskunden richten, gibt es mit dem finnischen Anbieter Holvi und dem Fyrst-Angebot der Deutschen Bank noch weitere spezielle Konten für Selbstständige. Hinzu kommen Buchhaltungsdienste wie Lexoffice*, Sevdesk*, Papierkram oder Billomat, die die Buchhaltung für Freiberufler und Selbstständige im Griff behalten können.

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