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Nach Klage: Google löscht Milliarden Browser-Daten, weil der Inkognito-Modus gar nicht so privat ist

Um einen jahrelangen Rechtsstreit in den USA zu beenden, vernichtet Google Milliarden Browserdaten. Trotzdem drohen dem US-Konzern noch Schadensersatzansprüche.

Von Ann-Catherin Karg
2 Min.
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Nach einer Sammelklage von User:innen hat Google zugesagt, Milliarden von Daten zu löschen, die im „Inkognito-Modus“ gesammelt wurden. (Foto: JHVEPhoto/Shutterstock)


Wie aus einem am Montag eingereichten Vergleich für eine Sammelklage hervorgeht, wird Google Milliarden von Webbrowserdaten vernichten oder anonymisieren. Die Daten hatte der US-Konzern von Nutzer:innen gesammelt, als die im sogenannten „Inkognito-Modus“ im Internet gesurft hatten.

Außerdem muss Google laut dem Vergleich künftig detailliert offenlegen, wie solche vermeintlich privaten Daten gesammelt werden. Zudem soll die Praxis an sich beschränkt werden.

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Inkognito-Modus: Wovor er euch schützt – und wovor nicht

5 Milliarden Dollar schwerer Rechtsstreit

Wird der Vergleich von einem kalifornischen Bundesgericht genehmigt, gilt er für insgesamt 136 Millionen Kontoinhaber:innen von Google. Bei der Klage, die bereits 2020 eingereicht wurde, stand für Google viel Geld auf dem Spiel.

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In der Rechtssache Brown v Google hatte die Gruppe von Kläger:innen für das illegale Erfassen ihrer Daten Schadensersatz in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar gefordert. Genauso hoch ist auch der Wert des Vergleichs.

Auf Google kommen noch Schadensersatzansprüche zu

Er setzt sich aus dem Wert der bereits gesammelten Daten zusammen, die jetzt gelöscht werden müssen, und den Daten, die Google dem Vergleich nach nun nicht mehr sammeln darf. Obwohl der Vergleich keinen Schadensersatz vorsieht, ist das Thema für Google noch nicht vom Tisch.

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Einzelpersonen können beim Gericht des US-Bundestaats Kalifornien nämlich noch immer Ansprüche gegen den Konzern geltend machen. Laut dem Onlinemagazin The Verge liegen dort bereits 50 Klagen vor.

Privatsphäre der Kläger:innen hat sich verbessert

„Dieser Vergleich gewährleistet eine echte Rechenschaftspflicht und Transparenz des weltweit größten Datensammlers und stellt einen wichtigen Schritt zur Verbesserung und Wahrung unseres Rechts auf Privatsphäre im Internet dar“, heißt es darum in der vorgeschlagenen Vergleichsanmeldung.

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Und auch der Google-Sprecher José Castañeda zeigte sich zufrieden. Laut ihm sei das Unternehmen erfreut, eine Klage beizulegen, die der Konzern selbst immer für unbegründet gehalten hätte. Dennoch wird Google in den kommenden fünf Jahren nach eigenen Angaben standardmäßig alle Cookies von Drittanbietern im Inkognito-Modus blockieren. Damit soll verhindert werden, dass Google „privat“ surfende User:innen auf externen Websites verfolgt.

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