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Mit Fire-TV-Stick im Hotel: So dreist gingen die GTA-6-Leaker vor

Ein Londoner Gericht hat einen 18-Jährigen für schuldig befunden, an dem Leak von GTA 6 beteiligt gewesen zu sein. Wie sich beim Prozess zeigte, hackte der Teenager trotz Kautionsauflagen und Internetverbot aus einem Hotelzimmer.

Von Sebastian Milpetz
2 Min. Lesezeit
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Das mit Spannung erwartete Grand Theft Auto 6 weckte Begehrlichkeiten bei Hackern (Symbolbild: Sergei Elagin/Shutterstock)

Im September 2022 schockte ein gewaltiger Hack Rockstar. 90 Spielszenen und Bilder aus dem kommenden Spiel Grand Theft Auto 6 wurden geleakt. Die Aktion gilt als einer der spektakulärsten Hacks der Videospielgeschichte.

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Zwei autistische Teenager als Teil von Lapsus$ vor Gericht

Nun hat laut BBC in London ein Gericht herausgefunden, dass der 18-jährige Arion Kurtaj an dem Hack beteiligt war. Neben Kurtaj stand noch ein 17-Jähriger vor Gericht. Da er minderjährig ist, wurde sein Name nicht veröffentlicht. Die Teenager sollen Mitglieder der berüchtigten Cyber-Crime-Gang Lapsus$ sein.

Bei beiden Hackern soll es sich um Autisten handeln. Deshalb waren sie nicht verhandlungsfähig und mussten nicht persönlich vor Gericht erscheinen. Die Geschworenen haben deswegen nicht über die juristische Schuld oder Unschuld geurteilt. Sie sollten nur feststellen, ob die beiden Teenager die Tat begangen hatten. Das Strafmaß soll später verkündet werden.

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So dreist leakte der 18-Jährige Clips aus GTA 6

Vor Gericht zeigte sich, wie dreist Kurtaj bei dem Leak von Grand Theft Auto 6 vorging. Denn der Brite hielt sich zur Tatzeit in einem Hotelzimmer auf, in dem er unter Aufsicht der Polizei stand. Wegen zwei Reihen von Hacker-Angriffen mit Lapsus$ war Kurtaj auf Kaution freigelassen worden.

In dem Hotelzimmer stand Kurtaj unter einem Internetverbot. Doch dies stoppte ihn nicht. Mit dem Amazon Fire TV Stick, einer Tastatur, einer Computermaus und einem neu beschafften Smartphone soll er sich Zugang zum Netz beschafft haben. Die Polizei erwischte ihn offenbar auf frischer Tat.

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Trotz Kautionsauflagen: Kurtaj hackte auch Revolut und Uber

Im Juli 2021 hackten die beiden vor Gericht gebrachten Teenager erstmals gemeinsam als Teil von Lapsus$. Sie hatten sich online kennengelernt. Sie erbeuteten Daten von Kund:innen des Telekommunikationsunternehmens BT und des Mobilfunkbetreibers EE.

Via Telegram forderten sie ein Lösegeld von 4 Millionen Dollar. Die Unternehmen zahlten zwar nicht, mit den gestohlenen Daten erbeuteten die Täter aber 100.000 britische Pfund. Im Januar 2022 wurden sie geschnappt, aber wieder freigelassen.

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Obwohl die Polizei sie beobachtete, hackten Arion Kurtaj und sein Kompagnon weiter. Sie versuchten im Februar 2022, den Chiphersteller Nvidia mit erbeuteten sensiblen Daten zu erpressen. Konkurrierende Hacker:innen schwärzten Kurtaj an, veröffentlichten seinen Wohnort. Die Polizei brachte ihn zu seinem Schutz in ein Hotel.

Fans warten seit zehn Jahren auf Grand Theft Auto 6

Auch im Hotel ließ sich der Jugendliche nicht stoppen. Vor Rockstar hackte er aus seinem Zimmer die Neobank Revolut und den Fahrdienstleister Uber. Gegenüber Rockstar behauptete er, den kompletten Quellcode von Grand Theft Auto 6 zu besitzen. Als Druckmittel veröffentlichte er die Leaks aus der Entwicklerversion des Spiels.

Das neue Grand Theft Auto, das noch keinen offiziellen Titel hat, wird von Fans seit zehn Jahren erwartet. GTA 5 war schließlich als letztes Spiel der Reihe bereits 2013 auf den Markt gekommen. Die Anhänger verlieren immer mehr die Geduld. Bei der Gamescom unterbrachen Flitzer die Eröffnungsfeier, um neue Infos zu GTA 6 zu fordern.

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