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Harvards neuer Informatikprofessor ist ein Chatbot

In Harvard wird ein Chatbot fester Bestandteil eines Informatik-Seminars. Die Studierenden sollen dadurch nicht nur bessere Betreuung erhalten, sondern sich auch im Zeitalter der KI zurechtfinden lernen.

Von Christian Weindl
2 Min.
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Harvard nutzt KI in der Bildung. (Foto: 365 Focus Photography / Shutterstock.com)

Während viele Schulen und Universitäten den neuen Möglichkeiten generativer künstlicher Intelligenz noch kritisch bis ablehnend gegenüberstehen, setzt man an der Elite-Universität Harvard lieber auf einen konstruktiven Umgang mit der Entwicklung.

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Harvard: KI-Chatbot soll nicht zu hilfsbereit sein

Professor David J. Malan setzt laut Harvard Crimson den eigens entworfenen Chatbot „CS50 bot“ bewusst bei seiner Lehrveranstaltung „Computer Science 50: Einführung in die Computerwissenschaft“ ein. Die Software soll Studierenden dabei helfen, Fehler in ihren Programmiercodes zu entdecken, außerdem gibt die KI Feedback und beantwortet häufig gestellte Fragen.

Damit übernimmt sie Aufgaben, die bisher von überarbeiteten und unterbezahlten Hilfskräften erledigt werden mussten, die jetzt etwas Entlastung erfahren könnten. Denn ohne Menschen geht es noch nicht: Die Antworten der Maschine werden weiterhin vom menschlichen Personal kontrolliert.

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Wie Malan erklärt, basiert CS50 zwar auf ChatGPT 3.5 und 4, aber das Programm ist extra darauf programmiert, nicht zu hilfsbereit zu sein. Es gehe darum, die Studierenden auf die richtige Spur zu führen, statt ihnen Lösungen vorzugeben.

„Unsere Hoffnung ist, dass wir dank KI ein Eins-zu-Eins-Lehrer-Schüler-Verhältnis im Kurs CS50 schaffen können, indem wir den Studierenden softwarebasierte Tools zur Verfügung stellen, die sie 24/7 beim Lernen unterstützen, ganz individuell auf ihre Art und Geschwindigkeit des Lernens zugeschnitten“, so der Professor.

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KI an der Uni: Lieber Umgang lehren statt verbieten

Gerade läuft die Beta-Version von CS50 in der Summer-School. Malan erwartet gerade anfänglich, dass die KI Fehler machen wird. Die Studierenden müssten also nach wie vor kritisches Denken anwenden.

Angst davor, dass mithilfe von Chatbots betrogen wird, hat Malan nicht. Es habe immer schon unlautere Möglichkeiten gegeben. „Deshalb ist es doch besser, im Kurs umso mehr Wert auf die Vermittlung von Ethik zu legen, damit die Studierenden durch Anleitung lernen, wie man am besten durch diese Gewässer navigiert.“

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Der Kurs CS50 wird auch für Menschen angeboten, die nicht in Harvard studieren. Am Programm edX – einer Kooperation zwischen Harvard und MIT – können auch Externe online teilnehmen. Auch dafür wird der Chatbot verfügbar sein.

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