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HTC kündigt Blockchain-Smartphone an

HTC Exodus. (Bild: HTC)

Die Blockchain landet jetzt auch auf Smartphones. HTC hat mit dem Exodus ein Gerät angekündigt, das eine sichere Hardware-Enklave mit Unterstützung für Kryptowährungen und dezentrale Anwendungen bieten soll.

Der angeschlagene taiwanische Smartphonehersteller HTC wird am 23. Mai sein nächstes Topmodell präsentieren, das gegen Samsungs Galaxy S9 (Plus) und Huaweis P20 Pro antreten soll. Vorher hat das Unternehmen sein „Exodus“ mit Blockchain-Unterstützung angekündigt, mit dem HTC ein dezentralisiertes, mobiles Internet mitgestalten will.

HTC Exodus: „Die Schweiz der Protokolle“

Auf der Ankündigungsseite des HTC Exodus sind keinerlei technische Ausstattungsmerkmale zu finden –  lediglich eine Skizze des Geräts mit einigen technischen Merkmalen ist abgebildet. Damit soll kommuniziert werden, dass der Fokus vollkommen auf den integrierten Sicherheitssystemen und Technologien liegt.

HTC zufolge soll das Exodus eine universelle Wallet mitsamt einer integrierten, sicheren Hardware-Enklave an Bord haben, um Unterstützung für Kryptowährungen und dezentrale Anwendungen zu liefern. HTC zufolge unterstütze das Smartphone eine Vielzahl an Protokollen, um eine Interoperabilität zwischen Blockchains zu realisieren – marketingwirksam beschreibt der es Hersteller als „die Schweiz der Protokolle“.

„Mit Exodus freuen wir uns, die zugrunde liegenden Protokolle wie Bitcoin, Lightning Networks, Ethereum, Dfinity und mehr zu unterstützen“, sagt Phil Chen, Vive-Gründer und „Decentralized“-Chief-Officer über das neue Projekt. „Wir möchten das gesamte Blockchain-Ökosystem unterstützen und werden in den nächsten Monaten viele weitere spannende Partnerschaften ankündigen.“

HTC Exodus: Jedes Blockchain-Smartphone ein Node

Die versprochenen Features des HTC Exodus. (Bild: HTC)

Für das Blockchain-Smartphone plant HTC, ein natives Blockchain-Netzwerk zu schaffen, bei dem alle Exodus-Geräte als Nodes fungieren, um den Kryptowährungshandel zwischen den Telefonbenutzern zu ermöglichen. Außerdem soll die Nutzung von D-Apps, kurz für dezentralisierte Anwendungen, unterstützt werden, um die D-App-Community auch im Mobilsektor wachsen zu lassen.  HTC hat noch keine Details zum Preis gemacht, das Unternehmen zieht allerdings in Betracht, Kryptowährungen als eine Zahlungsform für das Telefon zu akzeptieren.

HTC ist allerdings nicht das erste Unternehmen, das ein Blockchain-Smartphone entwickelt. Vor den Taiwanern hat das Unternehmen Sirin Labs das „Finney“ angekündigt. Auf dem Smartphone sollen digitale Währungen gespeichert und ohne Transaktionsgebühren genutzt werden können. Es soll 1.000 US-Dollar kosten.

Die Blockchain scheint im Smartphone-Sektor auch bei größeren Unternehmen angekommen zu sein. So soll auch Huawei in Kooperation mit Sirin Labs im Laufe der kommenden Monate ein eigenes Blockchain-Smartphone liefern, berichtet Bloomberg. Vor wenigen Tagen hatte Huawei bereits angekündigt, eine Bitcoin-Wallet im eigenen App-Store anzubieten. Diese soll auf künftigen Smartphones ab Werk vorinstalliert sein.

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