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IBM-Chef warnt Belegschaft vor dem Homeoffice: „Ihre Karriere leidet“

IBM-CEO Arvind Krishna hat öffentlich geäußert, dass er Homeoffice in vielen Fällen für karriereschädlich hält. Für seine Mitarbeiter:innen dürften das angesichts geplanter Entlassungen als Drohung auffassen.

Von Christian Weindl
2 Min.
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IBM-Chef Arvind Krishna profitiert vom Homeoffice anderer Firmen, aber ist selbst kein Fan davon. (Foto: drserg/Shutterstock)

In einem Interview in New York hat Arvind Krishna, seines Zeichens CEO des Hybrid-Cloud-Computing-Unternehmens IBM laut Bloomberg seine Meinung zum Thema Remote-Working kundgetan. Krishna zufolge sei es schwierig, Menschen zu befördern, die man nie zu Gesicht bekäme. Besonders, wenn es sich um Management-Posten handle.

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„Wir wollen, dass Sie ins Büro kommen!“ IBM-CEO findet klare Worte

„Wenn man Menschen managt, dann muss man sie auch hin und wieder sehen“, so Krishna wörtlich. Außerdem sei es schwieriger, in einer anderen Rolle, als der momentanen wahrgenommen zu werden – weil man nicht wahrgenommen wird.

Dabei plädiert der CEO aber bewusst nicht für eine Rundum-Überwachung der Mitarbeiter:innen. Er wünscht sich, dass die Angestellten zumindest dreimal in der Woche vor Ort arbeiten.

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Seine weiteren Worte klingen allerdings deutlich weniger kompromissbereit: „Wir ermutigen Sie, ins Büro zu kommen, wir erwarten, dass Sie ins Büro kommen, wir wollen, dass Sie ins Büro kommen!“

Für IBM-Angestellte dürfte das eine deutliche Warnung sein. Schließlich hat das Unternehmen angekündigt, im Zuge einer Umstrukturierung zwar 7000 Menschen neu einzustellen, gleichzeitig aber auch 5000 Stellen zu streichen. Vermutlich dürften viele ahnen, dass man ein unbekanntes Gesicht nicht nur schwerer befördert, sondern auch leichter auf die Straße setzt.

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IBM-Chef setzt auf Lerneffekte vor Ort

Krishnas Aussagen entbehren nicht einer gewissen Ironie. IBM hat vom Remote-Trend der letzten Jahre seit der Pandemie stark profitiert. Im eigenen Haus wünscht man die Arbeit in Selbstverantwortung wohl aber nicht mehr.

Laut Krishna könne man von zu Hause aus gewisse Tätigkeiten einfach nicht ausführen. „Remote-Arbeiter:innen lernen nicht, wie man mit schwierigen Kund:innen umgeht oder Trade-Offs beim designen neuer Produkte“.

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Wer selbst schon mal ein Büro von innen gesehen hat, in dem er:sie nicht die CEO-Position inne hatte, dürfte allerdings auch Erfahrungen vorweisen können, die bestätigen, dass man solche Dinge vor Ort nicht zwingend besser lernt. Zudem könnte der Einsatz von KI-Tools solche Lerneffekte für Remote-Arbeiter:innen künftig durchaus unterstützen.

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dennis

Ja, man sieht es eben immer wieder: Egal, ob Fintech, Start-Up oder alt eingesessenes Unternehmen. An der Spitze sitzen stets Menschen, die den Wandel der Zeit nicht verstehen und immer noch in der Industrialisierung stecken. Diese Rückständigkeit kostet ihnen schlussendlich die Fachkräft und dann jammern sie wieder, dass sich ja niemand meldet und es ihnen ja ach so schlecht geht. Dabei sehen sie ihr eigenes Handeln nicht und verstehen eben nicht, dass sich die Zeit gewandelt hat. Willkommen in 2023!

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