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IT-Jobmarkt: Frauen verlangen zu wenig Gehalt

Eine Studie des IT-Jobportals 4Scotty zeigt Unterschiede bei der Bezahlung von Frauen und Männern auf – bis zu 6,7 Prozent. Diese gehen möglicherweise von den Frauen selbst aus: Sie verlangen weniger.

Von Golem.de
2 Min.
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(Foto: Shutterstock)

Frauen, die das auf IT-Berufe spezialisierte Jobportal 4Scotty nutzen, verlangen als Jahresgehalt für Neuanstellungen im Durchschnitt 50.400 Euro, Männer dagegen 66.500 Euro – also knapp ein Drittel mehr. Das geht aus einer Erhebung von 4Scotty hervor, bei der etwa 17.300 Profile des Portals exklusiv für Golem.de ausgewertet wurden.

Die Differenz ist bei den von Arbeitgebern angebotenen Gehältern geringer. Diese bieten Frauen durchschnittlich ein Jahresgehalt von 56.800 Euro an, Männern 60.600 Euro, also 6,7 Prozent mehr als Frauen. Frauen verlangen von sich aus demnach deutlich weniger Gehalt als sie letztlich angeboten bekommen, Männer hingegen deutlich mehr.

Augenscheinlich wenige Unterschiede

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Dabei zeigen sich sonst zunächst nur wenige Unterschiede zwischen Frauen und Männern, die diese Diskrepanz erklären könnten. So ist die Berufserfahrung von Frauen mit durchschnittlich 5,8 Jahren nicht bedeutend geringer als die der Männer mit 7,6 Jahren.

Darüber hinaus gibt es auch keine nennenswerten Unterschiede bei der gewünschten Art der Beschäftigung (Freelancer, Remote, Permanent). Die Frauen sind mit 83 Prozent Masterabschlüssen sogar deutlich besser ausgebildet als Männer, von denen nur 68 Prozent einen Masterabschluss besitzen.

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Frauen klar unterrepräsentiert

Einen signifikanten Unterschied zeigt die Erhebung von 4Scotty aber doch: So sind überhaupt nur 6,1 Prozent aller Interessierten bei dem Portal Frauen. Die Approval-Rate, also von 4Scotty in sein Jobportal aufgenommene weibliche Kandidaten, ist in etwa gleich hoch wie die Rate der Bewerberinnen.

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Unternehmen, die über das Portal Mitarbeiter suchen, haben nur 4,6 Prozent ihrer Jobangebote an Frauen verschickt. Frauen, die Führungsrollen wie CIO, CTO oder als Entwicklungsleiterin suchen, machen nur 1,8 Prozent aller Nutzer der Plattform aus. Allerdings sind rund 24 Prozent der Bewerber, die Führungsrollen anstreben, Frauen.

„Wenn bei uns den Frauen weniger eingeredet wird, dass dies nichts für sie ist, oder wenn schon Mädchen positive Erfahrung mit Programmierung vermittelt wird, dann werden immer mehr Frauen Zugang zu den hochbezahlten IT-Jobs finden.“


Frank Geßner, Mitbegründer von 4Scotty sagte dazu: „Der Anteil von Frauen in der IT in anderen Ländern wie den USA oder Indien ist viel höher als bei uns in Deutschland. Das deutet auf vorwiegend soziale Ursachen bei uns. Wenn bei uns den Frauen weniger eingeredet wird, dass dies nichts für sie ist, oder wenn schon Mädchen positive Erfahrung mit Programmierung vermittelt wird, dann werden immer mehr Frauen Zugang zu den hochbezahlten IT-Jobs finden.“

Autor des Artikels ist Sebastian Grüner. Golem steht in Kooperation mit 4Scotty. 

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Kommentare (1)

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Aylee

Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn man sich bei den Gehaltsvorstellungen an die Österreicher orientiert. Bei den Stellenanzeigen stehen in der Regel schon die Gehaltsangebote in den Stellen schon drin. Hier können sich die Bewerber und Bewerberinnen daran orientieren. Ich finde ein Lohn von 50000 Euro als Einstieg gar nicht mal so schlecht. Nur sind Neid und Vergleiche in unserer Gesellschaft nach wie vor gegeben. Wenn ich hier in Oberbayern die interessanten Stellen hier unter https://www.oberbayerischer-jobanzeiger.de/ ansehe, gebe ich mich für eine interessante Stelle auch mit weniger Geld zufrieden. Muss jeder für sich selbst entscheiden, welcher Lohn zu ihm passt.

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