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James-Webb-Teleskop findet Uralt-Galaxie, die so gar nicht existieren dürfte

Astronom:innen haben mithilfe des Weltraumteleskops James Webb eine Galaxie entdeckt, die es so eigentlich nicht geben dürfte. Müssen die aktuell geltenden Standardmodelle umgeschrieben werden?

2 Min. Lesezeit
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James Webb: Entdeckungen versetzen Astronom:innen in Erstaunen. (Bild: Dima Zel / Shutterstock)

Einmal mehr haben Astronom:innen dank James Webb eine Entdeckung gemacht, die das bisherige Verständnis der Entstehung des Universums ins Wanken bringen könnte. Das Weltraumteleskop hat ihnen nämlich eine Galaxie enthüllt, die es so eigentlich gar nicht geben dürfte.

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Uralt-Galaxie: Mehr Sterne als „möglich“

Konkret geht es um eine ZF-UDS-7329 genannte Galaxie, die schon rund 800 Millionen Jahre nach dem Urknall entstanden sein soll. Das Problem: In der Uralt-Galaxie finden sich mehr Sterne als in unserer Milchstraße, wie eine im Fachmagazin Nature veröffentlichte Studie zeigt.

„Das Vorhandensein solch extrem massereicher Galaxien so früh im Universum stellt unser Standardmodell der Kosmologie vor erhebliche Herausforderungen“, erklärt die Astronomin und Mitautorin der Studie Claudia Lagos vom International Center for Radio Astronomy Research.

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Welche Rolle spielt dunkle Materie

Bis jetzt gehen Wissenschaftler:innen davon aus, dass die sogenannte dunkle Materie bei der Entstehung des frühen Universums eine große Rolle spielt. Diese habe sich zu sogenannten Halos verklumpt, in denen sich Gas ansammelte und zu Sternen verdichtete, wie Futurism schreibt.

Den bisherigen Modellen zufolge sei die dunkle Materie einige Hundert Millionen Jahre nach dem Urknall aber noch nicht in der Lage gewesen, Sterne in so großer Zahl mit hervorzubringen.

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Weitere seltsame Uralt-Galaxien entdeckt

ZF-UDS-7329 ist zudem nicht die erste per James Webb aufgespürte Galaxie, die so nicht existieren dürfte. Im Februar 2023 hatten Forscher:innen über gleich sechs 500 bis 700 Millionen Jahre nach dem Urknall entstandene Galaxien mit einer ungewöhnlich hohen Zahl an massereichen Sonnen berichtet.

Muss das Standardmodell der Kosmologie also umgeschrieben werden? Noch sind sich Expert:innen nicht sicher, ob die beobachteten Galaxien wirklich so alt und massereich sind. Die Masse etwa werde anhand der Helligkeit geschätzt.

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James Webb sucht weiter

In den kommenden Monaten sollen weitere Untersuchungen potenzieller Uralt-Galaxien zeigen, inwieweit unsere Vorstellung von der Entstehung des Universums wackelt. Mit der Hubble-Konstante existiert zudem mindestens noch ein weiteres Rätsel, das an bekannten Standardmodellen kratzt.

Die Astronomin Themiya Nanayakkara von der Swinburne University of Technology, die ebenfalls an der oben erwähnten Studie beteiligt war, sieht das Ganze sportlich. „Wir gehen jetzt über das hinaus, was möglich war, um die ältesten massiven ruhenden Monster zu bestätigen, die tief im Universum existieren“, so Nanayakkara.

James-Webb-Teleskop: Die schönsten Bilder und ihre Bedeutung Quelle: NASA, ESA, CSA, STScI

Dies werde die Grenzen des aktuellen Verständnisses darüber, wie Galaxien entstehen und sich entwickeln, zumindest verschieben. Mal schauen, welche zunächst unmöglich erscheinenden Objekte James Webb noch ans Tageslicht bringen wird.

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Dein t3n-Team

Rainer Becker

News vom James Webb Telescopes für mich sehr interessan !
Gruß Rainer !

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