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Journalisten in El Salvador mit Pegasus-Software gehackt

Die Mehrheit der Mitarbeiter eines Nachrichtenportals in El Salvador ist einem Bericht zufolge Opfer von Hacker-Angriffen mit der israelischen Spionage-Software Pegasus geworden.

1 Min. Lesezeit

El Salvador. (Foto: Design_Bank / Shutterstock)

Das Citizen Lab der Universität Toronto, das weltweit den Missbrauch der Software untersucht, und die Digitalrechte-Organisation Access Now fanden bei einer gemeinsamen Untersuchung insgesamt 35 Fälle von Journalisten und Aktivisten in dem mittelamerikanischen Land, deren Smartphones zwischen Juli 2020 und November 2021 mit der Software „infiziert“ wurden.

Darunter waren 22 Mitarbeiter des renommierten Portals „El Faro“, wie aus dem Bericht vom Mittwoch hervorging. Bei zwölf von ihnen wurden demnach mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Daten von den Handys übertragen. Amnesty International untersuchte die Informationen und bestätigte den Bericht, wie es am Donnerstag mitteilte.

Journalisten, Menschenrechtsorganisationen und Daten-Forensiker hatten im vergangenen Juli erstmals über Pegasus berichtet. Weltweit hatten demnach vor allem autoritäre Regierungen die Überwachungssoftware der israelischen NSO Group im großen Stil gegen Kritiker, Oppositionelle und Journalisten eingesetzt.

„El Faro“ betreibt investigativen Journalismus und hat mehrere Berichte über mögliche Skandale in Bukeles Regierung veröffentlicht. Der 40-jährige konservative Präsident mit autokratischen Zügen wettert immer wieder gegen unabhängige Medien. Von dem Portal hieß es, die Spionage falle zeitlich mit bestimmten Recherchen von „El Faro“, politischen Ereignissen und Angriffen der Regierung zusammen.

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Das Citizen Lab betonte in dem Bericht, die Hacker-Angriffe seien nicht eindeutig einem bestimmten NSO-Kunden zuzuordnen. Es gebe jedoch eine Reihe von Indizien, die auf eine starke Verbindung zur Regierung El Salvadors hindeuteten. Eine Sprecherin Bukeles sagte der „New York Times“, die Regierung sei keine Kundin der NSO Group. dpa

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