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Kolumne

Funny Money: El Salvadors Tanz auf dem Vulkan der Bitcoin-City

In El Salvador hat der Bitcoin eine Heimat gefunden. Nach der Einführung als Zahlungsmittel zeigen weitere Staaten vorsichtig Interesse. Mit der geplanten Bitcoin City will der Mikrostaat einen Schritt schneller bleiben, um das Mining auszubauen. Unser „Funny Money“-Kolumnist war vor Ort.

Von Roman Keßler
2 Min.
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Eine Stadt am Vulkan: Präsident Bukele will seine Bitcoin City in El Salvador mit Vulkanenergie speisen (Foto: Galyna Andrushko/Shutterstock) 

Es lohnt sich dieser Tage mal zu schauen, wo El Salvador eigentlich liegt. Im Gegensatz zum kalten Deutschland ist gerade Sonne und Hitze angesagt. Der Küstenstaat am Rande des pazifischen Feuerrings lockt mit Strand, Gebirgswanderungen und monetärer Freiheit. Das Hotel am Bitcoin Beach zahlt man – nach Absprache – in Bitcoin.

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Das sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Situation in ganz Lateinamerika durch die Covid-19-Krise extrem angespannt ist. Wie mehr als 100 Länder rund um den Globus, will auch El Salvador jetzt dringend Cash vom Internationalen Währungsfond IWF, dem Kreditgeber letzter Instanz in Washington. Es geht um Kredite in Milliardenhöhe, die in den fünf Leitwährungen des IWF – US-Dollar, Pfund Sterling, Euro, Yen und Yuan – garantiert werden. Die digitale Gelddruckmaschinerie läuft auf Hochtouren.

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Hat Lateinamerika eine Alternative, als den Gang nach Canossa anzutreten? Kaum. Das gilt auch für El Salvador, das etwa so groß wie Hessen ist und auf 23 Vulkanen sitzt. Es verfügt über keine Bodenschätze. Nur geothermale Energie gäbe es theoretisch so günstig wie sonst nur in Island. Durch die Bitcoin-freundliche Einstellung des Landes bieten sich jetzt Investoren an, die mit Kryptowährungen viel Geld verdient haben. Ihre Bitcoin wären eine hervorragende Ergänzung zu IWF-Hilfen – nicht mehr und nicht weniger.

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Eine Milliarde Dollar für Bitcoin City

Insbesondere Samson Mow von Blockstream will in El Salvador investieren, um digitale Werte langfristig mit Sachwerten und politischem Einfluss abzusichern. Es ist ein Tanz auf dem Vulkan. Gemeinsam mit Präsident Nayib Bukele will Mow dem Land eine Milliarde US-Dollar in Bitcoin besorgen. Dafür wird ein Pfandbrief aufgelegt, den das Mow-Imperium über die neue Niederlassung von Bitfinex in der Hauptstadt San Salvador vertreibt.

Die Präsidentschaftswahl und das Halving

Bukeles Wiederwahl steht 2024 an. Als Bitcoin-Maximalist weiß er, dass um diesen Termin herum auch das Bitcoin Halving ansteht: Es wird also doppelt so schwer sein, das Bitcoin-Mining profitabel zu betreiben. Nur günstige grüne Energie bringt dabei noch einen Wettbewerbsvorteil.

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Bitcoin City wird laut Bukele 300.000 Bitcoin kosten und einen digitalen Goldrausch erzeugen. Der Stadtplan ähnelt dem des in der Tech-Szene beliebten Festival „Burning Man“: eine Sonne mit einem Kranz aus Strahlen. Angetrieben von Vulkanenergie, die Turbinen mit Dampf zum Rotieren bringt, soll sie im Osten des kleinen Landes entstehen. Alle Steuern, bis auf die Mehrwertsteuer in Höhe von zehn Prozent, sind gestrichen. Eine CO2-Abgabe braucht es nicht. So lohnt sich Bitcoin-Mining richtig! Gratis gibt’s einen Ausblick auf die Bucht von Fonseca.

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