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Online-Gefahren: Kampagne führt Teenager zu Piraterie-Apps und Malware

Eigentlich sollte die Kampagne britische Teenager:innen vor den Gefahren des Internets warnen. Allerdings haben die Verantwortlichen eine Sache nicht bedacht.

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Der Name war ungünstig gewählt. (Screenshot: Linkedin/NCSC/t3n)

Das National Cyber Security Centre (NCSC) soll britische Privatpersonen und Firmen mit Aufklärung und Hilfestellungen vor Onlinegefahren schützen. Um dieser Aufgabe nachzukommen, hat die Behörde am 3. Mai 2023 eine neue Kampagne vorgestellt, deren Herzstück ein interaktives Webvideo ist.

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Das Video soll 11- bis 14-jährigen Brit:innen die Gefahren häufiger Onlinebetrugsmaschen aufzeigen. Offenbar wurde aber vor der Benennung der Kampagne vergessen, den gewählten Titel zu googeln. Daher teilt sich die „Cyberflix“ getaufte Aufklärungskampagne jetzt den Namen mit einer bekannten Video-Piraterie-App für Android. Das führt gleich zu mehreren Problemen.

Cyberflix: Kids werden auf Malware-Seiten geführt

Weil die Android-App schon lange vor der NCSC-Kampagne da war, fördert eine Suche nach dem Begriff „Cyberflix“ wenig überraschend viele Seiten zutage, bei denen es um die App geht. Von der wiederum gibt es verschiedene Varianten, die höchstwahrscheinlich von unterschiedlichen Personen betrieben werden.

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Laut Torrentfreak führt der Google-Treffer zu „Cyberflix“ von Großbritannien aus beispielsweise zu einer Seite, von der aus eine Variante der App heruntergeladen werden kann. Während die dort verfügbare Variante nach Angaben der Website vermutlich selbst keine Schadsoftware ist, kommuniziert sie aber mit einem Server, der überwiegend Daten mit als Malware bekannten Apps austauscht.

Britische Kids, die von der „Cyberflix“-Kampagne hören und danach suchen, stoßen also nicht nur auf Onlinepiraterie, sondern potenziell auch auf genau die Art von Onlinebedrohungen, vor denen das NCSC eigentlich warnen sollte.

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Behörde nimmt Kampagnen-Website offline

Mittlerweile hat das NCSC die Kampagnen-Website und das dazugehörige interaktive Video offline genommen. Auch die meisten Social-Media-Hinweise auf die Kampagne wurden offenbar gelöscht.

Auch wenn es wohl eher keine Absicht war, bietet sich der Vorfall durchaus als Lehrstück an: Wer einen Projektnamen heute nicht vorab zumindest ein wenig googelt, der könnte später eine unangenehme Überraschung erleben.

Bildergalerie: Die 10 dümmsten Security-Patzer

Von sinnfreien Sicherheitsfragen bis zu unsicheren Passwörtern: Die dümmsten Security-Patzer Quelle: (Foto: Wirestock Creators / Shutterstock.com)
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