Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Ratgeber

Keine Antwort auf Bewerbung? Das sind die oftmals perfiden Gründe

Keine Antwort auf Bewerbung erhalten: Vor allem junge Jobsuchende sind oft frustriert. (Foto: Shutterstock-grassy22)

Es gibt wenig, das Jobsuchende so frustriert wie eine auf sich warten lassende Antwort auf eine eingereichte Bewerbung. Dass Unternehmen sich nicht melden, hat oftmals perfide Gründe.

Dass viele Unternehmen sich um Fachkräfte reißen, lesen Interessierte oft. Vor allem in technischen Berufen gibt es einen nicht von der Hand zu weisenden Fachkräftemangel. Dennoch bekommen viele Jobsuchende oft nicht einmal eine Eingangsbestätigung auf ihre eingeschickten Unterlagen. „Die Klagen der Bewerberinnen und Bewerber, dass sie keine Rückmeldungen mehr bekommen, haben schon deutlich zugenommen“, berichtet auch Karriereberater Jürgen Hesse im Gespräch mit der Wirtschaftswoche. Der studierte Psychologe kennt auch die Gründe, die teilweise äußerst perfide sind.

Keine Antwort auf Bewerbung: Optimierungswahn und Täuschungsmanöver stecken oft dahinter

Keine Antwort auf Bewerbung: Jobsuchende bleiben oft ratlos zurück. (Foto: Shutterstock-grassy22)

Zum einen sei diese Haltung oft der Denke von Unternehmen und Personalberatern geschuldet, die immer schneller und effizienter arbeiten wollen. „Es war zumindest einmal Standard, eine Eingangsbestätigung zu verschicken, die bekommen Kandidaten heute nur noch in den seltensten Fällen zu sehen“, sagt Hesse. Es scheint, als hätten die Unternehmen die Eingangsbestätigung schlichtweg wegrationalisiert und falls es doch einmal zu einer Rückmeldung kommt, dann allenfalls noch als Serien-Absage-E-Mail, die mit „i.A.“ unterzeichnet von den Azubis versendet wurde.

„Es war zumindest einmal Standard, eine Eingangsbestätigung zu verschicken.“

Laut dem Experten würden viele Firmen ihre Stellen aber oftmals auch nur zum Schein ausschreiben. „Unternehmen inserieren, um wirtschaftliche Stärke zu zeigen, auch gegenüber Geldgebern und der Bank, nach dem Motto: Wir expandieren, uns geht es gut“, meint der Karriereberater. „Dazu gehört auch, dass man die Konkurrenz verunsichern oder ein bisschen ärgern möchte, wie wunderbar doch die Geschäfte laufen.“ Besonders durchtrieben sei es, wenn die eigenen Mitarbeiter durch Schein-Inserate unter Druck gesetzt werden sollen. Ganz nach dem Motto: „Unser Unternehmen sortiert sich neu“, so Hesse weiter.

Ein anderer Grund hinter dem Phänomen der Schein-Ausschreibungen stecke jedoch auch in der Bürokratie. Jürgen Hesse berichtet, dass in manchen Unternehmen sämtliche neue Stellen auch intern ausgeschrieben werden und bestehende Mitarbeiter dann oftmals die Nase vorn hätten. Manchmal seien Arbeitgeber aber auch schlicht zu bequem und vermeiden jegliche Rückmeldungen. Das passiert vor allem dann, wenn eine Stelle doch nicht besetzt oder der Bewerbungsprozess an externe Firmen ausgelagert wird. Letztere scheren sich dann nicht unbedingt um den Ruf der Personalabteilung, so der Karriereberater.

Guter Ruf unter Jobsuchenden: Unternehmen sollten auf eine Bewerbung antworten

Jobsuchende, die keine Antwort auf ihre Bewerbung erhalten, sind häufig frustriert und glauben, dass sie nicht gut genug für die Stelle gewesen seien. Die wirklichen Gründe liegen jedoch häufig anderswo: Neben dem Verfall guter Sitten sind es vor allem der Optimierungswahn und perfide Täuschungsmanöver, die Bewerber ratlos zurücklassen. „Früher war eine Stellenangebotsanzeige eben wirklich ein freier Platz, der besetzt werden sollte, das ist heute einfach viel zu kurz gedacht“, so Hesse. „Heute geht es ein gutes Stück weit um Image – bei den Geldgebern, bei den Kunden, bei den eigenen Mitarbeitern, bei der Konkurrenz.“

Dass dieses Gebaren jedoch zum Bumerang für Unternehmen werden kann, liegt auf der Hand. Wer als Arbeitgeber dahingehend seinen Ruf ruiniert, dem wird das verspielte Vertrauen irgendwann auf die Füße fallen – und zwar spätestens, wenn wirklich einmal eine Stelle ausgeschrieben wird, die schnell oder hochwertig besetzt werden muss. Bewerber nehmen dieses Verhalten sehr wohl wahr und tauschen sich darüber in Internet-Foren aus. Die Gespräche sind öffentlich einsehbar und wer sich als Jobsuchender mit einem potenziellen Arbeitgeber auseinandersetzt, recherchiert schnell, was für eine Einstellung der pflegt.

Erfolgreicher im Job: Diese Apps helfen bei der Karriere
Jobsuche: Die kostenlose „Truffls“-App für iOS und Android ist ein Tinder für Bewerber. Wer auf der Suche nach einem interessanten Job ist und fündig wird, swipt einfach nach rechts und schickt einen Lebenslauf ab. Antwortet das Unternehmen, kommt es zum Match. (Grafik: t3n.de / dunnnk)

1 von 13

Übrigens: Keine Antwort auf Bewerbung? Das ist eine bodenlose Frechheit! Ein Kommentar.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

29 Reaktionen
McWolf

ich bin bereits viele Jahre im IT-Vertrieb und habe selber zig Bewerbungen in meinem Leben geschrieben. Früher gab es die Bewerbungsmappen, eine Eingangsbestätigung, und wennman nicht ganz dumm war, auch ein Bewerbungsgespräch.

Heute haben sich die Prozesse, die Einstellung von Personalern und Personalfirmen geändert. Bewerbungsmappen werden heute gar nicht mehr akzeptiert, da es, verständliicherweise zu kostenaufwendig ist, diese zurückzuschicken.

Demnach setzen Firmen auf digitale Bewerbungen und oft kostenlose Stellenausschreibungen im Internet. Ein Eingangsschreiben ist oft ein aus dem System erzeugtes, automatisiertes Schreiben. Viele Unternehmen antworten auch gar nicht.

Auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass Stellenausschreibungen oft als wirtschaftlicher Scheinfaktor verwendet werden. Wer die Stellenausschreibungen über einen längeren Zeitraum beobachtet, dem werden genau diese ominösen Stellenausschreibungen auffallen. Ein kleines Gedankenspiel: ich bewerbe mich auf eine Stelle, die ich im Internet gesehen haben. Schon Wochen vorher fällt auf, dass diese Firma immer wieder die gleichen Stellen ausschreibt. Um eine Bewerbung zu schreiben setze ich mich mit der Firmenhistorie udn dem Firmenumfeld auseinander. Die Firma hat 20 Mitarbeiter. Entweder ist bei der Masse an offenen Stellen ein extremes Wachstum, eine hohe Fluktuation oder fingierte Stellen. In jedem Fall sollte der geneigte Bewerber hier die Finger von lassen.

ich habe gestern eine Absage von einer Firma bekommen, was mich jetzt nicht weiter stört, da ich längst wieder in Lohn und Brot bin. Was mich aber stört ist der Zeitfaktor. Dire Firma hat die Frechheit besessen mir ein halbes Jahr nach Bewerbungtseingang zu antworten. Schade für die Firma.

Antworten
Thomas Winter

Ich als Bewerber bin dazu übergegangen, Bewerbungen nur noch aus Apps zu verschicken. Selbst wenn man sich große Mühe gibt, eine komplette Bewerbungsmappe inkl. Deckblatt per Mail zu verschicken, wird einem nur so eine 08/15-Absage hingerotzt, wenn überhaupt.
Und dieses Geseiere vom großen Fachkräftemangel geht mir eh auf die Ketten. Alle wollen hochspezialisierte Spezialspezialisten, aber keiner will welche machen. Wo sollen die dann alle herkommen?

Antworten
Krain

Das kenne ich auch zu genüge, nach meinem Studium waren 90% meiner Bewerbungen postwendende Absagen, alle wollten nur die Eilerlegendewollmilchsau. Aber der Weg dorthin bleibt einem versperrt. Jetzt sind es 95% Absagen, die 5% mehr sind vermutlich das Alter. Immerhin habe ich eine Stelle bekommen, aber so weit unterm NIveau, dass ich nie werde aufschliessen können.
Am Besten verlässt man dieses Land der Lügenmärchen, falls man nicht einfach gehen kann, dann sollte man zumindest politisch daraus KOnsequenzen ziehen und enzsprechende Fachkärftelügner nicht mehr wählen, egal ob mal lokal eion wenig Mangel ist oder nicht. Die Bezahlung in den Jobs, die keiner Machen will, könnte sihc dadurch soweit verschieben, dass man wieder gut bezahlt werden wird, z.B. die PFlegeberufe...

Antworten
Peter Zerniak

... angesichts Ihrer Rechtschreibung hätte ich schon einen Verdacht, warum Ihre Ablehnungsquote so hoch ist :(

Ivo

"Keine Antwort auf Bewerbung? Das sind die oftmals perfiden Gründe "

Danke T3N - willkommen auf Bildniveau! Artikel, die bei euch zukünftig so eine Überschrift trage, werde ich nicht mehr lesen!

Antworten
Andreas Weck

Was wäre eine bessere Überschrift gewesen? Ist ja nicht so, dass wir nicht auch konstruktives Feedback annehmen. Mit diesem Kommentar lässt sich allerdings wenig anfangen. Denn die Überschrift ist genau genommen, ziemlich gut. Sie macht neugierig, zieht die Leser rein und vor allem - hält was sie verspricht. Oder würdest du sagen, dass die Gründe nicht perfide sind?

Bin gespannt auf dein Feedback. Lieben Gruß, Andreas

Antworten
Marc

Nein, Ihre Aussage "Denn die Überschrift ist genau genommen, ziemlich gut. Sie macht neugierig, zieht die Leser rein" kann ich so nicht unterschreiben. Sie ist insofern funktional, als sie tatsächlich Leser zum hereinklicken animiert, im Kontext clickorientierten Schreibens ist Sie also tatsächlich so etwas wie gut.

Das clickorientierte Schreiben in Überschriften und Teasern ist aber einer der Hauptgründe, für die mittlerweile leider tatsächlich auf einem unterirdischen Niveau verharrende journalistische "Schreibe" im Netz. Eine Überschrift dient im klassischen journalistischen Kontext dazu den Sachverhalt des folgenden Artikels auf wenige Worte einzudampfen um dem Leser die Möglichkeit zu geben zu entscheiden ob er/sie ihn lesen möchte oder nicht. Eine gute Überschrift zum genannten Artikel wäre als "Viele Stellenangebote sind nur Makulatur" oder ähnliches. Die heutigen clickortierten Überschriften, nach dem Muster "Aussage. Lies was die [völlig unsinnig übertreibendes Adjektiv] Ursachen sind." oder "Aussage. Das steckt dahinter." sind nicht nicht nur unsagbar schlechtes, auf dem Niveau billigster Groschenromane befindliches, sensationalistisch übertreibendes Deutsch, sie erfüllen nach Maßgabe journalistisch guten Schreibens nicht einmal die niedrigsten Basisanforderungen an eine vernünftige Überschrift. Und das liegt daran, daß journalistischer Content im Netz leider nicht mehr in erster Linie zur Information des Lesers dient, sondern in erster Linie Verkaufsvehikel für die Anzeigen darstellt. Man ist also daran interessiert, möglichst viele Leser zum Artikel zu ziehen, selbst wenn er für den Leser vermutlich total uninteressant ist - und das erreicht man besten mit lächerlichen Überschriften die zwei Dinge erfüllen müssen: so gut wie nichts wesentliches über den Artikelinhalt preisgeben (der Leser muß unbedingt glauben, durch den Click unglaubliches/neues zu Erfahren) aber gleichzeitig banalste Dinge zu unerhörten Skandalen oder Sensationen aufbauschen.

Andreas Weck

Naja, die Verkauf eines Artikels war auch schon zu Hochzeiten des Printmediums wichtig. Ich verstehe deinen Punkt. Allerdings ist von Fremdwörtern wie "Makulatur" ganz dringend abzuraten. Das lernt man schon handwerklich in der jeweiligen Schule - egal ob Nannen-Akademie oder PR-Agentur. Das spricht dich sicherlich an, aber es grenzt viele Menschen aus, die mit Fremdwörtern wie diesem überhaupt nichts anfangen können. Man muss sich halt die Frage stellen: Für wen schreibe ich? Und da hab ich für mich entschieden: Ganz klar für die Masse und nicht für die einzelne Edelfeder. Wo ich völlig bei dir bin: Die Überschrift muss den Inhalt prägnant wiedergeben. Ich würde sogar noch ergänzen, dass sie nicht überversprechen darf. Clickbait, also Klickbetrug, zeichnet aus, dass dem Leser etwas versprochen wird, was der Artikel nicht hält. Ganz klassisch: "Bei diesen Stellenausschreibungen willst du nur noch heulen" Dass dann eine Stellenausschreibung aufgeführt wird, die mir tatsächlich das Wasser in die Augen treibt, ist sehr unwahrscheinlich. Auch bei meinem Artikel bin ich der Meinung (das kann man gerne anders sehen, aber das würde ich dann gerne begründet haben wollen), dass die Headline etwas verspricht, das der Inhalt hält.

Marc

Nein, natürlich meinte ich damit auch keinen wirklichen reinen "Clickbbait" und ich verstehe ja auch die Notwendigkeiten in einer Webpublikation, die Leute verläßlich auf die Seite zu lotsen.
Aber es ist leider ein unschöner Trend auch in fachlichen Qualitätsmedien (und das seid Ihr [bitte das Lob beachten]) zu übertreibenden Formulierungen und der "möglichst wenig preisgeben" Technik in Überschriften zu greifen und da frage ich mich einfach, ob nicht eine schönere, klassisch zusammenfassende Überschrift trotzdem genauso viele Leser zum Klick und Besuch der Seite animieren würde? Mir jedenfalls war die Tatsache, daß es inzwischen offenbar flächendeckend üblich ist, Stellenangebote ohne freie Stelle zu veröffentlichen, tatsächlich neu und der wirklich interessante Artikel hätte daher absolut keiner extra animierenden Überschrift bedurft.

Peter Zerniak

Wenn doch von Fremdworten wie z.B. "Makulatur" abzuraten ist .... warum wird dann das Fremdwort "perfide" verwendet? Gibt es etwa eine Einteilung in gute und schlechte Fremdworte?

Nur mal so ein Gedanke :)

Andreas Weck

@Marc, der Spagat ist tatsächlich schwierig. Und ich befürchte es gibt keine pauschale Antwort, wo die Grenze des Erträglichen gezogen werden darf/muss/soll. Und tatsächlich gibt es da auch inhouse unterschiedliche Perspektiven. Ich bin da schon liberaler in meinem Umgang mit Headlines und denke mir immer: Klickstark muss sie sein und halten was sie verspricht. (Ich will ja auch, dass meine Arbeit gelesen wird.) Andere sind da konservativer und sagen sich, sie muss nüchtern sein und unaufgeregt. Tatsächlich ist es aber so, das zwischen "klickstark" und "nüchtern" oft Besucherlücken von bis zu +-240 Prozent liegen.

@Peter, da hast du natürlich nicht unrecht. Das ist auch immer eine gefühlte Geschichte. Ich hätte jetzt "perfide" gar nicht als sooo gravierend fremdwortig eingeschätzt. Aber bei genauer Betrachtung hast du natürlich recht und "verlogen", "hinterlistig" oder "scheinheilig" wäre da eingängiger gewesen. Das allerdings finde ich dann schon wieder etwas too much. Du siehst, es bleibt schlussendlich eine Stilfrage.

Euch beiden kann ich aber sagen: Das Thema ist bei uns intern eine never ending story. In unseren Redaktionsrunden diskutieren wir regelmäßig unsere Überschriften und versuchen da ein Modus zu finden, der sich irgendwo zwischen klickstark und unaufgeregt einpendelt. Gelingt mal besser, mal schlechter.

Jörg M

Es geht ja gar nicht darum den Grund der Absage zu nennen, sondern einfach nur darum, dass es überhaupt ein Feedback gibt wenn man nicht zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird.

Antworten
Silent

Wie schon gesagt, sind ein Großteil der Bewerbungen heutzutage nur noch hingerotzte Massenemails, bei denen es der Bewerber überhaupt nicht verdient hat, darauf näher einzugehen.

Antworten
Jörg

Ein Resultat dessen wie Stellenanzeigen letztendlich auch als Werbemaßnahmen missbraucht werden.

Bernhard

Eine Mitschuld trägt allerdings auch die Politik was ehrliche Feedbacks angeht. Gibt man das, kann für den angelehnten Bewerber schnell eine Möglichkeit zur Klage entstehen. Daher sind viele Unternehmen da auch sehr vorsichtig. Mein altes Unternehmen hat da dann allerdings sich oft die Mühe gemacht, absagen mündlich zu erteilen und tatsächlich ein Feedback zu geben. Dadurch hat sich denke ich auch das Unternehmen bereits einen ganz guten Ruf erarbeitet.

Jörg

Vielleicht in Zukunft einfach keine Bewerberinnen mit Kopftüchern diskriminieren? Dann kann man auch ehrlich antworten...

Antworten
Agent Smith

Meine Fresse, was hat es denn jetzt hier damit zu Tun??

Antworten
Andre Müller

Das geht am Thema vorbei. Personaler kennen diese Gruppe und werden entsprechend handeln. Ich kenne die Situation der Kopftuchmädchen nicht und ehrlich gesagt ist es mir sogar egal. Wenn sie meinen sie hätten durch das Kopftuch Nachteile, so können sie es abnehmen. Ihr Körper und das Kopftuch sind nicht miteinander verwachsen.

Antworten
Andreas Weck

Jörg ist auf den Kommentar von Benny Lava weiter unten eingegangen. Leider hat er das mit den "Threaded Comments" nicht so ganz geblickt.

Antworten
office11

Unternehmen sollten sich bei Stellenausschreibungen für Fachleute unabhängig beraten lassen. So lassen sich die peinlichsten Fehler vermeiden. Gerade brauchbare Fachleute haben einen sehr guten Riecher für Stellenangebote, die reine Zeitverschwendung sind und meiden diese.

Klassiker wie: "HTML, CSS JavaScript, PHP, Angular, jQuery und Polymer, Java & .Net und idealerweise Erfahrung mit Drupal, WordPress, Typo3 und Neos." (... und am Wochende Zeit für Extraschichten als Kampfjetpilot und Gehirnchirurg. Für unglaubliche 25€/Std.!)

Oder "Flache Hierarchien" (ergo: mäßiges Gehalt und unbezahlte Überstunden) "Spannende Themen" (unorganiserte Frickelbude)

Oder natürlich der absolute Klassiker: "... min. 5 Jahre Erfahrung in Programmiersprache/Technologie XY" (XY gibt es erst seid 3 Jahren).

Viele Stellen-"Angebote" sind ziemlicher Unfug und mitunter eine reine Frechheit. Allerdings gibt es auch Stellenanzeigen, an denen deutlich sichtbar wird, das die Firma wirklich jemanden sucht und manchmal sogar jemand mit echter Fachkenntnis oder nach guter Abwägung eine Stelle ausgeschrieben hat. Das sind für Fachstellen im IT Bereich aber immer noch leider nicht sehr viele Stellenanzeigen - mitunter höchstens 10%.

Antworten
Silent

Ich als Unternehmer bin auch dazu übergegangen, Eingangsbestätigungen nur noch an Bewerber zu verschicken, deren Profile potentiell sehr interessant sind, oder solche, die sich erkennbar große Mühe mit der Bewerbung gegeben haben. Leider trifft letzteres mittlerweile nur noch auf einen geringen Prozentsatz zu. Der größte Teil wird nur noch als "Streugut" ohne personalisierte Anrede verschickt und enthält stattdessen nur noch ein paar lieblos abgeschriebene und häufig auch erlogene Floskeln. Solche Leute brauchen sich nicht zu wundern, wenn sie nichts von den angeschriebenen Unternehmen hören.

Antworten
Zornzwiebel

Richtig!
Und noch schlimmer finde ich die Bewerbungen, die ich erhalte obwohl ich gar nicht nach Personal suche.
Es wird erwartet, dass ich ca 10x pro Monat alles ordentlich zurücksende?
Das geht bei meinem kl. Betrieb ins Geld und die Zeit fehlt mir.
Ich rufe die Personen an, Sie mögen Ihre Bewerbung bitte wieder holen, oder sie geht nach 4 Wochen in den Papierabfall
(nun nach DSGVO natürlich in den Shredder! :)
Kaum Jemand holt sie ab. Ich denke, die bewerben sich nur, damit weiterhin das Arbeitslosengeld fliest.
Die wollen doch gar nicht wirklich arbeiten - und ehrlich... die würde auch Keiner wollen

Antworten
Silent

Ja, die meisten der o.a. Bewerbungen sind ganz offensichtlich von Leuten, die vom Arbeitsamt dazu gedrängt werden. Aber wieso soll man als Arbeitgeber so etwas unterstützen?

Werner

Wenn man vom Amt GEZWUNGEN wird z.B. 8 Bewerbungen pro Monat zu schreiben, egal ob man sich schon bei allen beworben hat, dann müssen eben auch Firmen Bewerbungen bekommen, die überhaupt niemanden suchen.

Alle Arbeitslose wollen nicht arbeiten und die will auch Niemand? Was für eine Frechheit! ! !
Wenn man seine Fachkräfte so schlecht bezahlt, dass sich arbeiten nicht lohnt, dann brauch sich der Arbeitgeber nicht wundern, wenn man kein ordentliches Personal bekommt und die Leute lieber beim Jobcenter bleiben.

Dani K.

Aber eine Bewerbung per eMail kann man schon beantworten. Das ist wenig zeitaufwendig und kostengünstig.
Das hat einfach auch was mit Respekt und Anstand zu tun.

Benny Lava

Da es die Bewerber mit diversen Klagen einfach zu weit getrieben haben, kann man keine ehrliche Antwort mehr geben. Selbst die Bestätigung des Eingangs kann schon tötlich sein.
Haben sich die Leute mit political correctness selbst versaut.

Antworten
Andreas Weck

Müsste man eigentlich drauf antworten, aber der Kommentar ist eigentlich auch zu banal und sowieso nur ein Versuch das Thema zu derailen. Insofern.

Antworten
Benny Lava

Hast trotzdem drauf geantwortet und nichts zum Thema gesagt. Tolle Leistung.

Kannst ja mal einen Vorschlag machen, was man einer Bewerberin mit Kopftuch für eine Ansage schreibt, die hinterher nicht anfechtbar ist, aber trotzdem den wahren Grund angiebt.

Schreibe einen Kommentar zu Silent Abbrechen

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.