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Wie ein Kernreaktor-Startup einen Salz-Akku als Speicher für erneuerbare Energien entwickelte

Ausgerechnet bei der Forschung an Mini-Kernreaktoren ist das dänische Startup Seaborg Technologies auf die Möglichkeit gestoßen, Salz-Akkus für die Speicherung von erneuerbaren Energien einzusetzen. Das könnte die Kosten halbieren.

2 Min.
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Schwimmende Mini-Atomkraftwerke. (Foto: Seaborg Technologies)

Im Sommer sorgte Seaborg Technologies mit der Ankündigung für Schlagzeilen, künftig Tausende von schwimmenden Mini-Reaktoren in der Größe eines Schiffscontainers bauen zu wollen. Damit Unfälle oder Anschläge nicht zu Katastrophen führen, setzt das dänische Startup auf Salz, das zur Kühlung der Brennstoffe zum Einsatz kommt.

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Das hat den Vorteil, dass – anders als bei einer Kühlung mit Wasser – bei einer Beschädigung kein verseuchtes Wasser oder Wasserdampf austritt. Stattdessen flösse das verwendete Fluoridsalz aus dem Reaktor und verfestigte sich. Das Salz bliebe dann als Brocken liegen und könnte aufgesammelt werden. Offenbar bei der Forschung an diesen Reaktoren kam den Seaborg-Technologies-Entwickler:innen noch ein anderer Verwendungszweck in den Sinn: Salz-Akkus.

Salz zur Speicherung von Windenergie

Ein solcher Salz-Akku könnte zur Speicherung von Wind- und Solarenergie zum Einsatz kommen. Diese Speichertechnologie soll zum einen sicherer sein als die bisher verwendeten Lithium-Ionen-Akkus und darüber hinaus auch noch günstiger. Laut dem Seaborg-Mitgründer Ask Emil Løvschall-Jensen ließen sich die Kosten der Speicherung von Wärmeenergie auf einen Schlag halbieren, wie sifted.eu schreibt.

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Zur Weiterentwicklung der Methode, bei der Natriumhydroxidsalz, auch als Ätznatron bekannt, verwendet wird, hat Seaborg Technologies eine Tochterfirma namens Hyme gegründet. Wird das Salz erhitzt und zu Flüssigkeit geschmolzen, kann es Wärme speichern – und ist um 90 Prozent günstiger als die im Bereich Solarenergie verwendeten Salze, wie es bei Bloomberg heißt. Ähnliches hat auch Bill Gates bei seinen geplanten Mini-Atomreaktoren vor. Die große Leistung des Startups ist demnach, einen Weg gefunden zu haben, das eigentlich korrosive Material chemisch so zu verändern, dass es Materialien, mit denen es in Berührung kommt, nicht mehr angreift.

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Erste Speicheranlagen auf Salzbasis 2024?

Bestehende Seaborg-Investor:innen, darunter der mit einem Vermögen von rund zehn Milliarden Euro reichste Däne Anders Holch Povlsen, haben dem Seaborg-Technologies-Spin-off Hyme jetzt zehn Millionen Euro zur Verfügung gestellt. In den kommenden 18 Monaten will Hyme eine entsprechende Pilotanlage auf die Beine gestellt haben. 2024 oder 2025 könnten dann die ersten Speicheranlagen auf Salzbasis fertig sein.

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Kommentare (5)

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Andreas Merchel

Mhh, Schade das der Artikel gerade beim verwendeten Salz so schwammig ist.
Wie sehr unterscheidet es sich z.B. von dem Salzspeicher, den BMW in Fahrzeugen um die Jahrtausendwende genutzt hat?
Oder warum ist das Salz, das man bisher zur Speicherung eingesetzt hatte, so teuer?

Alex

Es gibt seit mehreren Jahren schon Salz Akku zum kaufen. Auch für’s Eigenheim

Reiner030

Das es diese „tolle neue Erfindung“ schon seit Jahren gibt, kam mit beim Titel auch sofort in den Sinn, wie t3n hier bei diesem und auch früheren Artikeln extrem schlecht recherchiert / falsche Informationen übernimmt…

Die Antwort zur Frage, wer die schon herstellt, kann Tante Google simpel beantworten…
Am bekanntesten ist: https://www.bluesky-energy.eu/die-salzwasser-batterie/

Dieter Petereit

Na klar, Reiner030. Bloß, dass diese Art der Batterie gar nicht gemeint ist. Da hast du wohl „extrem schlecht recherchiert“.

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