News

Artikel merken

„Zu komplex“ – Google launcht Autopilot-Feature für Kubernetes

Googles Container-Technologie Kubernetes ist so komplex, dass das Unternehmen jetzt ein Autopilot-Feature gelauncht hat, das Deployment und Management vereinfachen soll.

2 Min. Lesezeit

Kubernetes gilt als führende Technologie im Bereich Container-Orchestrierung (Foto: Aun Photography / Shutterstock)

Googles Containertechnologie Kubernetes ist das vorherrschende Tool im Bereich der Container-Orchestrierung. Jetzt hat sich offenbar auch Google selbst eingestanden, dass die Technologie einfach unglaublich komplex ist – und will Entwicklern mit einem neuen Autopilot-Feature unter die Arme greifen. Dabei handelt es sich um einen vollständig verwalteten Dienst, der auf der Google-Kubernetes-Engine deployed werden kann. Die Google-Kubernetes-Engine läuft vornehmlich auf der Google-Cloud-Plattform (GCP), allerdings auch auf anderen Cloud-Plattformen oder als Teil der Multicloud-Plattform Anthos auch serverbasiert. Für die Nutzung des Autopiloten ist die Ausführung der GKE auf der Google-Cloud-Plattform Vorraussetzung.

Weniger Flexibilität bei mehr Komfort

Ähnlich wie die GKE ist auch Autopilot ein Managed Service. Der Unterschied ist, dass Autopilot deutlich mehr automatisiert. Kubernetes basiert auf Clustern (mehrere physische oder virtuelle Server), Nodes (einzelnen Servern), Pods (einer Einheit, die einen oder mehrere Container einer Node repräsentiert) und den Containern selbst. Die Google-Kubernetes-Engine ist bis zur Clusterebene verwaltet; der neu eingeführte Autopilot weitet das auf Nodes und Pods aus, an deren Konfiguration Autopilot-User künftig nichts mehr ändern können sollen – der Autopilot verwaltet einen größeren Teil der Konfiguration. Kurz gesagt: Für Nutzer bedeutet der Autopilot weniger Flexibilität bei mehr Komfort. Weg fällt mit dem Autopilot beispielsweise der Zugriff auf die Secure-Shell, zudem laufen Autopilot-Cluster ausschließlich auf Googles containeroptimiertem Linux-OS-Setup mit Containerd und pro Node sind maximal 32 Pods möglich – auf einer Standard-GKE sind es 110.

Anderes Kostenmodell

Auch das Preismodell unterscheidet sich vom Kostenmodell der Standard-GKE. Anstelle der Anzahl verwendeter Virtual Machines basieren die Kosten auf CPU- und Arbeitsspeicherauslastung sowie auf dem von den Pods genutzten Speicher. Zusätzlich fallen pro Autopilot-Cluster zehn US-Cent pro Stunde an. Auch Standard-GKE-Nutzer bezahlen eine Gebühr von zehn Cent pro Stunde pro Cluster, jedoch fallen hier die zusätzlichen Kosten weg. Wobei User am Ende günstiger wegkommen, lässt sich nicht mit pauschal beurteilen. Autopilot sei im Vergleich zu einer regulären GKE als Premiumprodukt zu betrachten – zusätzlich zur Funktionalität beinhalte es SRE- und SLA-Support, so Drew Bradstock, Google Kubernetes Engine Product Lead gegenüber The Register. Ein nicht ausgeschöpftes GKE-Standard-Deployment könnte User aber schlussendlich trotzdem teurer zu stehen kommen.

Fazit

Mit dem Autopiloten erweitert Google sein Angebot an Kubernetes-Services um eine Option, die Cloud-Administratoren den bisher größten Teil der Konfigurationsaufgaben abnimmt. Ob das ausreichen wird, um Googles Cloud-Market-Share zu vergrößern, bleibt abzuwarten – laut The Register ist Googles Reputation im Bereich Customer-Support längst nicht so gut wie die seiner Entwicklungsabteilung und deren Produkte.

Ebenfalls interessant: Kubernetes beendet Docker-Support: Was Entwickler jetzt wissen müssen

Mehr zu diesem Thema

Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Schreib den ersten Kommentar!
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung

Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder