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Fundstück

Koro führt veganen Riegel für Deutsche Bahn ein – und vergisst das Wichtigste

Die Deutsche Bahn hat jetzt einen veganen Schokoriegel im Sortiment. Doch dass der Hersteller des Produkts nicht verraten wird, ist nicht ganz freiwillig. Wer und was dahintersteckt.

2 Min.
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Der neue vegane Müsliriegel – und keiner hat's gemerkt. (Foto: Koro)

Die Bahn führt in ihren Bordbistros dieser Tage einen veganen Schokoriegel ein. Doch bemerkenswerter als diese Meldung an sich und dass dieser von der Onlinedrogerie Koro stammt, ist eine Geschichte, die sich im Kontext der Markteinführung ereignet hat.

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Konkret geht es um dem Koro Flapjack Müsliriegel, den die Deutsche Bahn in Zukunft in den Bordbistros verkaufen will und auch schon in einigen Zügen bewirbt. Man wolle mit dem Haferriegel Bio Flapjack Erdnuss Schokolade den Kund:innen eine Alternative anbieten, erklärt Koro in einem Instagram-Spot. Den Riegel gibt es seit März in vielen ICEs.

Jetzt fällt den Machern beim Blick in die Bordbistro-Karte ein entscheidender Fehler auf: Nirgends auf dem Riegel ist das Koro-Markenlogo zu finden. Ein Wunsch der Deutschen Bahn? Nicht wirklich – schließlich hatte man Anfang März gemeinsam über den Start berichtet. Eine bewusste Entscheidung des Herstellers, weil man das D2C-Geschäftsmodell nicht verwässern will? Mitnichten – das ergäbe auch in der aktuellen Marktphase wenig Sinn, zumal Koro auch teilweise mit Handelspartnern zusammenarbeitet, etwa der Drogeriekette DM.

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Veganer Riegel: Wer dahintersteckt und warum das nicht bekannt wird

Die Erklärung ist deutlich banaler: „Irgendwo im Designprozess der Verpackung ist das Logo verloren gegangen – und das ist mindestens zwölf Leuten, die drübergeschaut haben, nicht aufgefallen“, erklärt das Unternehmen in dem Instagram-Spot.

Marketer:innen und Produktmanager:innen und alle, die intensiver in Kreativprozessen arbeiten, können das sicher gut nachvollziehen – auch wenn der Fall hier deutlich weniger tragisch ist als bei anderen Versäumnissen, die richtig Geld kosten oder gar dazu führen können, dass eine Ware aus dem Verkehr genommen werden muss. Dienstleister:innen sollte sowas allerdings eine Lehre sein, denn ein solches Versehen kann hohe Kosten verursachen, die sich durch eine Berufshaftpflicht (hoffentlich) vermeiden lassen.

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Im konkreten Fall dürfte es also bald schon so sein, dass die besagten Haferriegel Bio Flapjack Erdnuss Schokolade in der Deutschen Bahn mit dem Koro-Logo verkauft werden. Eigentlich sind sie zumindest für Kund:innen des Unternehmens auch schon heute am grundsätzlichen Design zu erkennen.

Kreative Beispiele für Guerilla-Marketing Quelle: (Bild: stockwerk-fotodesign / Shutterstock)
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