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Kryptoplattform Gemini muss über eine Milliarde Dollar an Nutzer zahlen

Nach der Insolvenz des Krypto-Lenders Genesis verloren Kund:innen von Gemini Zugriff auf ihre Assets. Nun muss Gemini nicht nur seine User:innen auszahlen, sondern auch Strafzahlungen leisten. Das Unternehmen habe seinen Geschäftspartner Genesis nicht gut genug geprüft.

Von Sebastian Milpetz
2 Min. Lesezeit
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Ärger für die Kryptoplattform Gemini. (Bild: Primakov/Shutterstock)

Die Pleite des Krypto-Lending-Unternehmens Genesis vor über einem Jahr zieht weitere Kreise. Die mit Genesis eng verbandelte Kryptobörse Gemini muss ihren Kund:innen 1,1 Milliarden US-Dollar zurückzahlen. Dies gab das New York State Departement of Financial Services (DFS) jetzt bekannt.

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Gemini hat Due-Diligence-Prüfung von Genesis versäumt

Der Vorwurf der Regulierungsbehörde des Staates New York: Gemini habe „es versäumt, eine Due-Diligence-Prüfung bei einer unregulierten dritten Partei durchzuführen, die später des massiven Betrugs beschuldigt wurde“. Damit ist natürlich Genesis gemeint.

Nach dem Zusammenbruch von Genesis konnten Kund:innen des sogenannten Earn-Programms von Gemini nicht mehr auf ihre digitalen Assets zurückgreifen. Betroffen sind laut DFS über 200.000 Personen.

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Gemini hatte 2021 Earn gestartet. Genesis stellte dafür den finanziellen Rahmen bereit. Gemini-User:innen liehen im Rahmen von Earn ihre Kyrptobestände an Genesis. Dafür bekamen sie Zinsen. Genesis verlieh das Geld wiederum an seine Geschäftspartner.

40 Millionen für Konkursverfahren, 37 Millionen Strafe

Damit die Rückzahlung der 1,1 Milliarden Dollar an die User:innen garantiert wird, muss Gemini 40 Millionen US-Dollar in das Insolvenzverfahren von Genesis einzahlen. Darüber hinaus ist noch eine Strafzahlung in Höhe von 37 Millionen an das DFS fällig. Die Behörde behält es sich vor, „weitere Maßnahmen gegen Gemini zu ergreifen“, wenn das Unternehmen der Winklevoss-Brüder seinen Kund:innen ihr Geld nicht zurückzahlen kann.

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Gemini will das Geld innerhalb eines Jahres zurückzahlen

Gemini wiederum kündigt auf seiner Homepage die „erfolgreiche Abwicklung von Earn“ an. Den betroffenen Kund:innen verspricht der Konzern, ihnen innerhalb von etwa zwei Monaten 97 Prozent ihres Kryptovermögens auszuzahlen. Der Rest soll innerhalb der nächsten 12 Monate folgen. „Wir haben in den letzten 15 Monaten unermüdlich daran gearbeitet, uns für die Earn-Nutzer einzusetzen und die Rückgabe ihrer Vermögenswerte zu erreichen“, heißt es. Gemini hatte das Konkursverfahren von Genesis begrüßt, um wieder an die eingefrorenen Gelder seiner Earn-Kund:innen zu kommen.

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Mit dem Vergleich mit DFS ist für Gemini die Causa Genesis noch nicht ausgestanden. Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat Gemini, Genesis und deren Mutterkonzern Digital Currency Group (DCG) verklagt. Sie sollen Investor:innen belogen haben, indem sie Verluste über einer Milliarde US-Dollar verschwiegen.

Gemini beziehungsweise seine Kund:innen sind die jüngsten Opfer des Kryptowinters 2022/23. Die Pleite der hochgehandelten Kryptobörse FTX im November 2022 hatte unter anderem auch Genesis mitgerissen.

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